Kapelle St. Peter & Paul, Seewangen

 

Aus der Größe der Kapelle kann man schließen, dass Seewangen früher einmal viel mehr Einwohner hatte. Über die Herkunft und das Alter der Kapelle ist wenig bekannt. Sie wurde 1987 innen und außen vollständig renoviert, nachdem sie einzustürzen drohte.

Patron

Die Kapelle ist den Aposteln Petrus und Paulus geweiht. Petrus gehörte zu den ersten Jüngern, die von Jesus berufen wurden.

In den Evangelien wird Petrus nach Jesus und neben Paulus am häufigsten genannt. Er wird mit einem Paar Schlüssel dargestellt gemäß dem Jesuswort: "Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreiches übergeben" (Mt 16, 19). Auf die Frage, für wen die Apostel Jesus halten, antwortet Petrus: "Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!" (Mt 16,16). Auf dieses Bekenntnis hin sagt Jesus zu Petrus: "Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen." (Mt 16, 18). Der Überlieferung nach wurde Petrus bei einer Verfolgung der Christen im Auftrag von Kaiser Nero durch Kreuzigung kopfüber hingerichtet.

Paulus (der Kleine) der eigentlich Saulus heißt, wurde durch die Begegnung mit dem Auferstandenen Jesus vor Damaskus vom Verfolger der Christen zum einem Apostel Christi. Die verschiedenen Missionsreisen von Paulus führten dazu, dass die Kirche Jesus sich im gesamten römischen Weltreich ausbreiteten. Der Völkerapostel wird dargestellt mit Buch (Evangelium) und Schwert (Martyrium durch Enthauptung). 

Patrozinium: 29. Juni

Eine Besonderheit im Ortsteil Seewangen ist ein sogenanntes "Schwedenkreuz" aus dem Jahr 1638

Es handelt sich um ein hellgraues lateinisches Sandsteinkreuz kurz nach dem letzten Haus in Seewangen, an der Straße nach Hürrlingen, rechts an der Straße vor dem Hausgarten.
 
Das Kreuz trägt die Jahreszahl 1638 und die Inschrift "WAL...MORT" auf dem Querbalken. Da die Enden des Querbalken Abbrüche haben könnte die Inschrift als [Os]wald Mora[nd] zu lesen sein.
Das Steinkreuz mit den Maße: H 80cm, B 73, T 16. befindet sich an der Straße nach Hürrlingen vor dem letzten Haus.
 
Eine Sage berichtet: 1638 verheerten schwedische Reiter unter dem Befehl Bernhard von Weimar's die Region. Dabei seien drei Brüder des mittlerweile abgerissenen "Davide-Hofes" von den Schweden an dieser Stelle mit Jauche zu Tode gefoltert worden ohne ihr Geldversteck preisgegeben zu haben. Beim Abbruch des Davide-Hofes habe der letzte Besitzer den Schatz der Brüder, der aus viereckigen Klippen (Notgeld) bestand, um 1850 gefunden.
 

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