Jonas, 21. September


Als meine Seele verzagte, dachte ich an Gott, und mein Gebet drang zu ihm.

Aus meiner Not rief ich zum Herrn, und er hat mich erhört. 
 
Meine Hilfe steht beim Herrn.


Prophet

Name
Jona; Bedeutung: Taube, (Vogel-) Zeichen (hebr.-griech.) Namensvarianten: Jonah, Giona, Yunus. 

Gedenktag
21. September

Lebensdaten
Geboren: um 800 v. Chr. in Gat-Hefer in Galiläa. 
 
Lebenserzählung und Bedeutung: Jonas, der Sohn des Amittai, ist historisch greifbar als derjenige Prophet, der die Wiederherstellung der Nordgrenze Israels durch König Jerobeam II. vorhersagte (2 Kön 14,25). Das alttestamentliche Buch Jona schildert seine Sendung nach Ninive, um der gottlos verkommenen Stadt das Strafgericht Gottes anzudrohen. Jonas allerdings flieht vor dieses Auftrag und zieht in die genau entgegengesetzte Richtung und schifft sich nach Tarschisch ein. Als das Schiff in Seenot gerät, bekennt sich Jonas als dafür verantwortlich, wird ins Meer geworfen aber von einem Fisch verschluckt der ihn nach drei Tagen wieder an Land speit. Er geht nun nach Ninive und erreicht mit seiner Predigt tatsächlich die Umkehr der Niniviten und – zu seinem Ärger – die Verschonung der Stadt.
Über dem Wuchs einer Rizinusstaude, die ihm Schatten spendete, und als deren Verdorren bei Jonas weiteren Hader hervorruft, belehrt ihn Gott: „Du hast Mitleid mit einem Rizinusstrauch, für den du nicht gearbeitet und den du nicht großgezogen hast. Über Nacht war er da, über Nacht ist er eingegangen. Soll ich da nicht Mitleid haben mit Ninive, der großen Stadt, in der mehr als hundertzwanzigtausend Menschen leben, die zwischen rechts und links nicht unterscheiden können – und außerdem so viel Vieh?“ (Jona 4,10–11).
 
Besondere Bedeutung hat die Symbolik der drei Tage, die Jonas im Bauch des Fisches verbrachte auf Christus hin. Jesus beruft sich bei der Ankündigung, er, der Menschensohn werde drei Tage und drei Nächte im Schoß der Erde sein, ausdrücklich auf die Jonaserzählung, und weigert sich, den Juden ein anderes Zeichen als das des Jona zu geben (Mt 12,40; Lk 11,29). 
 
Verehrung
Die Abbildung des Jonas mit dem Fisch findet sich auf zahlreichen antiken Sarkophagen und Taufsteinen.
 
Wenn sich an Bord eines Schiffes allerhand Missgeschicke häufen, wird gerne ein „Jonas“ dafür verantwortlich gemacht.
 
Darstellung
Mit einem (Wal-) Fisch der Jonas ausspeit. 
 
Quellen
Bistum Augsburg, Wikipedia, heiligenlexikon.de und andere