
Klara von Montefalco (1268-1308) mit dem Gekreuzigten im Herzen. Fresko auf einer Säule der Kirche Santa Maria Incoronata in Mailand.
Jungfrau, Augustinerin und Mystikerin
Gedenktag
17. August
Lebensdaten
Geboren: 1268 in Montefalco, Umbrien, 30 km südlich von Assisi, Italien;
Gestorben: 18. August 1308 in Montefalco
Lebensgeschichte
Ihre Familie war fromm; ihre Schwester Johanna gründete in Montefalco ein kleines Gemeinschaftshaus für fromme Frauen. Schon als Kind zeigte Klara eine tiefe Frömmigkeit und große Liebe zum Gebet. Mit etwa 6 Jahren begann sie ein intensives geistliches Leben in die Gemeinschaft ihrer Schwester. Diese lebte zunächst nach einem streng eremitischen, später regulierten Leben.
1290 übernahm Klara als Äbtissin die Leitung des Klosters, das nach der Regel des hl. Augustinus lebte.
Unter ihrer Führung erhielt die Gemeinschaft den klaren Charakter eines Augustinerinnenklosters.
Unter ihrer Führung erhielt die Gemeinschaft den klaren Charakter eines Augustinerinnenklosters.
Klara war eine begnadete Mystikerin mit tiefer Christus- und Passionsfrömmigkeit.
Sie sprach oft von der „Liebe des Gekreuzigten“ und davon, dass die wahre Nachfolge Christi Leiden und Hingabe einschließt. Zeitzeugen berichten von ekstatischen Visionen, besonders von der Passion und vom Leiden Jesu. Ein berühmtes Wort von ihr lautet: „Wenn du das Kreuz suchst, nimm es auf deine Schultern: du wirst es finden.“
Ende des 13. Jahrhunderts blühten die neuen Bettelorden (Franziskaner, Dominikaner) und zugleich Frauenklöster, die eigenständige geistliche Erfahrungen machten.
Mystikerinnen wie Klara von Montefalco brachten eine affektive, emotionale Theologie hervor – stark visionär, symbolisch, mit Betonung der inneren Erfahrung. Damit steht sie in der gleichen geistlichen Bewegung wie:
• Angela von Foligno (1248–1309) Franziskanische Mystik;
• Mechthild von Magdeburg (1207-1294) Begine, Zisterzienserin Helfta;
• Gertrud die Große (1256–1302) Zisterzienserin in Helfta.
• Mechthild von Magdeburg (1207-1294) Begine, Zisterzienserin Helfta;
• Gertrud die Große (1256–1302) Zisterzienserin in Helfta.
Verehrung
1737 durch Papst Clemens XII. selig- und 1881 durch Papst Leo XIII. heiliggesprochen.
Ihr Gedenktag ist der 17. August.
Auf die Stigmatisation der Verstorbenen geht das Eigenfest Impressio Crucifixi in corde s. Clarae des Augustinerordens am 30. Oktober zurück.
Auf die Stigmatisation der Verstorbenen geht das Eigenfest Impressio Crucifixi in corde s. Clarae des Augustinerordens am 30. Oktober zurück.
Quelle
wikipedia.org
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