Martin Porres, 3. November

Martin de Porres (1579-1639), anonymes Gemälde im Kloster Santa Rosa de las Monjas de Lima (17. Jhr.)
 
Zitate
„Alles, sogar Fegen, Gemüse putzen, Unkraut jäten und Kranke pflegen, kann ein Gebet sein, wenn es Gott dargebracht wird.“
 
„Beschwere dich nicht, das zeigt nur Unzufriedenheit mit dem Willen Gottes im gegenwärtigen Moment und ist auch ein Zeichen von Ungeduld.“
 
„Betrachte andere immer als heiliger und würdiger als dich selbst und strebe gleichzeitig danach, so heilig zu sein, wie du nur kannst.“

Gebet
Im täglichen Kampf des Lebens fühle ich mich manchmal verwirrt und allein.
Deshalb wende ich mich an dich, Heiliger Martin, mein Freund und Gefährte, damit du vor Gott für mich Fürsprache einlegst. 
Bitte bete für mich (Anliegen).
Bitte vor allem um die Gnade, dass ich das Evangelium leben kann.
Möge Gott mir deine Demut schenken, Martin, damit ich immer seinen Willen tue. 
Liebster Vater, im Namen deines Sohnes Jesus und durch die Kraft des Heiligen Geistes, führe mich, wenn ich mich den Herausforderungen des Lebens stelle. Gib mir die Herzenshaltung des heiligen Martin für meine Aufgaben, damit ich ein Segen für alle sein kann, denen ich begegne. Amen.
 
Heiliger Martin von Porres,
Schutzpatron Amerikas,
Apostel der Barmherzigkeit,
Beschützer der Versuchten und Reumütigen,
Helfer der Seelen in Zweifel und Dunkelheit,
Mitfühlend mit den Traurigen und Bedrängten,
Tröster der Entmutigten und Unglücklichen,
Friedensstifter in allen Zwietracht,
Berührt von allem Leiden,
Tröster der Kranken und Sterbenden,
Vollbringer von Wunderheilungen,
Beschützer der Obdachlosen,
Erledigt niedere Arbeiten mit heiligem Eifer,
Mit Prophezeiungen begabt. 
 
Ordensmann

Name
Martin von Porres

Gedenktag
3. November

Lebensdaten
Geboren: 9. Dezember 1569 in Lima; Gestorben: am 3. November 1639 ebendort. 

Zeitgenossen
• Rosa von Lima (1586–1617) Dominikanische Tertiarin; Mystikerin und Anwältin der Armen in Peru.
• Mariana von Jesus Paredes (1618–1645) Ecuadorianische Mystikerin; widmete ihr Leben den Kranken und Armen.
• Franz von Sales (1567–1622) Bischof von Genf; bedeutender Lehrer der geistlichen Lebensführung.
• Robert Bellarmin (1542–1621) Jesuit, Kardinal und Kirchenlehrer; bedeutender Theologe der Gegenreformation.
 
Lebensgeschichte
Martín und seine Schwester Juana waren die unehelichen Kinder des spanischen Adligen Juan de Porres und der freigelassenen schwarzen Sklavin Ana Velázquez die in der Gesellschaft abgelehnt wurden. 
 
Er wuchs im christlichen Glauben der Mutter auf und wurde vom Vater aus der Ferne unterstützt, hatte es als Mischling aber besonders schwer. Mit 15 Jahren war er Friseur, Barbier sowie ein heilkundiger Kräutersammler. Schließlich wurde er als Terziar ins Dominikanerkloster von Lima aufgenommen, wo er neun Jahre lang die Gänge kehrte, Toiletten putzte, Essen kochte, die Wäsche wusch und die Brüder rasierte.
 
1603 wurde er als Bruder in den Orden aufgenommen und legte drei Jahre später gegen den Willen des Vaters seine Gelübde ab.
 
Martins sprichwörtliche Demut äußerte sich bald in dem Anerbieten, sich als Sklave zu verkaufen, um dem in Nöte geratenen Kloster auszuhelfen, was der betroffene Prior natürlich ablehnte. Er unterrichtete Farbige, Indios und mittellose Bauern auf der Straße und gründete mit Hilfe reicher Städter – es heißt, der Vizekönig von Peru habe ihm bei jeder Begegnung hundert Pesos zugesteckt – das Hospiz und die Schule von Santa Cruz, um Arbeitslosen, Waisenkindern und Bettlern eine neue Chance zu geben.
 
Martin verfügte über eine charismatische Persönlichkeit, weswegen ihn Menschen aller Stände aufsuchten, um seinen Rat oder seine Hilfe in geistlichen, weltlichen oder medizinischen Anliegen zu erfahren. Er galt nicht nur als Heiliger, sondern als Wunderheiler, dem selbst die Dinge der Natur gehorchten:
 
Eine der berühmtesten Anekdoten über Martin erzählt, wie auf seinen Befehl ein Hund, eine Katze und eine Ratte in schönster Eintracht aus demselben Napf fraßen.
 
Einen Monat vor seinem 70. Geburtstag wurde er plötzlich krank; viele hochgestellte Persönlichkeiten eilten noch an sein Sterbebett.
 
Sein Grab ist heute neben der Hl. Rosa von Lima und des Hl. Johannes Macias in der Basilika des Dominikanerkonvents von Lima.
 
Verehrung
Bereits 1660 eröffnete der Erzbischof von Lima ein Seligsprechungsverfahren, das jedoch am Widerstand der Kolonialherren scheiterte, denen die Verehrung eines Mischling nicht standesgemäß war. Erst 1837 wurde er seliggesprochen. Seine Heiligsprechung nahm 1962 Papst Johannes XXIII. vor, der Martin sehr verehrte.
 
Darstellung
als Mulatte (Mischling) im Dominikanerhabit, bei der Krankenpflege, mit Rosenkranz, Besen und Kreuz, Hunde, Katzen, Mäuse
 
Patron
der Laienbrüder, Barbiere, Krankenpfleger, der sozialen Gerechtigkeit, der Haustiere
 
Quellen
www2.bistum-augsburg.de, Wikipedia, heiligenlexikon.de und andere. 
 
Website