Johannes Paul II., 2. April / 22. Oktober
„Habt keine Angst! Öffnet, ja reißt die Tore weit auf für Christus!“

Johannes Paul II. (1920-2005)
Bedeutung: Einer der profiliertesten Päpste des 20. und 21. Jahrhunderts von 1978 bis 2005. Prägte den Umbruch Europas, setzte Maßstäbe im Bereich der Menschenrechte und der Mission der Kirche als Dialog. Führte zum Ende des Kalten Krieges, Einbruch des Ostblocks, kämpfte für die Würde des Menschen von der Empfängnis an, entdeckte die Theologie des Leibes, zeigte die universale Berufung zur Heiligkeit und setzte auf die Jugend zur Völkerverständigung und Neuevangelisierung.
„Reißt die Tore weit auf für Christus! Öffnet eure Herzen für Seine Liebe und Seine Wahrheit, damit die Welt Hoffnung findet.“ (Antrittsmesse als Papst, 22.10.1978). „Der Mensch kann nur dann wirklich frei sein, wenn er Christus begegnet; alles andere ist nur Schein und vergänglicher Frieden.“
„Gott unserer Väter, groß und voll Erbarmen,„Reißt die Tore weit auf für Christus! Öffnet eure Herzen für Seine Liebe und Seine Wahrheit, damit die Welt Hoffnung findet.“ (Antrittsmesse als Papst, 22.10.1978). „Der Mensch kann nur dann wirklich frei sein, wenn er Christus begegnet; alles andere ist nur Schein und vergänglicher Frieden.“
Herr des Friedens und des Lebens,
Du Vater aller Menschen.
Du hegst Pläne des Friedens und nicht des Leides,
Du verdammst die Kriege und brichst den Stolz der Gewalttäter.
Du hast deinen Sohn Jesus gesandt,
um den Menschen in nah und fern den Frieden zu verkünden,
um die Menschen aller Rassen und Völker
in einer einzigen Familie zu vereinen.
Höre den einmütigen Aufschrei Deiner Kinder,
höre auf die dringende Bitte der ganzen Menschheit:
Nie wieder Krieg,
dieses Abenteuer, aus dem es kein Zurück mehr gibt.
Nie wieder Krieg,
diese Spirale von Trauer und Gewalt,
eine Bedrohung für alle Geschöpfe
im Himmel, zu Wasser und zu Land.
In Gemeinschaft mit Maria, der Mutter Jesu, bitten wir dich nun:
Sprich zu den Herzen derer,
die Verantwortung tragen für das Schicksal der Völker,
halt auf die Logik der Rache und Vergeltung.
Ermögliche durch Deinen Heiligen Geist neue Lösungen,
großmütige und ehrenvolle Gesten des Friedens,
eröffne Räume des Dialogs und geduldigen Wartens,
die fruchtbarer sind als überstürzte Kriegstermine.
Gib unserer Zeit Tage des Friedens.
Nie wieder Krieg!“
Du hegst Pläne des Friedens und nicht des Leides,
Du verdammst die Kriege und brichst den Stolz der Gewalttäter.
Du hast deinen Sohn Jesus gesandt,
um den Menschen in nah und fern den Frieden zu verkünden,
um die Menschen aller Rassen und Völker
in einer einzigen Familie zu vereinen.
Höre den einmütigen Aufschrei Deiner Kinder,
höre auf die dringende Bitte der ganzen Menschheit:
Nie wieder Krieg,
dieses Abenteuer, aus dem es kein Zurück mehr gibt.
Nie wieder Krieg,
diese Spirale von Trauer und Gewalt,
eine Bedrohung für alle Geschöpfe
im Himmel, zu Wasser und zu Land.
In Gemeinschaft mit Maria, der Mutter Jesu, bitten wir dich nun:
Sprich zu den Herzen derer,
die Verantwortung tragen für das Schicksal der Völker,
halt auf die Logik der Rache und Vergeltung.
Ermögliche durch Deinen Heiligen Geist neue Lösungen,
großmütige und ehrenvolle Gesten des Friedens,
eröffne Räume des Dialogs und geduldigen Wartens,
die fruchtbarer sind als überstürzte Kriegstermine.
Gib unserer Zeit Tage des Friedens.
Nie wieder Krieg!“
Papst
Namen
Karol Josef Wojtyła; Johannes Paul II.
Gedenktag
Amtseinführung: 22. Oktober
Todestag: 2. April
Lebensdaten
Lebensdaten
Geboren: 18. Mai 1920 in Wadowice, 50 km südwestlich von Krakau, Polen, Gestorben: 2. April 2005 in Rom, Italien.
Lebensgeschichte
Karol Josef Wojtyła verlor mit neun Jahren seine Mutter, drei Jahre später seinen älteren Bruder. Karol blieb mit dem Vater allein zurück. Nach seinem Abitur zogen sie nach Krakau, wo Karol Literatur studierte und sich seiner Leidenschaft widmete: dem Theaterspielen. 1940 begann er in einem Steinbruch zu arbeiten, um nicht nach Deutschland deportiert zu werden. Ein Jahr später starb der Vater.
Karol studierte im Untergrund Theologie, weil die polnischen Geistlichen von den Nazis verfolgt wurden. Er empfing 1946 die Priesterweihe. Anschließend ging er für zwei Jahre nach Rom, um weiter zu studieren, und wurde nach seiner Rückkehr Professor für Ethik an der Universität Lublin.
1958 wurde er als Weihbischof von Krakau zum jüngsten Bischof Polens geweiht. Sein Wappen mit der Inschrift „Totus tuus – Ganz dein“, bezogen auf die Gottesmutter Maria und begleitete ihn zeitlebens.
Er nahm am Zweiten Vatikanischen Konzil teil, wurde 1964 Erzbischof von Krakau und 1967 zum Kardinal erhoben.
Er nahm am Zweiten Vatikanischen Konzil teil, wurde 1964 Erzbischof von Krakau und 1967 zum Kardinal erhoben.
Am 16. Oktober 1978 wurde er als erster Slawische zum Papst gewählt. Seine Amtseinführung fand am 22. Oktober (sein Gedenktag) statt.
Johannes Paul II. absolvierte über hundert Auslandsreisen. Die erste große Polen-Reise im Jahr 1979. Es gibt darüber einen Dokumentarfilm, Nine Days that changed the world” – “Neun Tage, die die Welt verändert haben”. Die polnische Regierung wollte ihm nur zwei Tage für seinen Besuch genehmigen. Es gab solche Proteste in der Bevölkerung, dass die Regierenden nachgeben mussten. Darauf hin ist neun Tage lang durch Polen gereist und Millionen Menschen haben ihn gesehen und seine Worte gehört. Das war zweifellos der Grund, warum damals die kommunistische Regierung in Moskau entschieden: Dieser Mensch muss weg, da er eine tödliche Bedrohung für das kommunistische System war. Und die Veränderung die er brachte waren unaufhaltsam. 1981 entstand die Gewerkschaftsbewegung Solidarnosc, die erste freie Gewerkschaft auf die die Regierung mit dem Kriegsrecht reagierte bis hin zum Attentatsversuch auf dem Petersplatz, am 13. Mai 1981, dem Jahrestag der Marienerscheinungen von Fatima.
Johannes Paul besuchte später seinen Attentäter Mehmet Ali Ağca im Gefängnis und vergab ihm.
Ein großes Anliegen war Johannes Paul der Dialog mit den anderen Konfessionen und Religionen. Als erster Papst besuchte er auch nicht christliche Gebetsstätten.
Unter vielen anderen pastoralen, theologischen und missionarischen Initiativen begründete er 1985 die Weltjugendtage, die alle 3-4 Jahre in einem anderen Land der Welt stattfinden. Millionen von jungen Menschen versammelten sich bis heute bei diesen Treffen als die Protagonisten der Kirche der Zukunft.
Im heiligen Jahr 2000, bat er in einem großen Schuldbekenntnis um Verzeihung für die Sünden der Kirche durch Glaubenskriegen, die Inquisition, der Verfolgung der Juden, Diskriminierung der Frauen und andere Schuld.
2003 wurde die Erkrankung an Parkinson bestätigt. Doch auch in seiner Gebrechlichkeit war er ein Zeichen der Menschlichkeit und Verkündigung. Damit zeigte er, dass auch das Alt- und Kranksein zum Leben gehört und bejaht werden kann.
Unter großer Anteilnahme starb er am Vorabend des Barmherzigkeits-Sonntags, dem Sonntag nach Ostern am 2. April 2005.
Verehrung
Bereits fünf Wochen nach seiner Beisetzung wurde das Seligsprechungsverfahren für ihn eingeleitet. Am 1. Mai 2011 erfolgte sie durch Benedikt XVI. Seitdem ruhen seine Gebeine in der Sebastianskapelle des Petersdoms und werden dort täglich von zahlreichen Gläubigen besucht.
Am 27. April 2014, dem Barmherzigkeitssonntag wurde er, zusammen mit Papst Johannes XXIII., von Papst Franziskus unter Beisein von rund einer Million Menschen auf dem Petersplatz in Rom heiliggesprochen.
Patron
der Jugend,
Quellen
www2.Bistum-Augsburg.de, Wikipedia, heiligenlexikon.de und andere.