
„Ich sterbe, aber mein Glaube lebt weiter.“
"Liebste Brüder und Schwestern: Als Jesus in der Welt war, hat er unzählige Leiden ertragen und durch seine eigene Leidenschaft und seinen Tod seine Kirche gegründet. Jetzt verstärkt er dies durch die Leiden seiner Gläubigen. Wie sehr auch immer die Mächte dieser Welt die Kirche unterdrücken und bekämpfen: Sie werden sie aber niemals niedermachen und besiegen. Seit Jesu Himmelfahrt und von der Zeit der Apostel bis zur Gegenwart hat der Herr seine Kirche wachsen lassen, sogar inmitten der Bedrängnis ... Ich sage euch, bleibt standhaft im Glauben, damit wir alle am Ende den Himmel erreichen und uns dort gemeinsam freuen. Ich umarme euch alle in Liebe." Andreas Kim Taegon
Ersten Priester Koreas, Märtyrer (25 Jahre alt)
Namen
Andreas Kim Tae-gon
Kim = Familienname
Taegon = Vorname der Charaktereigenschaften ausdrückt: mutig, barmherzig und gütig
Andreas = Taufname
Taegon = Vorname der Charaktereigenschaften ausdrückt: mutig, barmherzig und gütig
Andreas = Taufname
Gedenktag
20. September
Lebensdaten
Geboren: 21. August 1821 in Solmoe, Dangjin, heute Chungcheongnam-do, 100 km südlich von Seoul, Korea;
Gestorben: 16. September 1846 in Seoul.
Zeitgenosse
• Vinzenz Pallotti (1795–1850) – italienischer Priester; setzte stark auf die apostolische Verantwortung aller Getauften, nicht nur des Klerus.
• Peter Chanel (1803–1841) – Missionar und Märtyrer auf Futuna; steht für die zeitgleiche Ausbreitung des Christentums im pazifischen Raum, Ozeanien.
• Jean-Marie Vianney (1786–1859) – französischer Pfarrer von Ars; Symbol des priesterlichen Dienstes und der Versöhnung.
• Rosa Filipina Duchesne (1769–1852) – Französin, Missionarin in Nordamerika; gründete Schulen und wirkte besonders unter indigenen Völkern.
• Jean-Marie Vianney (1786–1859) – französischer Pfarrer von Ars; Symbol des priesterlichen Dienstes und der Versöhnung.
• Rosa Filipina Duchesne (1769–1852) – Französin, Missionarin in Nordamerika; gründete Schulen und wirkte besonders unter indigenen Völkern.
• Elisabeth Anna Seton (1774–1821) – US-Amerikanerin, Konvertitin und Gründerin der Sisters of Charity; sie starb im selben Jahr, in dem Andreas geboren wurde.
Lebensgeschichte
Andreas Kim Taegon wurde 1821 in Taegon, einem ländlichen Dorf 100 km südlich von Seoul in Korea, geboren. Seine Familie gehörte zum Adelsgeschlecht der Yangban. Er wurde mit seiner Familie christlich und empfing mit 15 Jahren die Taufe. Als er etwa 18 Jahre alt war erlitt sein Vater und Verwandte das Martyrium.
Andreas lebte in einer von konfuzianischen Werten geprägten Gesellschaft, die stark patriarchalisch war. Als er nach Macau (zu jener Zeit portugiesische Kolonie westlich von Hongkong) ging, um Priester zu werden, wurde er von der Pariser Missionsgesellschaft unterstützt, die ihn in seiner Berufung förderte. In diesen Zeit wirkten die Päpste: Leo XII. (1823–1829), Pius VIII. (1829–1830) und Gregor XVI. (1831–1846).
Nach dem „1. Opiumkrieg“ (Konflikt um Handelsprivilegien zwischen Großbritannien und China). Als er 20 Jahre alt war, versuchte er französische Missionare der Foreign Missions Society nach Korea einzuschleusen, was aber misslang. Er wurde zum Diakon geweiht. Er kam allein nach Seoul und missionierte selbst in seinem Land. Als Kapitän eines Fischerbootes kam er 1845 nach Shanghai, wo er als erster Koreaner zum römisch-katholischen Priester geweiht wurde. Im selben Jahr noch ging er zusammen mit Bischof Ferréol und dessen Mitarbeiter Daveluy heimlich in seine Heimat zurück. Nach einem Jahr selbstlosem Wirken in Seoul wurde er beim Versuch, weitere Missionare ins Land zu bringen, gefangen genommen, gefoltert und durch Enthauptung getötet.
Andreas lebte in einer von konfuzianischen Werten geprägten Gesellschaft, die stark patriarchalisch war. Als er nach Macau (zu jener Zeit portugiesische Kolonie westlich von Hongkong) ging, um Priester zu werden, wurde er von der Pariser Missionsgesellschaft unterstützt, die ihn in seiner Berufung förderte. In diesen Zeit wirkten die Päpste: Leo XII. (1823–1829), Pius VIII. (1829–1830) und Gregor XVI. (1831–1846).
Nach dem „1. Opiumkrieg“ (Konflikt um Handelsprivilegien zwischen Großbritannien und China). Als er 20 Jahre alt war, versuchte er französische Missionare der Foreign Missions Society nach Korea einzuschleusen, was aber misslang. Er wurde zum Diakon geweiht. Er kam allein nach Seoul und missionierte selbst in seinem Land. Als Kapitän eines Fischerbootes kam er 1845 nach Shanghai, wo er als erster Koreaner zum römisch-katholischen Priester geweiht wurde. Im selben Jahr noch ging er zusammen mit Bischof Ferréol und dessen Mitarbeiter Daveluy heimlich in seine Heimat zurück. Nach einem Jahr selbstlosem Wirken in Seoul wurde er beim Versuch, weitere Missionare ins Land zu bringen, gefangen genommen, gefoltert und durch Enthauptung getötet.
Sein Wirken als erster koreanischer Priester ist ein bedeutendes Zeugnis für den christlichen Glauben in einem kulturell und politisch herausfordernden Umfeld.
Andrew Kim Taegon war der erste in Korea geborene katholische Priester und gilt für die Katholiken als Schutzpatron Koreas.
Im späten 18. Jahrhundert begann der katholische Glaube in Korea Fuß zu fassen. Er wurde von Laien eingeführt da keine Priester einreisen durften.
Durch christliche Bücher ist der katholische Glaube von China nach Korea gekommen. Angesprochen von der geistlichen Literatur, reiste ein uns heute Unbekannter im Jahre 1784 nach Peking (?), um sich taufen zu lassen. Von dort heimgekehrt, wurde er zum „Stammvater“ der Kirche in Korea.
Durch christliche Bücher ist der katholische Glaube von China nach Korea gekommen. Angesprochen von der geistlichen Literatur, reiste ein uns heute Unbekannter im Jahre 1784 nach Peking (?), um sich taufen zu lassen. Von dort heimgekehrt, wurde er zum „Stammvater“ der Kirche in Korea.
Papst Johannes Paul II. würdigte 1984 die Anfänge der Kirche in Korea, als „eine in der Kirchengeschichte einmalige Gemeinde, weil sie zur Gänze von Laien gegründet wurde. Jahrelang waren die engagierten Laien darum bemüht, durch einen Bischof Priester zu bekommen, die mit ihnen Eucharistie feiern.“ Viele aber wurden getötet, und schon bald gab es im Land mehr als zehntausend Märtyrer besonders in den Jahren: 1791, 1801, 1827, 1839, 1846 und 1866.
Kims Eltern stammten aus der traditionellen herrschenden Klasse Koreas und konvertierten zum Katholizismus, der im konfuzianischen Korea streng verboten war. Andreas’ Vater starb später wegen seiner christlichen Praxis den Märtyrertod.
Während seiner Ausbildung verbrachte Andrea auch Zeit in Lolomboy, Bocaue, Bulacan auf den Philippinen. 1845 wurde er in Shanghai vom französischen Bischof Jean-Joseph-Jean-Baptiste Ferréol zum Priester geweiht und kehrte mit diesem nach Korea zurück. Damals herrschte die Joseon-Dynastie über das Land und das Christentum wurde unterdrückt. Katholiken mussten ihren Glauben im Verborgenen ausüben. Kim war einer von 10 000 Christen, die in dieser Zeit hingerichtet wurden.
1846 wurde er mit vielen Gefährten im Alter von 25 Jahren in der Nähe von Seoul am Han-Fluss gefoltert und enthauptet. Die insgesamt 103 heiliggesprochenen Blutzeugen sind Männer und Frauen, Kleriker und Laien, Reiche und Arme, gewöhnliche Leute und Adelige, Junge und Alte, Koreaner - und einige ausländische Missionare.
Verehrung
Bevor Bischof Ferréol am 3. Februar 1853 an Erschöpfung starb, war es sein letzter Wunsch, neben Kim begraben zu werden, dem jungen Seminaristen, den er zum Priester geweiht hatte. Der Tod des jungen Märtyrers Andrew hat ihn sehr getroffen. Er bemerkte: „Sie werden nie wissen, wie traurig ich war, diesen jungen einheimischen Priester zu verlieren. Ich habe ihn geliebt, wie ein Vater seinen Sohn liebt. Es ist ein Trost für mich, an sein ewiges Glück zu denken.“
1925 sprach Papst Pius XI. Andreas Kim und weitere 78 Märtyrer und Märtyrerinnen aus Korea darunter Paul Chong Hasang, selig. 1968 ergänzte Papst Paul VI. diese um 24 Gefährten.
Am 6. Mai 1984 wurden alle 103 von Papst Johannes Paul II. bei der ersten Feier einer Kanonisation die nicht in Rom stattfand, in Seoul heiliggesprochen. Der Gedenktag ist der 20. September. Im Heiligtum in Jeoldusan - an der Hinrichtungsstätte - im Stadtbezirk Mapo-gu in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul besteht eine Gedenk- und Wallfahrtsstätte. Das 1966/67 errichtete Ensemble aus Wallfahrtskirche, Museum und Begegnungsräumen ist der Erinnerung an die römisch-katholischenMärtyrer Koreas gewidmet. Die Kirche ist ein katholisches Nationalheiligtum.
Von der Gesamtzahl der koreanischen Märtyrer, die auf etwa 10 000 geschätzt wird, ist das Martyrium von 103 Gläubigen bekannt und dokumentiert, von denen der erste Andreas Kim Taegon ist. Die Gebeine von Andreas Kim Taegon ruhen in der Kapelle des Priesterseminars des Erzbistums in Seoul.
2023 wurde eine Marmorstatue des heiligen Andreas Kim Taegon in einer Außennische des Petersdoms aufgestellt.
Papst Franziskus sagte: Die getauften Laien haben [in Korea] den Glauben weitergegeben, es gab keine Priester, weil sie keine hatten: Sie kamen später, daher wurde die Erstevangelisierung von Laien vorgenommen. Wären wir zu so etwas in der Lage? … Vor etwa 200 Jahren war Korea Schauplatz einer sehr schlimmen Verfolgung: Die Christen wurden verfolgt und vernichtet. An Jesus Christus zu glauben bedeutete im damaligen Korea, bereit zu sein, Zeugnis abzulegen bis zum Tod.“ „Und der Christ ist seinem Wesen nach jemand, der Jesus verkündigt und von ihm Zeugnis gibt… Der heilige Andreas Kim und die anderen koreanischen Gläubigen haben gezeigt, dass das in Zeiten der Verfolgung gegebene Zeugnis des Evangeliums viele Früchte für den Glauben tragen kann“ (9.9.2023)
Papst Franziskus sagte: Die getauften Laien haben [in Korea] den Glauben weitergegeben, es gab keine Priester, weil sie keine hatten: Sie kamen später, daher wurde die Erstevangelisierung von Laien vorgenommen. Wären wir zu so etwas in der Lage? … Vor etwa 200 Jahren war Korea Schauplatz einer sehr schlimmen Verfolgung: Die Christen wurden verfolgt und vernichtet. An Jesus Christus zu glauben bedeutete im damaligen Korea, bereit zu sein, Zeugnis abzulegen bis zum Tod.“ „Und der Christ ist seinem Wesen nach jemand, der Jesus verkündigt und von ihm Zeugnis gibt… Der heilige Andreas Kim und die anderen koreanischen Gläubigen haben gezeigt, dass das in Zeiten der Verfolgung gegebene Zeugnis des Evangeliums viele Früchte für den Glauben tragen kann“ (9.9.2023)
Heute sind knapp 20% aller Südkoreaner Protestanten, 8% Katholiken.
2027 wird der Weltjugendtag in Seoul, Korea stattfinden.
Patron
Der koreanischen Geistlichen, des Päpstlichen Koreanischen Kollegs