Der Dreifaltigkeitssonntag, Sonntag nach Pfingsten
Der eine, einzige und lebendige Gott offenbart durch Jesus Christus als der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Am Dreifaltigkeitssonntag, dem Sonntag nach Pfingsten, feiert die Kirche „einfach“ Gott als das Geheimnis der Dreifaltigkeit oder Dreieinigkeit Gottes, als Vater, Sohn und Heiliger Geist.
Die Offenbarung des dreifaltigen Gottes durch Jesus Christus wird in der Überlieferung des Glaubens in vielen Bildern ausgedrückt:
Tertullian wählt das Bild: ein Baum aus Wurzel, Stamm und Zweigen.
Augustinus den Menschen: Körper, Seele und Geist oder die Seele als
Memoria (Gedächtnis), Intelligentia (Verstand, Einsicht) und Voluntas (Wille).
Patrick von Irland: ein dreiblättriges Kleeblatt. Andere Bildern sind: die Formel 1 x 1 x 1 = 1
oder drei Fackeln deren Flammen eine bildet.
Oder eine brennende Kerze: das Wachs, der Docht und die Flamme.
Oder ein brennendes Holzstück: das Holz, die Glut und die Flamme.
Oder ein brennendes Holzstück: das Holz, die Glut und die Flamme.
Auch in der Kunst wird die Dreifaltigkeit dargestellt. Sehr berühmt ist die Dreifaltigkeitsikone von Andrej Rubljow durch die Darstellung der drei Personen/Wesen/Engel in denen Gott Abraham besuchten.
Das Dreifaltigkeitsfresko von Urschalling (14.Jh.)
Die Darstellung dreier Gesichter und Gesichtern und Oberkörper. Nach unten zu, wo sich die Gewölberippen treffen, verschmelzen die drei Körper zu einem einzigen, was auf die Einheit der drei göttlichen Personen hinweist.
Rechts Gott der Vater (mit weißem Haupthaar und Bart = Ewigkeit), links Gott der Sohn (Jesus mit dunklem Haar und Bart, umhüllt mit demselben weißen Mantel den der Vater trägt) und in der Mitte eine dritte Gestalt die aus den beiden andere hervorgeht, der Heilige Geist oder die „Geistin / Geistkraft“, denn Geist ist in der hebräischen Sprache weiblich (wie „die Luft“). Die Gestalt des Heiligen Geistes ist als Mädchen oder Frau zu erkennen mit weiblichem Gesichtszügen, bartlos mit langem hellbraunem Haar und Brüsten.
Die Gesichter veranschaulichen auch den Menschen in drei Lebensaltern: Jugend, Erwachsensein und Alter.
„Gott schuf den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn, als männlich und weiblich schuf er sie.“ (Gen 1, 26 - 27)
Alle drei Gesichter sind mit einem Nimbus (= Heiligenschein) versehen in dem je ein Teil des Kreuzes dargestellt ist. Wenn man alle drei Heiligenscheine zusammenschiebt komm der in der Kunst für Christus übliche Kreuznimbus zustande.
Die Gesamtgruppe hat zwei Hände. Die beiden Hände, eine groß (männlich?), die andere zartgliedrig (weiblich?) weisen nach innen in die Mitte. Durch die Verschiedenheit der beiden Hände wird die Verschiedenheit der göttlichen Personen angedeutet, aber zugleich auch, dass es sich nur um ein Wesen handelt, denn sonst müssten es sechs Hände sein.
Alle drei Personen tragen dasselbe dunkelrote Untergewand, das bei der mittleren Gestalt unterhalb der Brust in Falten gestrafft ist.
Der weiße Mantel umhüllt alle drei.
Auffällig ist auch das Weiblichkeitssymbol im Faltenwurf zu Füßen der mittleren Gestalt, eine deutliche Darstellung des Schoßes. Ein Hinweis auf Leben und Fruchtbarkeit.
Das Wesen Gottes ist nicht nur männlich, sondern auch weiblich.
„Gott ist nicht nur Vater, vielmehr ist er auch Mutter.“ (Papst Johannes Paul I.)
Diesen Bedeutung findet sich im Neuen Testament, wenn etwa Jesus dem Nikodemus erklärt, dass der Mensch „neu geboren werden muss aus dem Geist“, um in Gottes Reich zu gelangen (Joh 3, 3f). Das drückt sich auch im Pfingstereignis aus, als Fest des Heiligen Geistes und „Geburtsfest“ der Kirche.
Gottes Geist: die Liebe und die Güte – die Zuwendung – die Glut, die uns durchdringt – die Stimme, die uns ruft, die uns mit ihrer Weisheit begleitet und uns die Richtung weist. „Komm, Heiliger Geist, der Leben schafft, erfülle uns mit deiner Kraft. Dein Schöpferwort rief uns zum Sein, nun hauch uns Gottes Odem ein.“
Bei aller Betonung des Weiblichen in Gott soll das allerdings auch nicht dazu führen, das Männliche gegen das Weibliche auszutauschen.
Gott ist weder männlich noch weiblich, er ist göttlich. Gott ist „alles in allem“.
„Von ihm und durch ihn und zu ihm hin sind alle Dinge“ (Röm 11, 36). – „In ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir“ (Apg 17, 28). – „Gottes Liebe ist ausgegossen in unseren Herzen durch den Geist, der uns gegeben ist“ (Röm 5, 5).
Ein Gott in drei Personen
Einheit in Vielfalt - Verschiedenheit in Einheit.
Einheit in Vielfalt - Verschiedenheit in Einheit.
Jesus offenbart und sich selbst als Gott in Ewigkeit aus dem Vater durch den Heiligen Geist. Diese drei Rollen bzw. besser gesagt Personen (Beziehungen) sind wesensgleich und einander gleichgestellt. Der Sohn ist eins mit dem Vater (vgl. Joh 10,38), wahrer Gott und wahrer Mensch (Jesus Christus) der Mittler zwischen Gott und den Menschen und der Heilige Geist der Beistand, der vom Vater und vom Sohn ausgeht (vgl. Joh 14,26 und 15,26).
Der Dreifaltigkeitssonntag wird seit dem Jahr 1334 gefeiert.
Der Dreifaltigkeitssonntag wird 1334 als Hochfest am Sonntag nach Pfingsten in den Kalender der Kirche aufgenommen.
Dieser Sonntag ist neben dem Fronleichnamsfest und dem Herz-Jesu-Fest sowie dem Barmherzigkeits- und Christkönigssonntag ein sogenanntes „Ideenfest“, das einen besonderen Glaubensinhalt in den Mittelpunkt stellt.
Der normale Jahreskreis wird fortgesetzt
Nach dem Dreifaltigkeitssonntag werden die Sonntage „im Jahreskreis“, die nach der Weihnachtszeit bis zum Beginn der Fastenzeit begonnen hatten fortgesetzt bis zum 1. Advent. Die liturgische Farbe ist dabei grün.
Der Dreifaltigkeitssonntag wird seit dem Jahr 1334 gefeiert.
Der Dreifaltigkeitssonntag wird 1334 als Hochfest am Sonntag nach Pfingsten in den Kalender der Kirche aufgenommen.
Dieser Sonntag ist neben dem Fronleichnamsfest und dem Herz-Jesu-Fest sowie dem Barmherzigkeits- und Christkönigssonntag ein sogenanntes „Ideenfest“, das einen besonderen Glaubensinhalt in den Mittelpunkt stellt.
Der normale Jahreskreis wird fortgesetzt
Nach dem Dreifaltigkeitssonntag werden die Sonntage „im Jahreskreis“, die nach der Weihnachtszeit bis zum Beginn der Fastenzeit begonnen hatten fortgesetzt bis zum 1. Advent. Die liturgische Farbe ist dabei grün.
Die liturgische Farbe des Hochfest ist weiß. Weiß symbolisiert Licht, Glanz, Herrlichkeit und somit die Vollkommen- und Heiligkeit Gottes.

