Pfarrkirche St. Jakobus

 

Die Pfarrkirche in Untermettingen ist dem Heiligen Jakobus geweiht.

Jakobus der Ältere war ein Sohn des Fischers Zebedäus und der Salome sowie der ältere Bruder des Jüngers Johannes.

Patrozinium 25. Juli.

 

 

 

Geschichte  
1275 erste urkundliche Erwähnung der Pfarrei zu Mettingen
14. Jhd. Alte Kirche (von dieser ist nur der Turm erhalten) Das Patronat lag beim Haus Fürstenberg
17. Jhd. Erhebliche Renovierungen nach dem 30-jährigen Krieg
Juni 1686 Nach längerer Vakanz wird die Pfarrei mit Pfarrer Franz Theodor Widerkehr besetzt.
1694 Einpfarrung von Endermettingen, Löhningen, Talhöfe und Rassbach
Mai 1731 Tod von Pfr. Widerkehr. Durch sein Testament legt er den Grundstein für den Neubau der Kirche.
1735 Errichtung der Kaplanei Rassbach
1737-1738 Neubau der Pfarrkirche
1738-1741 Fertigstellung der Seitenaltäre
1751 Fertigstellung des Hochaltares und der Kanzel
1879 1. Renovation der Kirche unter Pfr. Böhler
1927 2. Renovation der Kirche unter Pfr. Büche
1954-1963 Verschiedene Renovationsarbeiten (unter anderem auch die Turmaufstockung und Aussenputz)
1967 Orgelrenovation
1973 Freilegung der Fresken im alten Turm
1999-2000 Aussenrenovation und Neugestaltung des Kirchplatzes
2006-2007 Innenrenovation der Pfarrkirche (Heizung, Fußboden, Elektroanlage, Theaterbeleuchtung, hinterer Raumabschluss mit Glaswindfang, Beichtzimmer, Wendeltreppe zur Empore und Stuhllager, lose Bestuhlung, Sanierung der Turmkapelle, Sakristei, Wandanstrich, Entwurmung und Reinigung der Altäre

 

Turmkapelle in der Pfarrkirche St. Jakobus
 
Baugeschichte vom 13. Jahrhundert (romanisch) bis zur Malerei aus dem 17. Jahrhundert.
Mutmaßliche Schichten- und Bauabfolge:

- Bau des Turmchores mit dem romanischen Rundbogenfenster an der Nordseite (13. Jahrhundert?)
- Dreifaltigkeits"-Darstellung an der östlichen Bogenfläche, sowie die stehende Heiligenfigur mit Hellebarde in der Bogenleibung an der Südwand, die durch die zurückgesetzte Zusetzung überschnitten ist (15. Jahrhundert?)
- graue Fassung (eventuell mit aufgemalten Quaderstrichen)
- florale und figürliche Malerei am Gewölbe und in der ehemaligen Chorbogenleibung: Ranken in den Gewölbezwickeln, sowie Kirchenväter als stehende Figuren in den Gewölbescheiteln und Brustbildtondi in der Bogenleibung jeweils mit Schriftbezeichnungen in Antiquaschrift (16. Jahrhundert)

- Einbau der Sakramentsnische (eventuell im Zusammenhang mit der vorangehenden Malerei)
- Malerei um das Fenstergewände der Südseite: Ranken und ein Ansatz von Rollwerk (17. Jahrhundert?)
- Neubau der Kirche unter Erhaltung des Chorturms (1737/38)
- nach der Öffnung des beim Neubau der Kirche zugesetzte Bogen des Turmchors erfolgt die Freilegung auf verschiedene Malereiebenen, die anschließend durch großflächige Obermalungen und Gipskittungen zusammengezogen werden
Nicht einzuordnen sind:
- gemalte Sakramentsnischenbekrönung
- (Maßwerk-)Fenster an der Südseite in der zurückgesetzte Zusetzung des Bogens
- rote Rankenmalerei im Bogenfeld über dem ehemaligen Chorbogen
- spätgotisches Türgewände mit Kielbogen
- Erweiterung/Vertiefung der (Altar-)Nische der Ostwand