Ludwig, 25. August

Hl. Ludwig, König von Frankreich; El Greco (1585-1590)

Zitate
„Sei sorgfältig darauf bedacht, dass alle deine Untertanen im Schutz der Gerechtigkeit und des Friedens leben können, besonders kirchliche Personen und Ordensleute.
Sei unserer Mutter, der römischen Kirche, und dem Papst als deinem geistlichen Vater ergeben und gehorsam.
Bemühe dich, dass aus deinem Land alle Sünden verschwinden, besonders Gotteslästerung und Irrlehre.“
(Ludwig an seinen Sohn)

Demütig und geduldig, ein liebevoller Vater, voller Zuneigung und Mitleid mit Armen und Kranken, denen er die Füße wusch – so wurde Ludwig zu einem Idealbild eines christlichen Königs.
 
Vater, König

Namen
Louis, Ludwig;
Bedeutung: Glorreicher Kampf (Althochdeutsch)
Namensvarianten:
Chlodwig, Lou, Louie, Lovis, Ludovico, Luigi

Gedenktag
25. August

Lebensdaten
Geboren: 25. April 1219 in Poissy bei Paris;
gestorben: 25. August 1270 bei Tunis (Tunesien) 
 
Zeitgenossen
• Elisabeth von Thüringen (1207–1231) – Fürstin und radikale Dienerin der Armen;
• Hedwig von Schlesien (1174–1243) – Herzogin und Förderin der Armen und Klöster;
• Franz von Assisi (1181/82–1226) – Begründer der Franziskaner;
• Thomas von Aquin (1225–1274) – Kirchenlehrer und bedeutender Theologe.
 
Lebensgeschichte
Louis wurde im Alter von zwölf Jahren unter der Regentschaft seiner Mutter Blanche von Kastilien König von Frankreich. Zunächst hatte er große Mühe, seine Herrschaft gegen die mächtigen Landbarone und den König von England durchzusetzen.

Mitte der 1240er Jahre gelang es ihm, die Engländer zurückzudrängen und den Adel zu befrieden. Mit der Unterwerfung der Albigenser sicherte er die Wiedereingliederung Okzitaniens – der Regionen Languedoc-Roussillon und Midi-Pyrénées, also des heutigen Südfrankreichs – in das französische Reich.

Durch rechtlich-administrative Reformen, die sich am römischen Recht orientierten, und durch diplomatisches Geschick führte der „ungekrönte Kaiser des Abendlandes“ Frankreich in ein Goldenes Zeitalter politischer und wirtschaftlicher Blüte.

Ludwig IX. war mit Margarete von Provence verheiratet und hatte elf Kinder. Er lebte persönlich wie ein Mönch und band auch seinen Hof und seine Familie in seine Fasten- und Gebetsübungen ein. Seinen Kindern legte er ans Herz, in einen der von ihm geförderten Bettelorden einzutreten.
 
1239 erwarb er die Dornenkrone Christi und ließ für diese kostbare Reliquie die Sainte-Chapelle in Paris errichten.
 
1248 wurde die Kathedrale Notre-Dame von Paris eingeweiht, 1268 gründete sein Hofkaplan Robert de Sorbon das theologische Kolleg, aus dem die spätere Universität Sorbonne hervorging.

Auch in der Armen- und Krankenfürsorge engagierte sich Ludwig intensiv.
 
Der König beteiligte sich an zwei Kreuzzügen zur Befreiung Jerusalems, die jedoch beide scheiterten. Beim ersten Kreuzzug wurde er 1250 in Ägypten gefangen genommen; beim zweiten starb er 1270 nach der Eroberung von Karthago an einer verheerenden Seuche.
 
Verehrung
Ludwig wurde in der Königsabtei Saint-Denis bei Paris bestattet. Sein Schädel kam in die Sainte-Chapelle, sein Herz wird im Dom von Monreale auf Sizilien verehrt.

1297 wurde er heiliggesprochen und zum französischen Nationalheiligen erhoben, dessen Name sich in zahllosen Orten weltweit findet, etwa in St. Louis (Missouri, USA).
 
In Bayern wird er als Namenspatron der Könige Ludwig I. und Ludwig II. besonders geehrt – beide wurden am 25. August geboren.
 
Darstellung
im Königsornat, als Kreuzfahrer, mit Dornenkrone, Lanze, Schwert, Kreuzstab, Geißel, Jagdvogel oder Ring
 
Patron
von München, Saarlouis, Berlin, Paris, der Franziskaner, Pilger und Reisenden
 
Quelle
vgl. Bistum Augsburg; Wikipedia u.a.
 

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