
Kind, Jugendlicher (15) - Influencer - „Cyber-Apostel“
„Immer mit Jesus vereint sein: das ist mein Lebensprojekt.“
„Nicht ich , sondern Gott [non io mai Dio]“
“Die Eucharistie ist meine Autobahn in den Himmel.“
Name
Carlo Acutis
Carlo Acutis ist der erste heilige Millennial - also jemand der ab den frühen 1980er Jahren geborenen wurde. Er starb am 12. Oktober 2006 im Alter von nur 15 Jahren an einer sehr aggressiven Form von Leukämie.
Schon als Kind führte Carlo ein erstaunlich selbstbewusstes frommes Leben mit täglichen Messbesuch, Rosenkranzgebet und ehrenamtlichem Engagement der Nächstenliebe. Sein Interesse und seine Begabung für das Internet und die Gestaltung von Internetseiten führten dazu, ihn „Cyber-Apostel“, „Internet-Patron“ oder „Influencer Gottes“ zu nennen.
2020 wurde Carlo Acutis in Assisi - wo er begraben ist - seliggesprochen. Am 9. September 2025 wurde er durch Leo XIV heiliggesprochen.
Videos
- Carlo Acutis – ein moderner Heiliger für die Jugend von heute (23‘) Film von VATICANO (2025) Ein Jugendlicher Heiliger und Vorbild im digitalen Zeitalter. Seine Mutter und Weggefährten erzählen, wie sein Glaube die Welt bewegt.
Lebensgeschichte
Carlos Eltern praktizierte den Glauben nicht, wohl aber sein Kindermädchen aus Polen. Seit seiner Kindheit begann Carlo, sich für die Dinge Gottes zu interessieren, was seine Eltern veranlasste, nach und nach zum Glauben zurückzukehren.
Carlos Eltern praktizierte den Glauben nicht, wohl aber sein Kindermädchen aus Polen. Seit seiner Kindheit begann Carlo, sich für die Dinge Gottes zu interessieren, was seine Eltern veranlasste, nach und nach zum Glauben zurückzukehren.
Carlos Mutter erzählt: „Ich war nicht besonders fromm, aber Carlo wollte schon als Kind immer in die Kirche gehen. Er wollte immer hineingehen und Jesus besuchen, ihn grüßen.“
Als Carlo vier Jahre alt war, starb sein Großvater mütterlicherseits. Carlo erzählte später, dass er ihm kurz nach seinem Tod im Traum erschienen sei und zu ihm gesagt habe, er solle für ihn beten, da er im Fegefeuer sei.
Von diesem Augenblick an wollte Carlo täglich in die heilige Messe gehen. Hatten seine Eltern oder seine Großmutter einmal keine Zeit, mit ihm in die Messe zu gehen, so reagierte der kleine Carlo wie andere Kinder, wenn ihnen etwas verweigert wird: er wurde bockig.
Schon im Alter von sieben Jahren (1998) bat Carlo darum, die Erstkommunion empfangen zu dürfen, was ihm gemäß dem Kirchenrecht gewährt wurde. Er sagte: „Ich glaube, dass viele Leute den Wert der heiligen Messe nicht wirklich bis ins Letzte verstehen. Denn wenn sie den großen Reichtum erkennen würden den der Herr uns geschenkt hat, indem er sich uns als Speise und Trank hingeschenkt hat in der heiligen Hostie, würden sie jeden Tag in die Kirche gehen um an den Früchten des Opfers, das dort gefeiert wird, teilzuhaben und auf viele überflüssige Dinge verzichten!“
Carlo liebte Drachensteigen, in der Natur spielen und Tiere. Außerdem genoss er das Fußballspielen mit Freunden und spielt gerne PlayStation. Seine Mutter erzählt: „Sie müssen Carlo nicht als jemanden ansehen, der perfekt ist. Er war ein sehr geerdetes Kind. Er war ein Kind seiner Zeit. Er spielte mit seiner PlayStation und so weiter. Er verstand aber auch, dass diese Dinge, wie der Computer oder die PlayStation, eine Art ‚Tyrannei’ auf die Seele ausüben können. Sie können dich süchtig, zu Sklave dieser Dinge machen mit denen man viel Zeit verschwenden kann. Carlo aber hatte immer das Gefühl, dass er keine Zeit verschwenden durfte. Deshalb hat er sich selbst auferlegt, höchstens eine Stunde pro Woche auf seiner PlayStation zu spielen. Das gibt Ihnen eine kleinen Einblick, wie Carlo war“.
Ab 1997 besuchte Carlo Acutis die Grundschule am Tommaseo-Institut der Marcellus-Schwestern in Mailand. Bereits im Alter von sieben Jahren erhielt er seinen ersten Computer geschenkt. Im Alter von 12 Jahren, am 24. Mai 2003 empfing er das Sakrament der Firmung in der Pfarrei Santa Maria Segreta. Im September 2005 wechselte er auf das Jesuitengymnasium Istituto Leone XIII in Mailand.
Er hatte eine Leidenschaft für Computer und verfügte für sein Alter über sehr fortschrittliche Kenntnisse.
Aber seine große Liebe war JESUS, gegenwärtig in der EUCHARISTIE.
Carlo besuchte jeden Tag die Messe und hielt vor oder nach jeder Messe eucharistische Anbetung vor dem Tabernakel. „Die Eucharistie ist meine Autobahn in den Himmel“ sagte er, und: „Wir haben mehr Glück als die Jünger, die vor 2000 Jahren mit Jesus lebten: Um Jesus zu begegnen, müssen wir nur in die Kirche eintreten. Jerusalem liegt neben unserem Zuhause“.
Carlo beichtete oft und sagte: „Der Heißluftballon muss Gewicht abwerfen, um in die Höhe zu steigen,
und so muss die Seele, die zu Gott aufsteigen will, auch jene kleinen Gewichte der Sünden loswerden“. Er betete auch täglich den Rosenkranz und sagte: „Maria ist die einzige Frau meines Lebens“.
und so muss die Seele, die zu Gott aufsteigen will, auch jene kleinen Gewichte der Sünden loswerden“. Er betete auch täglich den Rosenkranz und sagte: „Maria ist die einzige Frau meines Lebens“.
In der Schule verbarg Carlo nie seinen Glauben und lud seine Freunde ein, gemeinsam zur Heiligen Messe zu gehen und zu Gott zurückzukehren. In einem Notizbuch schrieb er: „Traurigkeit ist, auf sich selbst zu schauen, Glück ist, auf Gott zu schauen“ und: „Bekehrung ist nichts anderes, als den Blick von unten nach oben zu wenden: eine einfache Bewegung der Augen genügt“.
Obwohl er einer wohlhabenden Familie angehörte, lebte er sehr einfach. Mit seinen ersten Ersparnissen kaufte er einen Schlafsack für einen Bettler, den er auf dem Weg zur Messe sah. Abends brachte er denen, die auf der Straße lebten, Essen, manchmal auch einen Teil seines eigenen Abendessens.
Mit 11 Jahren erstellte er unter anderem eine Webseite über insgesamt 146 Eucharistischen Wundern aus aller Welt, um Menschen zum Glauben an die reale Gegenwart Jesu in der Eucharistie zu führen. Diese Webseite, die er nach drei Jahren intensiver Recherche fertigstellte, ist weltweit bekannt und wird seitdem auch als Ausstellung in vielen Pfarreien gezeigt. www.miracolieucaristici.org
„Wir werden als Original geboren,“ sagte er, „aber viele sterben als Kopie“. Er ermutigte jeden, die persönlichen Gaben, die Gott jedem gegeben hat, zu entfalten. Er half auch als Katechet in seiner Pfarrei aus. „Wer die Kirche kritisiert, kritisiert sich selbst“, pflegte er zu sagen.
Anfang Oktober 2006 erkrankte Carlo plötzlich an einer sehr aggressiven unheilbaren Form von Leukämie Er opferte die Krankheit für den Papst und für die Kirche auf und starb nach wenigen Tagen im Alter von 15 Jahren am 12. Oktober 2006 in Monza, Norditalien. Er sagte zu seinen Eltern: „Ich bringe dem Herrn die Leiden dar, die ich für den Papst und die Kirche ertrage, damit ich nicht ins Fegefeuer komme sondern direkt in den Himmel“.
Seine Mutter erzählt: „Wenn ich den Tod meines Sohnes nur auf irdische Weise betrachtet hätte, hätte niemand mich trösten können. Carlo hat mich gelehrt, ihn mit den Augen des Glaubens zu betrachten. Er ist gestorben, ohne die großen Versuchungen des Lebens zu erfahren oder Hindernisse allein bewältigen zu müssen. Er wurde geliebt und hat aufrichtig geliebt. Das war die Art und Weise, wie er den Willen Gottes annahm, mit einem Lächeln, ohne Klagen. ‚Nicht ich, sondern Gott‘ sagte er. Er war wirklich ganz auf Gott ausgerichtet und ich glaube, das war sein Geheimnis.“
Zwei Tage vor seinem Tod hatte er darum gebeten, die Krankensalbung und die Eucharistie zu empfangen. Carlo hatte seinen Tod aber schon einige Monate zuvor vorausgesagt:
„Ich bin dazu bestimmt, zu sterben.“
Am 11. Oktober 2006 fiel Carlo nach einer Blutwäsche ins Koma und wurde für klinisch tot erklärt. Am 12. Oktober 2006 starb er durch Herzversagen.
Am Tag seiner Beerdigung waren die Kirche und der Friedhof überfüllt mit Menschen. Viele der Teilnehmer waren Obdachlose, denen Carlo geholfen hatte, ohne dass seine Familie davon wusste. Sein Lieblingsort auf der Welt war Assisi, und er hatte den Wunsch geäußert, dort begraben zu werden, so dass seine Familie seiner Bitte nachkam.
Carlos Geschwister die Zwillinge Francesca und Michele kamen nach seinem Tod 2010 zur Welt. Die Mutter erzählt, wie sie auf die Fürsprache von Carlos weitere Kinder bekommen habe. Sie hatte ihren Mann kennengelernt, als sie in England studierte. Mit 24 Jahren heiratete sie und sie bekam Carlos im ersten Jahr ihrer Ehe. Im Alter von 44 Jahren wurde sie noch einmal mit den Zwillingen Francesca und Michele schwanger.
Verehrung
Carlos Ruf der Heiligkeit begann sich rasch in der ganzen Welt auszubreiten, und schon am 12. Oktober 2012 wurde sein Selig- und Heiligsprechungsprozess eröffnet. Papst Franziskus erklärte ihn am 5. Juli 2018 zum Ehrwürdigen Diener Gottes und nannte ihn in seinem Apostolischen Schreiben Christus Vivit als Vorbild für junge Menschen. Am 6. April 2019 wurden seine sterblichen Überreste nach Assisi überführt, an den Ort, wo der heilige Franz von Assisi alles hinterlassen hat, um dem Herrn zu folgen. Sein Körper ruht in einem Grabmal im rechten Kirchenschiff der Kirche Maria Maggiore in der Altstadt von Assisi, wo Hunderte von Gläubigen ihn täglich besuchen.
Am 21. Februar 2020 bestätigte Papst Franziskus ein Wunder, das der Fürbitte Carlos zugeschrieben wurde.
Es handelt sich um die Heilung eines Kindes, das in Brasilien an einer angeborenen Anomalie litt. Am 10. Oktober 2020 wurde er von Papst Franziskus in Assisi seliggesprochen und am 9. September 2025 heiliggesprochen von Leo XIV.
Es handelt sich um die Heilung eines Kindes, das in Brasilien an einer angeborenen Anomalie litt. Am 10. Oktober 2020 wurde er von Papst Franziskus in Assisi seliggesprochen und am 9. September 2025 heiliggesprochen von Leo XIV.
Quellen
carloacutis.de, Wikipedia und andere.