Johannes Eudes, 19. August
Größter Missionar Frankreichs. Apostel der Verehrung der Herzen Jesu und Mariens.

Johannes Eudes (1601-1680)
„Jesus, du lebst in Maria.
Komm und lebe auch in deinem Diener / deiner Dienerin:
mit deiner Heiligkeit,
mit deiner Macht,
mit deinem Weg,
mit deinen Tugenden,
eins mit dem Geheimnis deines Lebens und deiner Liebe.
Bezwinge in uns die Macht des Bösen durch deinen Geist, zur Ehre des Vaters, Amen.“
Komm und lebe auch in deinem Diener / deiner Dienerin:
mit deiner Heiligkeit,
mit deiner Macht,
mit deinem Weg,
mit deinen Tugenden,
eins mit dem Geheimnis deines Lebens und deiner Liebe.
Bezwinge in uns die Macht des Bösen durch deinen Geist, zur Ehre des Vaters, Amen.“
„Unser Wunsch, unser Ziel, unsere wichtigste Sorge muss es sein, Jesus in uns zu bilden: sein Geist, seine Hingabe, seine Neigungen, seine Wünsche und seine Gesinnungen sollen in uns leben und herrschen. Alle unsere religiösen Übungen müssen auf dieses Ziel ausgerichtet sein.“
„Das größte Glück unseres Lebens: So werden wie Jesus.“
Der größter Missionar Frankreichs, Priester, Ordensgründer
Gedenktag
19. August
Lebensdaten
Geboren: 14. November 1601 in Ri bei Argentan in der Normandie, südlich von Caen in Nordfrankreich; gestorben: 19. August 1680 in Caen 15 km südlich der Küste des Ärmelkanals.
Lebensgeschichte
Jean war eines von sieben Kindern eines Baders. Seine Eltern, Isaac Eudes und Martha Eudes beteten lange zur Jungfrau Maria um ein Kind und weihten es ihr nach seiner Geburt, was Eudes gerne in seinen Predigten erwähnte.
Mit 14 Jahren kam er in Caen in eine von Jesuiten geleitete Schule. 1622 lernte er in Caen die von Kardinal Pierre de Bérulle gegründete Weltpriestergemeinschaft der Oratorianer kennen und trat dort ein. Am 20. Dezember 1625 wurde er zum Priester geweiht.
1627 schrieb ihm sein Vater, dass in und um Argentan die Pest wütete und viele Menschen ohne Sakramente starben. Johannes Eudes widmete sich daraufhin der Pflege und Seelsorge an den Pestkranken.
Auf Anregung von Kardinal Bérulle, seinem Oberen, hielt Eudes zahlreiche Volksmissionen und schrieb Bücher, von denen das bekannteste Das Leben und das Königreich Jesu in den christlichen Seelen ist. Seine Spiritualität ist stark durch seinen Bischof Bérulles beeinflusst. Sie wandte sich gegen ein elitäres, strenges förmliche Christein, den sogenannten Jansenismus. Jean stellte die Barmherzigkeit Gottes in den Mittelpunkt seiner Verkündigung.
1640 begründete Eudes in Caen die Ordensgemeinschaft der Damen der christlichen Liebe. Er begegnete oft Priestern, die wenig auf ihr Amt vorbereitet waren und es schlecht ausübten. Deshalb wollte er für eine bessere Ausbildung der Priester sorgen. Dies lehnten seine Vorgesetzten jedoch ab, weil es nicht zum Zweck der Gemeinschaft passte. Nach langem Gebet und Ringen verließ er die Kongregation des Oratoriums 1643 mit einigen Priestern und gründete eine neue Gemeinschaft: die Kongregation von Jesus und Maria CJM, die heute auch Eudisten genannt wird. Diese Gemeinschaft eröffnete in Caen das erste Priesterseminar in Frankreich. Der Priester muss mit dem Leben Christi verbunden sein, muss ein „leibhaftes Bild von Christus“ sein, er muss „mit seiner Heiligkeit bekleidet“ werden.
Am 8. Februar 1647 ließ Eudes in Autun das erste liturgische Fest des Herzens Mariens feiern. Die Mutter Jesu ist für Eudes „der vollendete Typ“ des christlichen Lebens: In ihrem Herzen lebt und herrscht Christus vollkommen. 1672 feierten die Eudisten das erste liturgische Fest des heiligsten Herzens Jesu, das später auf die Weltkirche ausgedehnt wurde. Es war das Resultat von Eudes ganzem Leben, Gebet und apostolischem Dienst.
Eudes gründete 1641 in Caen ein Haus der „Zuflucht“, in dem sich fromme Frauen um ehemalige Prostituierte kümmerten, die ein neues Leben beginnen wollten. Daraus entwickelte sich die Ordensgemeinschaft „Unsere Frau von der Liebe“, aus der später die Schwestern vom Guten Hirten hervorgingen. Ein bekanntes Mitglied dieses Ordens ist die seliggesprochene Maria Droste zu Vischering.
Verehrung
Jean Eudes, der als größter Missionar Frankreichs gilt, wurde nach seinem Tod am 19. August 1680 in der Seminarkirche der Eudisten von Caen bestattet.
1810 wurden seine Gebeine in die Jesuitenkirche Notre-Dame-de-la-Gloriette übertragen. Seit 1884 ruhen sie dort in der Krypta unter dem südlichen Querschiff.
Eudes, der „Urheber, Lehrer und Apostel der liturgischen Verehrung des Herzens Jesu“ wie Papst Pius X. sagte, wurde 1909 selig- und 1925 heiliggesprochen.
Darstellung
Als Priester mit Buch oder Kreuz und einem flammendem Herzen
Patron
Der Eudisten, des Bistums Baie-Comeau (Kanada)
Quelle
vgl. Bistum Augsburg