Daniel Comboni, 10. Oktober


»Afrika durch Afrika retten«
 
Daniel ist entschlossen, den Kampf gegen die unheilvolle Sklaverei fortzusetzen und durch afrikanisches Personal die Missionstätigkeit auf eine feste Basis zu stellen. 

Mit einem Mut, der für seine Zeit prophetisch ist, setzt er sich für die Teilnahme der Frauen als Missionsschwester an der Evangelisierung Zentralafrikas ein. Deshalb gründet er 1872 die Gemeinschaft der Comboni-Missionsschwestern, die sich ausschließlich in den Dienst der Mission stellen. 

Daniele Comboni ist der erste katholische Bischof von Zentralafrika und einer der bedeutendsten Missionare der Kirchengeschichte im 19. Jahrhundert.  

Gedenktag
10. Oktober

Lebensdaten
Geboren: 1831 in Limone sul Garda am Nordufer des Gardasees, Norditalien;
Gestorben: 10. Oktober 1881 in Khartum, Sudan. 

Zeitgenossen
• Franziska Xaviera Cabrini (1850–1917), Missionarin unter Auswanderern in Amerika;
• Josephine Bakhita (um 1869–1947), aus der Sklaverei befreite Ordensfrau und Zeugin der Würde des Menschen.
• Johannes Bosco (1815–1888), Jugendapostel und Erzieher;
• Arnold Janssen (1837–1909), Gründer einer internationalen Missionsgemeinschaft.
 
Lebensgeschichte
Daniele war das einzige überlebende von acht Kindern einer frommen Zitronenarbeiterfamilie und erhielt in der Schule des Priesters Nicola Mazza den Anstoß zur Afrikamission, der er sich 18-jährig mit einem Gelübde verpflichtete.
1854 zum Priester geweiht, kaufte er zunächst im Kampf gegen die Sklaverei in Ostafrika Kinder frei und brachte sie zur Erziehung nach Verona.
 
1864 entwarf er einen Plan zur Evangelisierung Zentralafrikas, der unter anderem die Verkündigung des Evangeliums durch Afrikaner und die Befreiung aus der Sklaverei festhielt. 
 
1867 fand er Gelegenheit, Papst Pius IX. sein Programm vorzustellen, gründete in Verona eine Missionsgemeinschaft, aus der die „Söhne des Heiligsten Herzen Jesu“ hervorgingen, und eröffnete seine erste Niederlassung in Kairo. 
Er bereiste halb Europa, um Förderung seiner Missionsvorhaben zu erhalten.
 
Als Berater des Bischofs von Verona nahm er am Ersten Vatikanischen Konzil teil und gewann dort das Wohlwollen der Konzilsväter und des Papstes für seine Projekte. 
 
1872 gründete er die Schwesterngemeinschaft der „Frommen Mütter für Afrika“, später „Comboni Missionsschwestern“ genannt. Ein Jahr später reiste er nach Khartum und wurde dort Bischof und Apostolischer Vikar für Zentralafrika. Unter schwierigsten Bedingungen bereiste er die von ihm ins Leben gerufenen Missionsstationen und traf sich mit den örtlichen Stammesführern, um über die Abschaffung der Sklaverei zu verhandeln.
1877 und 1878 verlor der heutige Sudan infolge von Naturkatastrophen und Hungersnot die Hälfte seiner Bevölkerung, darunter auch viele Mitarbeiter Combonis. Dazu kamen immer wieder Rückschritte und Schwierigkeiten, die man Comboni von Europa aus bereitete, wo seine Evangelisierungspläne auf Unverständnis stießen. Anfang Oktober 1881 wurde er von einem starkem Fieber befallen, dem er am 10. Oktober in Khartum erlag.
 
Verehrung
Daniele Comboni wurde 1996 selig- und 2003 heiliggesprochen.
Sein Geburtshaus in Limone am Gardasee kann bis heute besichtigt werden. 
Die Ordensgemeinschaften der „Söhne des Heiligsten Herzens Jesu“ und der „Comboni Missionsschwestern“ haben über 4000 Mitglieder auf der ganzen Welt.
 
Quellen
www2.Bistum-Augsburg.de, Wikipedia, heiligenlexikon.de und andere. 
 
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