
Hl. Ignatius von Antiochia, Neapolitan School of Painting, possibly Cesare Fracanzano (1605-1651)
„Ich bin Gottes Weizen, und durch die Zähne der wilden Tiere werde ich gemahlen, um als reines Brot Christi erfunden zu werden.“
„Wo Jesus Christus ist, da ist die katholische Kirche.“ Ignatius verwendet zum ersten Mal den Ausdruck katholische Kirche und meint damit die universale Gemeinschaft der Gläubigen, die um Christus und den Bischof geeint uns zu allen Menschen gesandt sind. Diese Aussage gilt als Grundstein der Lehre über die Kirche.
Bischof - Märtyrer - Apostolischer Vater - Theophoros („Gottesträger“)
Name
Ignatius; Bedeutung: der Feurige (lat.); Namensvarianten: Ignaz, Nazju, Ignatio, Inigo, Ignace
Gedenktag
17. Oktober
Lebensdaten
Geboren: um 35 in Syrien,
Gestorben: 107 in Rom
Gestorben: 107 in Rom
Zeitgenossen
• Maria Magdalena (1. Jahrhundert) – Jüngerin Jesu und Zeugin der Auferstehung; genaue Lebensdaten sind unbekannt.
• Priscilla (1. Jahrhundert) – frühe Christin und Mitarbeiterin des Paulus; zusammen mit Aquila an der Unterweisung anderer Christen beteiligt.
• Polykarp von Smyrna (um 69-155/156) – Bischof und Märtyrer; wichtiger Zeuge der apostolischen Überlieferung und Freund des Ignatius.
• Clemens von Rom (um 35–99) – früher Bischof von Rom; sein Brief an die Gemeinde von Korinth ist ein bedeutendes Zeugnis kirchlicher Ordnung und Einheit.
• Priscilla (1. Jahrhundert) – frühe Christin und Mitarbeiterin des Paulus; zusammen mit Aquila an der Unterweisung anderer Christen beteiligt.
• Polykarp von Smyrna (um 69-155/156) – Bischof und Märtyrer; wichtiger Zeuge der apostolischen Überlieferung und Freund des Ignatius.
• Clemens von Rom (um 35–99) – früher Bischof von Rom; sein Brief an die Gemeinde von Korinth ist ein bedeutendes Zeugnis kirchlicher Ordnung und Einheit.
Die Geschichte des Heiligen Ignatius von Antiochien, des von Löwen verschlungene Heiligen. Animierter Videoclip (2‘)
Lebensgeschichte
Einer Legende des 4. Jahrhunderts nach war Ignatius das Kind, das Jesus in die Mitte seiner Jünger stellte und als Vorbild empfahl, um in das Himmelreich zu gelangen (Mt 18,2).
Beständiger kirchlicher Überlieferung nach war er ein Schüler des Apostels Johannes, der (oder Petrus) ihn im Jahr 69 mit dem Bischofsamt in Antiochia am Orontes (heute Antakya, Türkei) als dritten Bischof betraute, in der viertgrößten Stadt des Römischen Reichs, wo zum ersten Mal auch die Bezeichnung „Christen“ aufkam (vgl. Apg 11,26).
Ignatius wurde während einer Christenverfolgung als Gefangener nach Rom geschickt wo er wegen seines standhaften Zeugnisses für Christus zum Tode verurteilt wurde indem er im Amphitheater (Kolosseum) Löwen vorgeworfen wurde.
Seine Bedeutung hat Ignatius als »Lehrer der Einheit« aufgrund von sieben Briefe, die er auf seiner Reise durch Kleinasien nach Rom schrieb. In ihnen kommt zum ersten Mal die Bezeichnung „katholische Kirche“ vor, was nicht eine Konfession bedeutet sondern die universelle missionarische Dimension der Kirche. Ignatius verband mit der Mahnung, sich vor Irrlehren zu hüten und nicht von der Überlieferung der Apostel und der Einheit mit den Bischöfen, vor allem mit dem Bischof von Rom, abzurücken.
Bei Ignatius findet sich das Bekenntnis zu Gott im Geheimnis der Dreifaltigkeit von Vater, Sohn und Geist. Er hielt gegen Irrlehrer die wahre Menschheit Jesu Christi fest, ohne Abstriche von dessen wahrer Göttlichkeit zu machen und hinterließ eine sehr präzise Lehre über die Heilige Messe, für deren gültigen Feier er inter anderem einschärft, dass sie nur unter Vorsitz des Bischofs oder eines Delegierten (Priester) von ihm gefeiert werden kann.
„Wo Jesus Christus ist, dort ist die katholische Kirche“ (Brief an die Smyrnäer 8,2). Die Ausdrücke „katholische Kirche“ und „Christentum“ sind, wie es scheint, von ihm geschaffene Begriffe. Vor seinem Martyrium schreibt er: „Die Freuden der Erde und ihre Königreiche helfen mir nichts. Für mich ist es besser, in Jesus Christus zu sterben, als König über die ganze Erde zu werden. Ihn suche ich, der für uns gestorben ist, nach ihm verlange ich, der für uns auferstanden ist. Ich stehe vor der Geburt. Hindert mich nicht, zum Leben zu gelangen! Ich möchte Gott gehören, gönnt mich nicht der Welt und täuscht mich nicht mit dem Irdischen! Lasst mich das reine Licht empfangen! Wenn ich dorthin gelange, dann erst bin ich Mensch.“ Ignatius an die Christen in Rom.
Verehrung
Ignatius, der im ersten Eucharistischen Hochgebet gleich nach den Aposteln genannt wird, verehren die orientalischen Kirchen als „Vater der Orthodoxie“ (Rechtgläubigkeit), die koptische Kirche als „Nachfolger Petri“, die lateinische Kirche als Apostolischen Vater. Die syrisch-orthodoxen Patriarchen von Antiochien tragen ihm zu Ehren alle den Namen Ignatius.
Als man der Legende nach seinen von den wilden Tieren zerrissen Körper barg war sein Brustkorb geöffnet und auf seinem Herzen waren die Buchstaben „IHS“ eingeritzt, die Abkürzung für den Namen Jesus.
Eneko von Loyola nahm aus Verehrung den Namen dieses Märtyrerbischofs an und ist seitdem als Ignatius von Loyola bekannt.
Eneko von Loyola nahm aus Verehrung den Namen dieses Märtyrerbischofs an und ist seitdem als Ignatius von Loyola bekannt.
Darstellung
Als betagter Bischof bei seinem Martyrium oder mit IHS-Monogramm
Quellen
www2.Bistum-Augsburg.de, Wikipedia, heiligenlexikon.de und andere.