Alberto Hurtado, 18. August

Hl. Alberto Hurtado (1901-1952)
 
„Eine der ersten Qualitäten, die wir unseren Bedürftigen wiedergeben müssen, ist ihr Selbstwertgefühl, das Bewusstsein ihrer Würde als Kinder Gottes."
 
„Ich bin dem lieben Gott dankbar. Statt eines plötzlichen Todes schickt er mir eine lange Krankheit, damit ich mich vorbereiten kann."
 
"Das Leben ist dem Menschen geschenkt worden, damit er mit Gott zusammenarbeitet, um dessen Plan zu verwirklichen; der Tod komplettiert diese Zusammenarbeit, denn er bedeutet die Rückgabe all unserer Macht in die Hände des Schöpfers. Ich will mich jeden Tag auf meinen Tod vorbereiten, indem ich zu jeder Zeit daran mitwirke, was Gott von mir will, indem ich meine Mission erfülle, und zwar die, die Gott von mir erwartet und die nur ich allein erfüllen kann."

Gebet 
Gott und Vater,
im heiligen Priester Albert Hurtado
gabst du uns ein leuchtendes Zeichen der Liebe.
Auf seine Fürsprache gewähre uns,
daß wir deinem Willen folgen,
wie Christus die Menschen lieben
und so mitbauen an deinem Reich,
dem Reich der Gerechtigkeit, der Liebe und des Friedens.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
 
Namen
Luis Alberto Hurtado Cruchaga 

Gedenktag
18. August

Lebensdaten
Geboren: 22. Januar 1901 in Viña del Mar, Vorort von Valpareiso in Chile; gestorben: 18. August 1952 in Santiago de Chile. 

Zeitgenossen
• Teresa von Jesus von den Anden (1900–1920), Chile – Karmelitin und erste chilenische Heilige; sie verkörpert die kontemplative Seite der chilenischen Kirche jener Generation
• Laura Vicuña (1891–1904), Chile/Argentinien – jung verstorbene Schülerin und Ordensschülerin; ihr Leben steht für die Heiligkeit der Jugend und für das christliche Zeugnis unter schwierigen sozialen Bedingungen. 
• Teresa von Kalkutta (1910–1997) 
• Toribio Romo González (1900–1928), Mexiko – Priester und Märtyrer der Cristero-Verfolgung; besonders als „Heiliger der Migranten“ verehrt.
• Pier Giorgio Frassati (1901–1925), Italien – Student, engagierter Katholik und Helfer der Armen; 
 
Lebensgeschichte
Alberto Hurtado wuchs nach dem frühen Tod seines Vaters in großer Armut auf, was sein lebenslanges Engagement für Benachteiligte prägte. Nach einem Jurastudium entschied er sich 1923 für den Eintritt in den Jesuitenorden. 1933 wurde er zum Priester geweiht.

Er war Pädagoge, Exerzitienleiter, Jugendseelsorger und Professor. Seine Spiritualität wurzelte in der ignatianischen Gottes- und Nächstenliebe, in tiefer Eucharistiefrömmigkeit und der Orientierung am Heiligsten Herzen Jesu. Mit leidenschaftlichem Einsatz für soziale Fragen wurde er zu einer prophetischen Stimme in Chile:
 
Jugend und Bildung: Als Kaplan der Katholischen Aktion inspirierte er unzählige junge Menschen, weckte Berufungen und forderte zu einem Leben aus der Liebe Christi heraus auf.
Sozialwerke: 1944 gründete er das „Hogar de Cristo“ (Heim Christi), das Obdachlosen Unterkunft und Würde schenkte, und 1947 die ASICH, eine Bewegung für Arbeiterbildung nach der Soziallehre der Kirche.
Publizistik: Mit der Zeitschrift Mensaje förderte er den christlichen Dialog über Gesellschaft und Kultur.

Sein Weg war nicht ohne Widerstand – er wurde wegen seiner sozialen Initiativen kritisiert und legte sogar sein Amt als Jugendkaplan nieder. Dennoch vertraute er auf den „Triumph des Scheiterns“, überzeugt, dass Gott auch aus Niederlagen Frucht wachsen lässt.

Seine letzte Lebenszeit war von schwerer Krankheit (Pankreaskrebs) geprägt, die er mit Dankbarkeit und Gelassenheit annahm. Er verstand sein Leben als „Pfeil in die Ewigkeit“ und betonte die Freude im Dienst an Gott und den Armen.
 
Verehrung
1994 Viña del Mar Seligsprechung durch Papst Johannes Paul II.
2004 Posthumes Werk: Sozialmoral
23.10.2005 Heiligsprechung durch Papst Benedikt XVI.
 
Quellen
Bistum Augsburg; clerus.org; 
Wikipedia und andere

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