
„Ein Land mit nur einer Sprache und einer Sitte ist schwach und gebrechlich. Darum ehrt die Fremden und hole sie ins Land.“
„[Bete,] dass Gott so gnädig sei, alle Laster von dir zu nehmen, so dass du von allen unbesiegbarer König genannt wirst.“
„Bete auch, dass er Untätigkeit und Trägheit von dir vertreibe und er dir alle noch fehlenden Tugenden zuteile, mit denen du die sichtbaren und unsichtbaren Feinde besiegen kannst, damit du sicher und frei von allem Ansturm der Gegner mit all deinen Untertanen deinen Lebenslauf in Frieden beenden kannst.“ (Hl. Stephan)
König
Namensdeutung
der Gekrönte (griech.)
Namensvarianten
István, Stephan, Stefan, Steffen, Steve, Steven, Stefano, Étienne, Stipe
Gedenktag
16. August
Lebensdaten
geboren um 975 in Gran/Esztergom (50 km nordöstlich von Budapest), gestorben am 15. August 1038 in Stuhlweißenburg/Székesfehérvár (65 km südwestlich von Budapest)
Lebensgeschichte
Vajk war der Sohn des Arpadengroßfürsten Géza, mit dem gemeinsam er 996 von Adalbert von Prag getauft wurde.
Während sein Vater im Grunde Heide blieb, genoss István/Stephan eine christliche Erziehung. Er heiratete die bayerische Prinzessin Gisela, eine Schwester des späteren Kaisers Heinrich II., und trat 997 die Nachfolge seines Vaters an, wobei er sich mit Unterstützung Roms und des Kaiserreichs sowie bayerischer Ritter gegen seine Konkurrenten durchsetzte und die Herrschaft über das ganze Land übernahm.
Am Weihnachtsfest des Jahres 1000 wurde Stephan mit einer Krone, die ihm von Papst Silvester II. gesandt worden war, zum ersten und Apostolischen König von Ungarn gekrönt.
Stephan förderte die Christianisierung des Landes und verknüpfte es mit kirchlichen Strukturen mit Europa.
Er gründete mithilfe deutscher, vor allem bayerischer Mönche Klöster und Kirchen, errichtete mit zwei Erz- und acht Bistümern eine funktionierende Hierarchie und führte sein Land in den Fortschritt, ohne alles eigene Brauchtum aufzugeben.
Nach dem Tod seines Sohnes Imre/Emerich 1031 berief er seinen Neffen Peter Orseolo zum Nachfolger.
Verehrung
Stephan wurde 1083 von Papst Gregor VII. heiliggesprochen. Sein rechter, unverwester Arm in der Kathedrale von Buda bildet zusammen mit der „Stephanskrone“ im Parlamentsgebäude der ungarischen Hauptstadt den Staatsschatz.
In Ungarn wurde Stephan bis 1948 am 20. August mit einem Nationalfeiertag geehrt, seitdem ist dieser Tag „Verfassungstag“
Darstellung
als älterer König mit Krone und Schwert
Patron
von Ungarn
(Quelle vgl. Bistum Augsburg)