Dionysius von Paris, 9. Oktober

Hl. Denis, Portal an der Kathedrale von Paris (1220)
 
Missionar, Bischof , Märtyrer

Namen
Dionysius, Denis

Gedenktag
9. Oktober

Lebensdaten
Geboren: ca. 200 in Rom? In Griechenland?
Gestorben: Ende des 3. Jahrhunderts in Paris auf dem Hügel Montmartre, 250/258. 

Zeitgenossen 
• Cyprian von Karthago (um 210–258) – Bischof, Theologe und Märtyrer während der Verfolgungen.
• Sixtus II. († 258) – Papst sowie Laurentius, Diakon, Märtyrer während der Verfolgung unter Kaiser Valerian.
• Perpetua († 203) – junge Christin aus Karthago, deren Gefängnisbericht zu den eindrucksvollsten frühen Märtyrerzeugnissen zählt.
• Felicitas († 203) – Gefährtin der Perpetua im Martyrium, ein frühes Zeugnis christlicher Glaubensstärke.
 
Lebensgeschichte
Dionysius wurde im 3. Jahrhundert – vermutlich um das Jahr 250 von Papst Fabianus – mit sechs anderen Bischöfen von Rom aus als Missionar nach Gallien geschickt. Laut Gregor von Tours war Dionysius um 250 Bischof von Paris. Der römische Statthalter ordnete die Verhaftung und Enthauptung des Dionysius ab. Denis gilt als erster Bischof von Paris und als einer der frühen Missionare Galliens. Der Überlieferung nach erlitt er mit dem Priester Rusticus und dem Diakon Eleutherius das Martyrium. Die genaue Chronologie und Einzelheiten seiner Lebensgeschichte sind unsicher. Seine Verehrung prägte die christliche Geschichte Frankreichs nachhaltig. Die Legende berichtet, Dionysius habe auf dem Richtplatz am Montmartre sein abgeschlagenes Haupt aufgenommen, es in einer nahegelegenen Quelle gewaschen und sei mit seinem Haupt in den Händen sechs Kilometer Richtung Norden gegangen, bis zu der Stelle, wo er begraben werden wollte. An diesem Platz baute der fränkische König Dagobert I. im Jahr 626 die dem Heiligen geweihte Abtei und Basilika Saint-Denis, die den französischen Königen als Grablege diente.
 
Verehrung
Dionysius gilt als Nationalheiliger Frankreichs sowie mehrerer Orte und Städte unter anderem Paris und Krefeld, wo sich seine Darstellung auch im Wappen befindet.
Sein Gedenktag ist der 9. Oktober. 
Nach ihm sind die Stadt Saint-Denis bei Paris sowie weitere ca. 50 Orte in Frankreich, Belgien und Kanada benannt. Auch der Hauptort Saint-Denis auf der Insel Réunion führt seinen Namen. 
In Deutschland erfuhr er eine besondere Verehrung im Regensburger Benediktinerkloster St. Emmeram, das sich sogar rühmte, die angeblich Ende des 10. Jahrhunderts von Kaiser Arnulf aus Paris geraubten Gebeine des Heiligen zu beherbergen. Seit dem Jahr 1450 gehört er zu den vierzehn Nothelfern.
 
Quellen
www2.Bistum-Augsburg.de, Wikipedia, heiligenlexikon.de und andere. 
 
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