
Die Freiheit, ist das »Ja«, die Übereinstimmung des Menschen mit dem Willen Gottes. Nur im »Ja« wird der Mensch wirklich er selbst; nur in der großen Öffnung des »Ja«, in der Vereinigung seines Willens mit dem göttlichen Willen wird der Mensch unendlich offen, wird er »göttlich«, wird er frei. Das ist das Drama von Getsemani: nicht mein Wille geschehe, sondern der deine. Dadurch, daß der menschliche Wille in den göttlichen eingebracht wird, entsteht der wahre Mensch, so sind wir erlöst.“
Namensbedeutung
Der Größte (gr.-lat.)
Namensvarianten
Maxime, Maxim, Max, Maksim,
Gedenktag
13. August
Gebet
Das dreifach strahlende Licht, welches in dir (Maximos) Wohnung genommen hat, hat dich als auserwähltes Gefäß erwiesen, o Allseliger, welches das Göttliche den Enden der Welt offenbart. Schwer verständliche Begriffe hast du ausgesprochen, o Seliger. Die überwesentliche, anfanglose Dreiheit, o Maximos, hast du allen klar verkündet.
Lebensdaten
Geboren: um 580 in Konstantinopel; gestorben: 13. August 662 in Georgien
Lebensgeschichte
Der hochgebildete Aristokrat Maximus war mit 30 Jahren Sekretär des Kaisers Heraklius und damit einer der einflussreichsten Person Ostroms.
613 zog er sich aus unbekannten Gründen aus dem öffentlichen Leben zurück und wurde Mönch und später Abt des Klosters Chrysopolis am Bosporus.
Vor dem Ansturm des Islam floh er 626 über Kreta und Zypern nach Karthago, wo er eingehend die Schriften der neuplatonisch inspirierten Kirchenväter studierte und in einem berühmt gewordenen Streitgespräch die Auffassung widerlegte, Jesus Christus habe trotz der in seiner Person vereinten menschlichen und göttlichen Naturen nur einen einzigen, nämlich göttlichen Willen gehabt (Monotheletismus).
Heraklius vertrat aber diese Meinung, um die von der Kirche ausgeschlossenen Monophysiten („Ein-Naturen-Gläubige“) wieder einzubinden, und dessen Nachfolger Konstans II. verbot in einem kaiserlichen Erlass jede Diskussion über das Thema, um die Einheit des Reichs angesichts der islamischen Eroberungswelle nicht zu gefährden.
Maximus hielt sich nicht an das Verbot, sondern setzte mit Hilfe der Päpste und der einberufenen Lateransynode von 649 eine strenge Verurteilung der Irrlehren durch und die Absetzung häretischer Bischöfe. Maximus wurde deswegen 653 von einem kaiserlichen Gericht zu Kerkerhaft und Verbannung verurteilt und schließlich als Ketzer verurteilt und verbannt. Man schnitt ihm die Zunge heraus und hackte ihm die rechte Hand ab, um ihn am Reden und Schreiben zu hindern, und verbannte ihn an die Schwarzmeerküste, wo er bald darauf an seinen Verletzungen starb.
Verehrung: Der schon zu Lebzeiten hochverehrte Maximus wurde vom Dritten Konzil von Konstantinopel 680 völlig rehabilitiert. Seine Zwei-Willen-Lehre fand uneingeschränkte Anerkennung. Maximus, der 90, teils ungeheuer einflussreiche Werke hinterließ, ist der letzte Kirchenvater, den die orthodoxe und die katholische Kirche gemeinsam verehren.
(Quelle vgl. Bistum Augsburg)