
Evangelist Lukas, El Greco (1612)
Es könnte Paulus gewesen sein, der den Arzt Lukas veranlasste, ein Evangelium, ein Bericht über Jesus zu schreiben. Lukas selbst schreibt über den näheren Beweggrund: „Schon viele haben es unternommen, einen Bericht zu schreiben über die Begebenheiten, die sich unter uns zugetragen haben, genau nach der Überlieferung der ersten Augenzeugen und Diener des Wortes. So habe ich mich entschlossen, allen Ereignissen von ihren ersten Anfängen an sorgfältig nachzugehen und sie für dich, edler Theophilus, der Reihenfolge nach niederzuschreiben, damit du dich überzeugen kannst von der Zuverlässigkeit des Unterrichts, den du empfangen.“
„Theophilus“ heißt übersetzt „Gottlieb“. Es ist ein sonst nicht bekannter Taufbewerber. Sein Name steht symbolisch für jeden Leser, der sich angesprochen fühlt.
Evangelist
Name
Lukas; Bedeutung: der Lukaner (lat.), der Helle (griech.); Namensvarianten:
Lukas, Luca, Luc, Luke, Lukian
Gedenktag
18. Oktober
Lebensdaten
Geboren: in Antiochien (Antakya, Türkei);
Gestorben: um das 80-84 in Theben (Böotien, Griechenland)
Gestorben: um das 80-84 in Theben (Böotien, Griechenland)
Lebensgeschichte
Lukas war ein Arzt aus Antiochien (Antakya), der den Apostel Paulus nach Jerusalem und Rom begleitete. Er war kein Jude.
Er verfasste sein Evangelium sowie die Apostelgeschichte für einen römischen Würdenträger namens Theophilus, was einerseits seine Zuverlässigkeit und Akribie, andererseits die Vorsicht erklärt, mit der er die Taten der Apostel im Römischen Reich schilderte.
Dieses sogenannte Lukanische Doppelwerk entstand in Achaia oder Böotien, wo Lukas der Überlieferung nach als Märtyrer gestorben ist.
Aus dem Lukasevangelium stammen die drei Lobgesänge des täglichen kirchlichen Gebetes – das Magnificat (Vesper-Abendgebet), das Benedictus (Laudes -Morgengebet) und das Nunc dimittis (Komplet-Nachtgebet) –, das Ave Maria und das Gloria sowie die sprichwörtlich gewordenen Gleichnisse vom Verlorenen Sohn und vom Barmherzigen Samariter. Besonders deutlich wird bei Lukas die Hinwendung Jesu zu Frauen, Zöllnern und Sündern.
Vermutlich wegen der detailreichen Schilderungen von Maria in seinem Evangelium kam die Legende auf, dass er zum Maler der Jungfrau Maria wurde. Diese Tradition, die im Zusammenhang mit berühmten Madonnenbildern wie der Maria Advocata in Rom oder der Schwarzen Gottesmutter von Tschenstochau steht, machte den Evangelisten zum Schutzpatron der Maler.
Verehrung/Brauchtum
Seit dem 2. Jahrhundert wird Lukas mit dem Symbol des Stiers aus der Ezechielvision (Ez 1,4–10) und der Offenbarung des Johannes (Offb 4,6–8) in Verbindung gebracht. Die anderen drei visionären Gestalten sind: Mensch ( Engel), Löwe und Adler die symbolisch für Matthäus, Markus und Johannes stehen.
Kaiser Konstantius II. ließ die Gebeine von Lukas nach Konstantinopel in die Apostelkirche überführen. Auch im Prager Veitsdom, in der Basilika Santa Giustina in Padua und im Panteleimon-Kloster auf dem Athos werden Reliquien verehrt.
Sogenannte „Lukaszettel“ mit Evangeliensprüchen wurden ins Viehfutter gemischt oder Schwerkranken und Frauen bei schweren Geburten zugesteckt.
In der Kirche Santa Maria Maggiore in Rom befindet sich auf der linken Seite des Langhauses, gegenüber der Krippenkapelle das Bild „Salus populi Romani“, das der Tradition nach Lukas als Maler zugeschrieben wird: Maria trägt Jesus, den göttlichen König, auf ihrem Arm. Das Kind erscheint nicht kindlich, sondern als segnender Herrscher mit ausgestreckter rechter Hand, das Buch des Lebens in der linken Hand. Maria ist sitzend dargestellt als Thron. Jesus sitzt auf ihrem linken Unterarm, seine Füße sind schreitend dargestellt besonders der rechte Fuß. Die Hände Mariens sind überkreuzt über der linken Hüfte Jesu, die rechte Hand deutet mit den Fingern den Segensgestus an. Diese Darstellung Jesu mit seiner Mutter wird auch als wegweisender Typus bezeichnet.
Darstellung
schreibend mit Stier, oder die Maria malend.
Patron
von Bologna, Padua, Reutlingen, der Ärzte, Maler, Bildhauer, Buchbinder,
Quellen
www2.Bistum-Augsburg.de, Wikipedia, heiligenlexikon.de und andere.