Rupert und Virgil, 24. September

Miniatur: Heiliger Rupert von Salzburg und Heiliger Virgil von Salzburg - aus: Gebetbuch für Nonnen - BSB Cgm 128 | Bayerische Staatbibliothek (CC BY-NC-SA 4.0)

Namen
Rupert, Ruprecht, Robert - 
Vigil, Fergula 
 
Lebensdaten
Rubert:
Geboren in Worms;
Gestorben: am 27. März 718 ebendort. 

Virgil:
Geboren: um 700 in Nordirland;
Gestorben: 27. November 784 in Salzburg

Lebensgeschichte
Rupert stammte vermutlich aus dem fränkischen Geschlecht der Rupertiner und war bis etwa 695 Bischof von Worms. Herzog Theodo berief ihn nach Bayern, um eine eigene Kirchenprovinz zu errichten. Rupert gelangte über Regensburg, wo er den Herzog vermutlich getauft hat, zunächst nach Lorch, gründete anschließend eine Kirche in Seekirchen/Wallersee und verlagerte seine Haupttätigkeit an die Salzach, wo er das Männerkloster St. Peter gründete und das Frauenkloster auf dem Nonnberg seiner Nichte Erentrud als Äbtissin anvertraute. Er starb in Worms, der Überlieferung nach, unmittelbar nach der Feier der heiligen Messe.
 
Virgil oder Fergal (auch Feirgil oder Fearghal) stammte aus einer nordirischen Kleinkönigsfamilie und wurde vermutlich auf der Klosterinsel Iona vor der Westküste Schottlands umfassend ausgebildet. Annalen führen ihn dann als gelehrten Abt des bedeutenden Klosters Aghaboe in der Mitte Irlands. Um 742 verließ er die Insel zur „Pilgerreise für Christus“.
743 ist Fergals Aufenthalt beim fränkischen Hausmeier und späteren König Pippin dokumentiert, der ihn an seinen Schwager Herzog Odilo von Bayern als Berater in geistlichen Dingen vermittelte. Der Bayernherzog übertrug Fergal 746 oder 747 die faktische Leitung des Bistums Salzburg (als 4. Bischof nach Rupert), wobei Fergals Gefährte, der Klosterbischof Dub Dá Chrich, die nominelle Leitung innehatte und Fergal als Abt von St. Peter wirkte. 749 wurde Fergal selbst zum Bischof geweiht. Es kam mit dem Missionserzbischof und päpstlichen Vikar Bonifatius zum Konflikt, der die römische Autorität bei der Salzburger Bistumsbesetzung als hintergangen empfand.
Virgil führte durch den Bau des ersten Salzburger Doms und die Beauftragung weiterer Kunstwerke sowie durch gezielten Erwerb von Ländereien und Gütern das Bistum und die Stadt zu einer kulturellen und wirtschaftlichen Blüte. Er errichtete nach dem irischen Eigenkirchenprinzip 67 Kirchen und zentralisierte das zerstreute Bistum mittels Tauschgeschäften. Für die Slawenmission im heutigen Kärnten entsandte er seinen irischen Chorbischof Modestus mit 15 Priestern, die Missionszentren an strategisch günstigen Orten wie Maria Saal errichteten.
Nach fast 40 Jahren im Bischofsamt verstarb er am 27. November 784 auf dem Rückweg von einer Visitationsreise.
 
Verehrung
Virgil wurde in seinem Dom bestattet, sein Grab geriet jedoch in Vergessenheit und wurde erst beim Neubau des Doms 1181 wieder aufgefunden. 1233 heiliggesprochen, wird seiner am 24. September gedacht, dem Tag des Jahres 774, als er die Reliquien seines Vorgängers Rupert von Worms nach Salzburg transferierte.
 
Darstellung
Als Bischof mit Modell des Salzburger Doms, bei der Heilung eines Besessenen
 
Patron
In Geburtsnöten, der Kinder, Mitpatron der Diözesen Salzburg und Graz-Seckau. 
 
Verehrung
Zunächst in Worms bestattet, wurden die Reliquien von Rupert dem „Apostel der Bayern“ am 24. September 774 von seinem vierten Nachfolger Virgil nach Salzburg transferiert, lagen dort in St. Peter und ruhen heute im Hochaltar des Salzburger Doms. Der 24. September ist schulfreier Landesfeiertag von Salzburg, der in der Stadt mit einem Kirchweihfest, dem Rupertikirtag, begangen wird.
Darstellung: als Bischof mit Salzfass, manchmal bei der Taufe von Herzog Theodo. 

Patron
Des Landes und des Erzbistums Salzburg, von Kärnten, Mitpatron von Bayern. 
 
Bedeutung
Beide Bischöfe trugen wesentlich zur Festigung der kirchlichen Struktur in Bayern und Salzburg bei.
Sie setzten auf Klostergründungen und Bildung, um die Kirche in ihrem Umfeld zu stärken.
Durch ihre Missionstätigkeit und die konsequente Organisation der Diözese wurde die Evangelisierung nachhaltig und geordnet durchgeführt.
Sie gelten als Wegbereiter der kirchlichen Reform in ihrem Gebiet, indem sie christliche Normen, liturgische Praxis und soziale Verantwortung miteinander verbanden.
 
Quellen
Wikipedia, heiligenlexikon.de und andere
 
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