Rosa Fan Hui, 16. August

Rosa Fan Hui (1855-1900)

Laienchristin, lebte in Nordchina.
Während der Boxeraufstände (1900) wurden Christen verfolgt, weil sie mit „westlichem Einfluss“ identifiziert wurden.
Rosa Fan Hui blieb ihrem Glauben treu und weigerte sich, ihn zu verleugnen.
Dafür wurde sie grausam ermordet.

Lebensdaten
Geborene 1855 im Dorf Fan im Kreis Wuqiao in der Provinz Hebei (Nordchina);
Gestorben am 16. August 1900 in Fan, China im Alter von 45 Jahren. 

Lebensgeschichte
Rosa Fan Hui war eine 45-jährige Lehrerin, die nie geheiratet hatte. Sie wurde im Dorf Fan im Kreis Wuqiao in der Provinz Hebei geboren und getauft. Rosa wurde als „freundlich, fromm und bescheiden“ beschrieben, sie führte ein Leben in Armut. Als die Verfolgung der Christen im sogenannten Boxeraufstand der Chinesen gegen die Kolonialmächte begann, wurde ihre Schule geschlossen. Sie kehrte in ihr Heimatdorf zurück und versteckte sich. Am 15. August besuchten zwei katholische Frauen Rosa. Sie feierten gemeinsam Mariä Himmelfahrt, und Rosa sagte ihnen, sie sei bereit, für ihren Glauben zu sterben. Am nächsten Tag kam eine Gruppe Rebellen ins Dorf. Rosa versteckte sich, doch kurze Zeit später erzählten ihr einige junge Männer, die Rebellen seien bereits weg. Rosa glaubte ihnen und folgte den jungen Männern zurück ins Dorf, wo sie sie ausraubten und zu belästigen versuchten. Rosa wehrte sie ab. Die jungen Männer, wütend und frustriert, riefen die Rebellen herbei, die Rosa mit dem Tod drohten, wenn sie ihren Glauben nicht verleugne. Sie weigerte sich, woraufhin ihr nahezu mit einem Messer der Arm abgetrennt und ihr dann ins Gesicht geschnitten wurde. Trotz ihrer Brutalität blieb Rosa ruhig und betete inbrünstig. Sie sagte zu ihnen: ‚Warten Sie, bis ich meine Gebete beendet habe. Dann können Sie mich töten.‘ Als sie mit ihren Gebeten fertig war, sagte sie: ‚Ich bin jetzt fertig. Macht weiter!‘ Sie wurde brutal attackiert und halb tot in den Fluss geworfen, wo sie ertrank.
 
Gedenktag
16. August
 
Verehrung
Sie wurde am 17. April 1955 von Pius XII. im Kreise von Leon Mangin und 55 Gefährten seliggesprochen.
Am 1. Oktober 2000 wurde sie von Johannes Paul II. im Kreise der 120 chinesischen Märtyrer heiliggesprochen.
 
Quelle
Dieser Artikel ist ein Auszug aus Paul Hattaways 656 Seiten umfassendem „China’s Book of Martyrs“, das mehr als 1.000 christliche Märtyrer in China seit 845 n. Chr. porträtiert und mit über 500 Fotos versehen ist. 

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