
„Engel der Liebe“, „Mama Euthymia“
„Der Herr soll mich brauchen, ein Sonnenstrahl zu sein, der alle Tage leuchtet. Das möchte ich lernen, Herr, dass ich bei allem, was du schickst, ganz strahlend, ganz verlangend vor dir stände. Und keine Worte, keine Antwort fände als nur ein frohes: Ja! Es ist ja alles für den großen Gott!“
Ordensfrau
Namen
Emma Üffing, Schwester (Sr.) Maria Euthymia
Gedenktag
9. September
Lebensdaten
Geboren: 8. April 1914 in Halverde, Münsterland, Deutschland;
Gestorben: 9. September 1955 in Münster.
Lebensgeschichte
Emma Üffing wuchs in einer kinderreichen Bauernfamilie auf. Von Geburt an war sie eher schwächlich, weshalb sie zunächst nicht in einen aktiven Orden aufgenommen wurde. Im Alter von 18 Monaten erkrankte sie an Rachitis. Diese Krankheit hatte Folgen für ihr ganzes Leben: Ihre körperliche Entwicklung verzögerte sich, sie blieb schwächlich, konnte schlecht laufen. Am linken Auge hatte sie eine angeborene Lidsenkung. Als Erwachsene war sie nur 1,56 Meter groß. 1934 trat sie schließlich mit 20 Jahren in die Kongregation der Barmherzigen Schwestern von Münster ein und erhielt den Ordensnamen Schwester Maria Euthymia.
Sie wirkte als Krankenschwester im St. Vincenz-Hospital in Datteln, später in Münster.
"Emma war bei aller Schlichtheit und Alltäglichkeit ihres Lebens von einer herausragenden menschlichen und christlichen Größe geprägt". Unermessliche Verdienste erwarb sich die stille, fast schüchterne Ordensfrau während des Zweiten Weltkrieges, als sie sich aufopferungsvoll, trotz schwerster Anfeindungen, Behinderungen und Drohungen, um kranke Kriegsgefangene aus allen Nationen, besonders um Russen kümmerte. Bald nannte man Schwester Euthymia den "Engel der Liebe". "In ihrer Sorge um die Kriegsgefangenen schuf sie mitten im Krieg eine Atmosphäre des Friedens. Ihre Liebe überwand die Grenzen der Volkszugehörigkeit und der Sprache".
Sie starb am 9.September 1955 im Alter von 41 Jahren an Krebs.
Zeitgenössische Heilige und Selige
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Verehrung
Seliggesprochen: 7. Oktober 2001 in Rom durch Papst Johannes Paul II.
Sie hatte eine tiefe Marien- und Herz-Jesu-Frömmigkeit, verbunden mit einer starken Treue zum täglichen Gebet.
Zeitzeugen betonen ihre Sanftmut, stille Geduld und unerschütterliche Nächstenliebe, auch unter schwierigen äußeren Umständen.
Quelle
Bistum Augsburg; katholisch.de; www.clemensschwestern.de; Wikipedia und andere
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