Ursula, 21. Oktober

Hl. Ursula, Tempera mit Goldgrund auf Holz (Niccolò di Pietro 1410), Metropolitan Museum of Art

1.Sankt Ursula ein Schiff regiert,
des Herren Hand im Sturm sie führt.
Es trägt der Jungfraun gläub’ge Schar
zum sichern Ziel durch viel Gefahr.
Sankt Ursula, du Jungfrau rein,
auch uns nimm in dein Schiff hinein
reih uns der Schar der Zeugen ein!
 
2. Mit Jesus Christ, dem du geweiht,
erduldet ihr des Sterbens Leid.
Der Zeugen Tod für Gottes Reich
macht euch dem Herrn des Schiffes gleich. Sankt Ursula ...
 
3. Wir sind durch Christi Ruf bestellt
als Gottes Volk in dieser Welt.
Des Glaubens Kraft im Sturm der Zeit
macht uns zu seinem Dienst bereit.
Sankt Ursula ...

Frau - Märtyrin

Name
Ursula; Bedeutung: kleine Bärin (lat.)
 
Gedenktag
21. Oktober

Lebensdaten
Geboren: in der Bretagne (Nordfrankreich);
Gestorben: 383 oder 451 in Köln. 

Zeitgenossen 
• Helena (um 248–330) – Kaiserin und Förderin christlicher Heiligtümer.
• Nino (um 296–um 340) – Missionarin in Georgien.
• Konstantin der Große (um 272–337) – Kaiser; förderte das Christentum.
• Athanasius von Alexandria (um 296–373) – Bischof und Theologe.
Legende
Ursula war die Tochter eines bretonischen Königs mit Namen Maurus und hatte sich Gott geweiht. Doch sie wurde von ihrem Vater mit dem jungen Fürsten Ætherius aus Britannien zwangsverheiratet.
 
Ursula stellte drei Bedingungen zur Einwilligung in die Hochzeit:
1. Dass ihr Bräutigam bis zur Hochzeit Christ werde, was damals ein jahrelanger Prozess war;
2. dass sie bis dahin in christlicher Gemeinschaft zusammen mit (zehn) Gefährtinnen leben kann; 
3. dass sie eine Pilgerfahrt nach Rom unternehmen kann.
 
Mit dem Schiff fuhren die Pilger den Rhein hinauf bis nach Basel. Als sie Köln passierten hatte Ursula eine Vision, die ihr das künftige Martyrium zeigte.
In Basel erinnert das Elftausendjungfern-Gässli daran, von wo aus die Frauen zu Fuß nach Rom weiterzogen und mit Papst Cyriacus (oder Siricius) zusammentrafen.
 
Auf dem Rückweg kamen sie wieder nach Köln. Dort fielen die eingefallenen Hunnen brutal über die Frauen her, misshandelten und töteten viele von ihnen. Ursula wurde von Attila dem Anführer der Hunnen als Frau begehrt. Weil sich Ursula aber weigerte wurde sie mit einem Pfeilschuss ins Herz getötet.
Als nun alle Jungfrauen tot waren - unter ihnen u. a.  Cordula, Aukta, Aurelia von Straßburg u.a. -, kam vom Himmel her - so die Legende - ein Heer von 11.000 Engeln und vertrieb die Hunnen aus der Stadt. Die Kölner bestatteten die Frauen feierlich und stellten ihre Stadt unter den Schutz der heiligen Ursula und ihrer Gefährtinnen.
 
Verehrung
Über den Gräbern der Frauen wurde die Basilika St. Ursula errichtet. Ab dem 10. Jahrhundert war Ursula in Köln hochverehrt bis 1164 die Reliquien der Drei Heiligen Könige nach Köln gebracht wurden und  größere Verehrung erlangten. 
 
Angela Merici (aus Brecia, Norditalien) benannte die Gemeinschaft zum Unterricht von Mädchen die sie 1535 gründete nach der Hl. Ursula.  
 
Auch die „Jungferninseln“ im Pazifik haben ihren Namen nach der Hl. Ursula. 
 
Im Stadtwappen von Köln finden sich elf Blutstropfen als Hinweis für die elf oder elftausend Jungfrauen.
 
Ursulas Gedenktag wurde bei der Reform des liturgischen Kalenders 1969 gestrichen 2004 aber wieder aufgenommen.
 
Darstellung
als Fürstin mit Krone, Pfeil, Palme, Taube oder Kreuzfahne, als Schutzmantelheilige ihre Gefährtinnen schützend. 
 
Patronin
von Köln, der Lehrerinnen und Erzieherinnen, der Jugend, kranken Kinder, Tuchhändler, der Universitäten Paris-Sorbonne, Wien und Coimbra, Helferin für eine gute Heirat und Ehe, für einen ruhigen Tod
 

Quellen
www2.Bistum-Augsburg.de, Wikipedia, heiligenlexikon.de und andere. 
 
Website