
Hl. Gallus, Kapelle des Bischofs von St. Gallen im Stiftsbezirk
„Fern von Westen kommst Du, dem Aufgang der Sonne entgegen, wie ein Apostel, wie ein Gesandter des Herrn. Noch war ja das Volk vom Dunkel umfangen, gefangen in den finstern Krallen der Angst. Doch mit dir schien sie auf, die strahlende Sonne des Glaubens, der Tag, der die Sorge vertreibt. Im Dickicht des Waldes, in dem Schlangen und Bären einst hausten, wo Hass und Gewalt ihre Macht ausübten, da wohnen heute die Gläubigen, dankbar, im Lob vereint." (Ratpert vor 900)
Pilger wie Christus - Pilgerschaft für Christus - Einsiedler - Glaubensbote
Name
Gallus; Bedeutung der Kelte, der Gallier (lat.); Namensvarianten: Gall, Gallo, Galo, Gallen, Gaweł, Havel
Gedenktag
16. Oktober
Lebensdaten
Geboren: um 550 in Nordirland, Gestorben: 16. Oktober gegen 650 in Arbon 15 km nördlich von St. Gallen am Bodensee, Schweiz.
Zeitgenossen
• Burgundofara (um 595–657) – Äbtissin und Förderin des monastischen Lebens;
• Hilda von Whitby (614–680) – bedeutende angelsächsische Äbtissin.
• Burgundofara (um 595–657) – Äbtissin und Förderin des monastischen Lebens;
• Hilda von Whitby (614–680) – bedeutende angelsächsische Äbtissin.
• Kolumban (um 540–615) – irischer Wandermönch, Gefährte und Missionar;
• Isidor von Sevilla (um 560–636) – Bischof und Gelehrter.
• Isidor von Sevilla (um 560–636) – Bischof und Gelehrter.
Lebensgeschichte
Einer irischen Überlieferung nach war Gallus (oder Gallech) ein irischer Königssohn und mit der heiligen Brigida verwandt. Er wurde im Kloster Bangor ausgebildet und vom heiligen Kolumban dort zum Priester geweiht.
Gallus’ Name und seine Beherrschung des Alemannischen können aber auch auf eine Beheimatung in den Vogesen (Frankreich, Elsaß) hinweisen.
Um 590 begleitete Gallus Kolumban als einer von dessen zwölf Gefährten zur Mission auf dem europäischen Festland, wo sie in Burgund das Kloster Luxeuil gründeten, 60km nordwestlich von Belfort.
Etwa 20 Jahre später wandten sich Kolumban und Gallus der Mission Untermettingen der Alemannen zu, scheiterten jedoch wegen ihrer Angewohnheit die Götzenbilder (Amulette) der Alemannen zu verbrennen und die Asche ins Wasser zu werfen.
Um das Jahr 612 lässt Kolumban den fieberkranken Gallus in Bregenz zurück und verbietet ihm die Mission und die Messfeier aufgrund eines Dissenses mit ihm oder aufgrund seiner Krankheit.
Um 590 begleitete Gallus Kolumban als einer von dessen zwölf Gefährten zur Mission auf dem europäischen Festland, wo sie in Burgund das Kloster Luxeuil gründeten, 60km nordwestlich von Belfort.
Etwa 20 Jahre später wandten sich Kolumban und Gallus der Mission Untermettingen der Alemannen zu, scheiterten jedoch wegen ihrer Angewohnheit die Götzenbilder (Amulette) der Alemannen zu verbrennen und die Asche ins Wasser zu werfen.
Um das Jahr 612 lässt Kolumban den fieberkranken Gallus in Bregenz zurück und verbietet ihm die Mission und die Messfeier aufgrund eines Dissenses mit ihm oder aufgrund seiner Krankheit.
Gallus wurde von einem Priester namens Willimar in Arbon gesundgepflegt, dessen Diakon Hiltibod ihm einen geeigneten Platz für eine Siedlung im Waldgebiet von Arbon wies; dort, am Wasserfall der Steinach, errichtet Gallus seine Zelle, wo er durch das Beispiel seiner schlichten, naturverbundenen und frommen Lebensführung zu einem großen Glaubensboten wird.
Um das Jahr 615, nach Kolumbans Tod, erhielt Gallus dessen Abtsstab und feierte für ihn die Totenmesse.
Als Gallus zum Bischof von Konstanz berufen werden soll lehnt Erich ab ebenso die angetragene Abtswürde von Luxeuil. Gallus stirbt im Alter von 95 Jahren.
Als Gallus zum Bischof von Konstanz berufen werden soll lehnt Erich ab ebenso die angetragene Abtswürde von Luxeuil. Gallus stirbt im Alter von 95 Jahren.
Legende
Auf dem Weg zur Quelle der Steinach habe ein Otter Gallus beim Fischen geholfen und dafür die Hälfte des Fangs erhalten.
Einem Bären, der sein Abendessen gefressen hatte, befahl Gallus zur Hilfe am Bau seiner Zelle, und danach verließ ihn das wilde Tier nicht mehr, sondern lebte vom geteilten Brot.
Verehrung
Über Gallus’ Zelle entstand eine Eremitensiedlung und ab 719 das nach ihm benannte Benediktinerkloster, das dank der von den Wikingern aus Irland vertriebenen Gelehrten und Künstlern ein geistig-kulturelles Zentrum ganz Europas wurde.
Gallus’ Grab wurde zum Wallfahrtsort, seine Kopfreliquie soll jedoch in der Prager Galluskirche Sv. Havla ruhen.
Darstellung
als Mönch mit dem Abtsstab Kolumbans, als Pilger mit Bär
Patron
der Stadt, des Kantons und des Bistums St. Gallen
Quellen
www2.Bistum-Augsburg.de, Wikipedia, heiligenlexikon.de und andere.