
Der Heilige Januarius wird der ins Amphitheater in Pozzuoli zum Martyrium geführt, Artemisia Gentileschi (1636), Kathedrale von Pozzuoli, Italien
Sein Glaubenszeugnis beeindruckt bis heute. Januarius lebte in schwierigen Zeiten: Christen wurden verfolgt, und für ihn bedeutete es, öffentlich zum Glauben zu stehen, sogar bis zum Tod.
Faszinierend ist das jährliche Blutwunder von Neapel: Getrocknetes Blut des Heiligen in zwei Ampullen verflüssigt sich jedes Jahr. Ein Zeichen dafür, dass Gott uns nahe ist und auch heute wirkt.
Name
Januarius oder Gennaro: Dem Gott Janus geweiht, der römischen Gottheit des Anfangs und des Endes (lat.)
Namensvarianten:
Januarius, Gennaro, Jenaro, Janvier
Gedenktag
19. September
Lebensdaten
Geboren: ca. 240
Gestorben: 305 bei Pozzuoli (20 km westlich von Neapel)
Gestorben: 305 bei Pozzuoli (20 km westlich von Neapel)
Zeitgenossen
• Agnes von Rom († um 304) – junge römische Märtyrin; Symbol für die ungeteilte Hingabe an Christus.
• Lucia von Syrakus († um 304) – sizilianische Jungfrau und Märtyrin; eine der großen frühchristlichen Frauenfiguren des Mittelmeerraums.
• Georg († um 303) – Märtyrer von Lydda; einer der weltweit bekanntesten Märtyrer der Diokletianischen Verfolgung.
• Sebastian († um 288/304) – römischer Märtyrer; traditionell mit der Verfolgung unter Diokletian verbunden.
Lebensgeschichte
Januarius war Bischof von Benevent, 100 km nordöstlich von Neapel. Als er während einer Christenverfolgung unter Kaiser Diokletia in Misenum unweit von Neapel den Diakon Sossius im Gefängnis besuchte, der die Vollstreckung seines Todesurteils erwartete, wurde er gemeinsam mit seinen Gefährten ebenfalls wegen Christseins verhaftet. Weil sie ihrem Glauben nicht abschworen, wurden sie bei Solfatara nahe Pozzuoli in den Phlegräischen Feldern enthauptet.
Das Blut des Märtyrers habe eine Christin namens Eusebia in zwei Ampullen aufgefangen.
Verehrung
Januarius’ Reliquien wurden mehrfach von einem Ort zum anderen übertragen – von diesen Translationen leiten sich die Gedenktage wie der am 19. September her ab -, bis sie endgültig in eine eigene Kapelle des Doms von Neapel gelangten.
Das seit 1389 belegte weltweit bekannte Blutwunder, bei dem sich das geronnene Blut des Märtyrers, - das in zwei Ampullen aufbewahrt wird - verflüssigt, ereignet sich recht zuverlässig am Vorabend des ersten Sonntags im Mai, am 19. September und am 16. Dezember, zum Gedächtnis des Vesuvausbruchs 1631. Wenn es sich nicht verflüssigt gilt dies als Zeichen nahes Unheil. Januarius wird als Patron von Neapel verehrt.