Willibrord, 7. November

Hl. Willibrord, Glasfenster in der Kirche von Bur in Rouspert-Mompech 
 
Heiliger Willibrord,
dein Leben als Missionar hat dich von Irland in die Niederlande geführt. Du hast die Frohe Botschaft - Christus, Jesus, die Barmherzigkeit Gottes verkündet, damit die Menschen in der Hoffnung auf das ewige Leben froh werden. Hilf uns, in dieser Hoffnung zu wachsen, damit unser Leben zu einem Zeugnis der Liebe zu Gott und den Mitmenschen wird.


Bischof, Glaubensbote, Apostel der Niederlande

Name
Willibrord; Bedeutung: Schwertspitze (angelsächsisch); Namensvarianten:
Vilbrod, Willigbrodu, Wilbrod, Willebrord 

Gedenktag
7. November

Lebensdaten
Geboren : 658 in Northumbrien (Großbritannien);
Gestorben: 7. November 739 in Echternach (Niederlande).

Lebensgeschichte
Willibrord kam in Northumbrien zur Welt. Sein Vater, der heilige Wilgis (Vulgisus), war ein Kriegsmann aus einer angesehenen angelsächsischen Familie, ergab sich im Alter ganz dem beschaulichen Leben, und starb als Einsiedler an der Mündung des Humberflusses, wo er zu Ehren des hl. Andreas ein Kloster gebaut hatte, welchem der gelehrte Alcuin als Oberer vorstand; seine Mutter Mena ist wahrscheinlich schon früher gestorben.
Als sie mit Willibrord schwanger war , hatte sie ein Traumgesicht, das ihr seine künftige Größe zu erkennen gab. Sie sah nämlich den Neumond klein und sichelförmig allmählich wachsen bis er den vollen Glanz erreichte, worauf er in ihren Mund einging und ihr ganzes Innere erleuchtete.
Dieses Gesicht bestimmte die frommen Eltern, das Kind dem Herrn und seiner Kirche zu weihen. So wurde Willibrord ins Benediktinerkloster Ripon gegeben, das mit dem Papst in Rom in Verbindung war.
Um 678 wurde Willibrord Mönchspriester im irischen Kloster Rathmelsigi.
 
Eine besondere Mönchsaskese zu dieser Zeit war die Peregrinatio pro Christo. Sie bedeutete das Verlassen der Heimat für Christus. 690 zog Willibrod, 30 oder 31 Jahre alt mit elf Gefährten (wie auch Winfried/Bonifatius), unter welchen wahrscheinlich der hl. Werenfridus, der hl. Adelbertus und der hl. Suitbert sich befanden, über das Meer auf das Festland in die Gegend der heutigen Niedrlande. 
 
Seine Tätigkeit an der Maas stellte durch die Unterstützung der fränkischen Herrscher einerseits und die päpstliche Beauftragung andererseits die Weichen für die folgenden Jahrhunderte der Glaubensverbreitung auf dem europäischen Kontinent.
Vom fränkischen Hausmeier Pippin nach Rom entsandt, kehrte Willibrord (mit dem römischen Familiarennamen Clemens) als von Papst Sergius I. ernannter Erzbischof fürs friesische Volk zurück und schlug 696 seinen Metropolitansitz in Utrecht auf. Von dort aus baute er die Kirchenorganisation der heutigen Beneluxstaaten in enger Anbindung an den fränkischen wie an den päpstlichen Hof auf und konnte das Christentum nach Maßgabe der fränkischen Eroberungen verbreiten.
 
714 erlitt Willibrords Wirken einen Rückschlag durch den Tod Pippins, und er konnte erst ab 722 mit Hilfe des neuen Hausmeiers Karl Martell seine Tätigkeit wieder aufnehmen, diesmal über das heidnische Friesland hinaus bis nach Dänemark.
 
Willibrord, den im Jahr 716 kurze Zeit auch Winfried-Bonifatius unterstützte, zog sich gegen Ende seines Lebens immer häufiger in das Kloster Echternach zurück, das er 698 gegründet und in seinem Testament als Grablege bestimmt hatte. Dort starb er auch in der Nacht auf den 7. November 739.
 
Verehrung
Willibrord liegt in Echternach begraben, wo seit dem Ende des 15. Jahrhunderts an jedem Pfingstdienstag die sogenannte „Springprozession“ stattfindet. In seitlichen Wechselschritten zum Rhythmus der Musik „springen“ die bis zu 9000 Pilger beim pilgern zum Grab des Heiligen vorwärts. Ihren Ursprung hat diese außergewöhnliche Feier darin, dass der Bischof auch als Helfer bei Epilepsie angerufen wird und das Springen darauf verweist.
 
Neben dem Großherzogtum Luxemburg tragen auch in den Niederlanden zahlreiche Kirchen seinen Namen.
 
Darstellung
als Bischof mit Buch, Kind, Kreuzstab, Fass, Kirchenmodell, Brunnen oder Krug
 
Patron
von Luxemburg, der Diözesen Luxemburg, Harlem und Utrecht,
 
Quellen
www2.bistum-augsburg.de, Wikipedia, heiligenlexikon.de und andere.