Pere Tarrés i Claret, 31. August

Pere (Peter) Tarrés i Claret (1905-1950)

„Gott ruft mich, und ich will mit Freude Ja sagen.“Pere Tarrés kurz vor seinem Tod. 

Namen
Pere (Peter) Tarrés i Claret
 
Gedenktag
 31. August
 
Lebensdaten
Geburt: 30. Mai 1905, in Manresa, Katalonien, Nordspanien;
 Gestorben: 31. August 1950 (im Alter von 45 Jahren) in Barcelona, Nordspanien. 
 
Lebensgeschichte
Pere Tarrés i Claret wuchs in einer christlich geprägten Familie auf, in der er schon früh einen tiefen Glauben und ein Herz für andere entwickelte. Nach der Schule entschied er sich für das Studium der Medizin in Barcelona. 1928 schloss er sein Studium ab und begann als praktischer Arzt zu arbeiten.

Schon bald machte er sich als „Arzt der Armen“ einen Namen: Menschen, die kein Geld hatten, behandelte er umsonst oder für einen symbolischen Betrag. Für ihn war der ärztliche Dienst mehr als ein Beruf – er verstand ihn als konkrete Nächstenliebe, als Dienst am Leib und an der Seele der Kranken.

In dieser Zeit engagierte er sich auch in katholischen Jugendgruppen, begleitete junge Menschen im Glauben und war ihnen ein Freund und Begleiter. Während der gesellschaftlich und politisch unruhigen Jahre in Spanien wuchs in ihm die Überzeugung, dass Gott ihn tiefer in seinen Dienst rufen wolle. 1934 trat er ins Priesterseminar von Barcelona ein, und bereits 1935 empfing er die Priesterweihe.

Als Priester wirkte Pere Tarrés mit derselben Hingabe wie zuvor als Arzt. Seine Predigten, sein humorvoller und offener Umgang mit Jugendlichen, sein tiefes geistliches Leben machten ihn zu einem geschätzten Seelsorger. Er lebte einfach, war den Menschen nahe und zeigte ihnen, dass der Glaube mitten im Alltag trägt.

Doch sein Leben war nur kurz. 1944 wurde bei ihm ein Lymphosarkom diagnostiziert – eine schwere Krebserkrankung. Pere nahm die Krankheit nicht mit Bitterkeit an, sondern mit einer Haltung des Vertrauens: Er sah in ihr eine Teilnahme am Leiden Christi. Auch als Patient blieb er Seelsorger – er tröstete Mitkranke, schenkte Hoffnung und vermittelte Frieden.

Am 31. August 1950 starb er in Barcelona, erst 45 Jahre alt. Sein Abschied war von jener Freude und Hingabe geprägt, die sein ganzes Leben ausstrahlte. Worte, die ihn begleiten, klingen bis heute nach: „Gott ruft mich, und ich will mit Freude Ja sagen.“
 
Verehrung
Ort des Grabes: Seine sterblichen Überreste ruhen in der Krypta der Kirche Nuestra Señora de la Bonanova in Barcelona, wo Pilger ihn verehren.
Seligsprechung: 5. September 2004 durch Papst Johannes Paul II. in Loreto (Italien).

Darstellung
 Priester mit Stola und Kelch: Typisch ist seine Darstellung als Priester mit Messgewand, Stola oder in schlichter Soutane.
Mit Ärztesymbolen: Oft hält er ein Stethoskop oder steht neben einem Krankenbett – Symbol seiner Berufung als Arzt.
Junge im Gespräch: Manchmal wird er mit Jugendlichen gezeigt, da er ein Apostel der Jugend war.
Kreuz und Rosenkranz: Zeichen seines geistlichen Lebens, oft zusammen mit einem Kreuz in der Hand.
Ausstrahlung von Sanftmut und Nähe: Künstler betonen sein freundliches, ruhiges Gesicht – Ausdruck der Liebe zu Kranken und Armen.
 
Quelle
Wikipedia und andere
 
Zur Seite Tagesheilige