Cyriak, 8. August

 
Märtyrer, Nothelfer
Namensbedeutung
dem Herrn gehörig (griech.-lat.)

Namensvarianten
Cyriacus, Cyriak, Zyriakus, Ciriaco, Cyriaque, Ciliax, Zaches, Zilles, Zilk

Gedenktag
8. August

Lebensdaten 
gestorben an einem 16. März um 304 in Rom
 
Lebensgeschichte und Legende
Cyriacus, einer der Diakone oder sogar der Erzdiakon von Papst Marcellinus, war in der Zeit einer Christenverfolgungen zur Zwangsarbeit am Bau der Diokletianthermen verurteilt worden.
 
Er wurde von Kaiser Diokletian freigelassen, nachdem er dessen Tochter Artemia von Besessenheit befreit hatte, und darauf auch den Perserkönig aufsuchte um dessen Tochter zu helfen.
 
Nach seiner Rückkehr nach Rom wurde er dennoch vom Mitkaiser Maximian ergriffen, gefoltert und – je nach Überlieferung – zusammen mit bis zu 18 Gefährten an einem 16. März um 304 enthauptet.
 
Verehrung
Die Märtyrer wurden am 8. August in einen Friedhof am siebten Meilenstein der Via Ostiensis umgebettet, der später nach Cyriacus hieß.
 
Auch die Kirche in den Diokletianthermen trug Ende des 5. Jahrhunderts seinen Namen.
 
Seit dem 10. Jahrhundert werden die Reliquien in verschiedenen Kirchen der Stadt verehrt.
 
847 gelangten Gebeine nach Neuhausen (Worms), Reliquien kamen unter anderem nach Altorf im Elsass und nach Bamberg.
 
Darstellung
als Diakon mit Diskonengwand (Dalmatik) mit Gebetbuch, mit Teufel oder Drachen an Kette, zusammen mit der Kaisertochter, mit Schwert oder Palme
 
Patron
von Cirié (Turin), Bottrop und Naumburg, der Kathedrale S. Ciriaco in Ancona, gegen Besessenheit, böse Geister, Skrupel, Versuchungen; Viehpatron in Schwaben, Weinpatron in der Pfalz; einer der 14 Nothelfer
 
(Quelle vgl. Bistum Augsburg)
 
Lieder
(Melodie: „Wie schön leuchtet der Morgenstern“)
 
  1. Starker Diakon Cyriak,
    dem selbst der Satan unterlag,
    zerstör sein Reich und Wesen!
    In Christi Namen wirktest du,
    der Dank des Kaisers fiel dir zu,
    doch auch der Hass des Bösen,
    brütend, wütend,
    voller Eifer, Zorn und Geifer,
    dich zu töten.
    Unbesiegbar war dein Beten.
    .
  2. Auch uns bestärke im Gebet,
    das alle eint und nie vergeht,
    beständig und alltäglich,
    und in der Liebe, die erkennt,
    wo Hunger quält und Leiden brennt;
    dann wird das Kreuz erträglich.
    Lehr uns, nähr uns,
    mach uns weise auf der Reise,
    bis wir schauen
    ihn, dem wir wie du vertrauen.
(Text: Peter Gerloff)
 
Melodie: Singt dem König Freudenpsalmen... (GL 815)
 
  1. Cyriak auf Dürrenbühl,                      
    der du schon am Ziele bist
    und in Glauben, Hoffnung, Liebe
    uns das Wirken Gottes zeigst –
    wir woll'n deinem Vorbild folgen
    in des Himmels Seligkeit.
    Auf den Wegen unsres Lebens
    bitten wir dich um Geleit.
    .
  2. Cyriak ganz Gott ergeben,
    dient in Rom als Diakon.
    Christen dort in Frondienst leben,
    ohne Nahrung, ohne Lohn.
    Cyriak hilft den Bedrängten,
    die sein eignes Los geteilt.
    Menschen voller Angst und Trauer
    werden durch sein Wort geheilt.
 
Cyriak-Lied (Text: Silja Walter, Melodie: Gl 385 Nun saget Dank und lobt)
 
1. Gott, unsern Gott lasst uns erheben, 
mit Cyriakus singt ihm Lob. 
Er gab ihm seinen Glanz, sein Leben, 
der ihn zu sich ins Licht erhob. 
Du, Cyriakus sahst im Kleinen, 
im Armen sahst du seinen Sohn 
in seiner Herrlichkeit aufscheinen, 
sei unser Bruder und Patron. 
 
2. Du hast in Christi Kraft mit Freuden 
der Ausgestoßnen Los geteilt, 
den kranken Menschen von den Leiden 
der Angst und Traurigkeit geheilt. 
Du musstest selbst durchs Feuer gehen, 
dein Tod dein Leben nicht bezwang, 
denn Christi Macht und Auferstehen 
entströmte deinem Untergang. 
 
3. In dir ist Freiheit jetzt und Leben, 
die Liebe Christi in dir singt. 
Der Geist des Herrn ist dir gegeben, 
dass auch an uns sein Werk gelingt. 
Die Neue Zeit wird sicher kommen. 
Sie kommt durch Menschen deiner Art. 
Mit dir sind wir schon aufgenommen 
in Gottes Zeit und Gegenwart.
 
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