
„Ich habe keinen anderen Wunsch, als dass Gott erkannt, geliebt und verherrlicht werde und dass die Menschen gerettet werden.“
Als Erzbischof von Santiago de Cuba kämpfte er gegen Sklaverei, Korruption und soziale Ungerechtigkeit – oft unter Lebensgefahr. Er verkörperte, was Papst Franziskus „Kirche im Aufbruch“ bezeichnet – hinauszugehen zu den Menschen an den Rändern.
„Jesus, du Feuer, das immer brennt, und nie erlöscht,
du Liebe, die immer glüht und nie lau wird,
entzünde mich, damit ich dich liebe.
Ich liebe dich, Jesus, von ganzem Herzen,
mit all meiner Seele, mit all meiner Kraft.
Ich möchte dich mehr lieben und dass alle dich lieben.
Ich möchte dich um meinetwillen
und um aller Geschöpfe willen lieben.“
du Liebe, die immer glüht und nie lau wird,
entzünde mich, damit ich dich liebe.
Ich liebe dich, Jesus, von ganzem Herzen,
mit all meiner Seele, mit all meiner Kraft.
Ich möchte dich mehr lieben und dass alle dich lieben.
Ich möchte dich um meinetwillen
und um aller Geschöpfe willen lieben.“
Missionar - Ordensgründer - Erzbischof
Namen
Namen
Antoni Claret i Clarà
Gedenktag
24. Oktober
Lebensdaten
Geboren: 23. Dezember 1807 in Sallent bei Manresa, 60 km nordwestlich von Barcelona, Spanien;
Gestorben: 24. Oktober 1870 in Fontfroide bei Narbonne, Südfrankreich.
Gestorben: 24. Oktober 1870 in Fontfroide bei Narbonne, Südfrankreich.
Zeitgenossen
• Pauline Jaricot (1799–1862): Gründerin des Werkes der Glaubensverbreitung; förderte die Weltmission.
• Mary Aikenhead (1787–1858): Gründerin der Sisters of Charity in Irland; engagierte sich für Kranke und Arme.
• John Henry Newman (1801–1890): Theologe und Kardinal; bedeutender Vermittler zwischen Glauben und Vernunft.
• Johannes Bosco (1815–1888): Priester und Erzieher; widmete sein Leben jungen Menschen.
Lebensgeschichte
Antoni Claret i Clarà sollte Weber wie sein Vater werden, lernte aber beim Dorfpfarrer Latein, weil er Priester werden wollte.
Nach Vollendung seiner Ausbildung in Barcelona schlug er das Angebot aus, eine Fabrik zu leiten, und trat ins Priesterseminar von Vic ein 70 km nördlich non Barcelona, wobei es ihn eigentlich in die Ordensgemeinschaft der Kartäuser zog. Er überwand eine Lebenskrise, nach der er den zweiten Vornamen Maria annahm, und wurde noch vor Abschluss seines Theologiestudiums zum Priester geweiht und in seiner Heimatpfarrei eingesetzt.
Von der Mission angezogen und weil ein Bürgerkrieg Katalonien zerriss, reiste er nach Rom, um sich der vatikanischen Institution der Glaubensverbreitung (Propaganda Fide) anzuschließen, trat aber ins Noviziat der Jesuiten ein, das er aber krankheitsbedingt abbrechen musste.
Da setzte ihn sein Bischof als Missionar in Katalonien und auf den Kanarischen Inseln ein – eine Aufgabe, die er als Prediger, Beichtvater, Exerzitienleiter und mit der Herausgabe von Abertausenden von Kleinschriften und Flugblättern meisterlich erfüllte.
1849 gründete er mit fünf Mitbrüdern im priesterlichen Dienst die Missionskongregation der Söhne des Unbefleckten Herzens Mariens – die Claretiner – und wurde im gleichen Jahr zum Erzbischof von Santiago de Cuba ernannt.
Auf der Insel Kuba, die die Kirche 60 Jahre lang praktisch verlassen hatte, wirkte er als Missionsbischof, erneuerte das brachliegende Glaubensleben und gründete 1855 zusammen mit Mutter Antonia París den weiblichen Ordenszweig.
Antonius soziales Engagement kostete ihn bei einem Attentat fast das Leben.
1857 berief ihn Königin Isabella II. persönlich als Beichtvater nach Spanien zurück, wo er in wenigen Jahren das gesamte Hofleben bekehrte, Ordensgründungen und weichenstellende Bischofsernennungen anregte und die Begleitung der königlichen Familie zu Predigtreisen nutzte.
Als die Königin 1868 ins französische Exil ging, begleitete er sie und reiste zum Goldenen Priesterjubiläum von Papst Pius IX.weiter nach Rom, wo er an den Vorbereitungen des Ersten Vatikanischen Konzils teilnahm.
Krank und infolge des ausgebrochenen Deutsch-französischen Krieges politisch verfolgt, flüchtete er ins südfranzösische Prades, wo sich Claretiner niedergelassen hatten, musste aber weiter fliehen und verstarb schließlich im Zisterzienserinnenkloster Fontfroide südwestlich von Narbonne in Südfrankreich.
Verehrung
Erzbischof Clarets sterbliche Überreste wurden 1897 nach Vic, nördlich von Barcelona überführt, wo sie seitdem in der Kathedrale ruhen.
1934 wurde Antonio selig- und
1950 heiliggesprochen.
Quellen
www2.Bistum-Augsburg.de, Wikipedia, heiligenlexikon.de, claretiner.org und andere.