Helena, 18. August

 
Herr Jesus Christus! Du hast die Stätte, wo dein Kreuz verborgen war, der heiligen Helena geoffenbart, um durch sie deine Kirche mit diesem kostbaren Schatz zu bereichern: verleihe uns auf ihre Fürsprache, dass wir um den Preis dieses Lebensbaumes das ewige Leben erlangen. Amen.

Kaiserin

Namen
Helena; Bedeutung: die Leuchtende (griech.); Namensvarianten:
Helene, Elena, Ellen, Elaine, Heliane, Jelena, Ilona, Ilka, Inka, Aline, Lena, Lene, Lenka, Nele

Gedenktag
18. August

Lebensdaten
Geboren: um 250 in Drepanon (Karamürsel, Türkei); gestorben: 18. August 330 in Rom. 

Zeitgenossen
• Monica (um 331–387), Mutter des Augustinus und Vorbild beharrlichen Gebets; 
• Marcella (325–410), römische Asketin und Bibelkennerin;
• Nikolaus von Myra (um 270–um 345), Bischof;
• Athanasius von Alexandrien (um 295–373), Bischof und entschiedener Verteidiger des Konzils von Nicäa (Glaubensbekenntnis der waren, Menschheit und Gottheit Jesu)
 
Lebensgeschichte
Helenas Herkunft ist unklar. Um 272 im heute serbischen Niš als Schankmagd tätig, bekam sie vom römischen Offizier Constantius einen Sohn namens Konstantin, der 306 Mitkaiser und 324 Alleinherrscher des Römischen Reiches wurde.
 
Konstantin erbaute 312 seiner Mutter einen Palast in Rom, wo sie den christlichen Glauben annahm und sich taufen ließ. Vermutlich weilte sie auch in Trier, wo Konstantin bis 316 residierte.
 
Auf Helena sollen die Überführung des Heiligen Rocks und der Matthiasreliquien nach Trier zurückgehen sowie die Kirchengründungen von St. Gereon in Köln, St. Viktor in Xanten und St. Cassius und Florentius in Bonn.
 
324 verlieh ihr Konstantin den Titel der Kaiserin (Augusta), ließ Münzen mit ihrem Bild prägen und benannte ihren Geburtsort in Helenopolis um.
 
Helenas Einfluss ist Konstantins Begünstigung des Christentums zu verdanken.
Um 326 pilgerte Helena ins Heilige Land, wo sie der Überlieferung nach das Kreuz Christi auffand und das Heilige Grab entdeckte, über das die Grabeskirche errichtet wurde.
Auch die Geburtskirche in Bethlehem sowie weitere Kirchenbauten in und um Jerusalem gehen auf diese Pilgerfahrt zurück.
Helena starb in den Armen ihres Sohnes, der ihren römischen Palast, in dem Teile des Kreuzes verwahrt wurden, in die Kirche Santa Croce in Gerusalemme verwandelte.
 
Verehrung
Helenas Gebeine wurden nach Konstantinopel gebracht und im 9. Jahrhundert in die französische Abtei Hautevilliers überführt.
Es befinden sich außerdem noch Reliquien in der Kirche Santa Maria in Aracoeli in Rom und in Paris.
Helena soll auf Zypern, einer Etappe ihrer Pilgerfahrt, Katzen eingeführt haben, um ein Kloster – heute St. Nikolaus der Katzen bei Limassol – von Schlangen zu befreien. Auch das Stavrovounikloster bei Larnaka beruft sich auf diesen Aufenthalt.
 
In Britannien hält sich die Überlieferung, nach der Helena königlicher Abstammung gewesen sei. Darauf geht auch der Name der Pazifikinsel St. Helena zurück, auf der Napoleon in der Verbannung starb.
 
Darstellung
als Kaiserin bei der Kreuzauffindung
 
Patronin
von Frankfurt, von Pesaro und Ascoli, der Bistümer Trier, Basel und Bamberg, der Bergwerke, Schatzgräber, Färber, Helferin gegen Blitz und Feuer, zum Auffinden verlorener Gegenstände und zur Aufdeckung von Diebstählen
 
(Quelle vgl. Bistum Augsburg)

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