
Hl. Pirmin auf dem Hornbacher Sakramentar, vor 983, Solothurn, Domschatz der St.-Ursen-Kathedrale
„Gib deine Hände dem Dienst und dein Herz der Stille — im Hören des Wortes wächst die Gemeinschaft.“
Glaubensbote - Klostergründer - Abt - Bischof
Name
Pirmin abgeleitet von „Firmin“ (lat./althochdt.) = standhaft abgeleitet.
Gedenktag
Gedenktag
3. November
Lebensdaten
Geboren: um 670 in Nordgallien, Gestorben: 3. November 753 in Hornbach (Pfalz)
Zeitgenossen
• Bonifatius (um 675–754) Apostel der Deutschen; Missionar und Kirchenorganisator.
• Willibrord (658–739) Angelsächsischer Missionar; Apostel der Friesen.
• Bertrada von Prüm (um 670–721) – Fränkische Adlige und Klostergründerin. Sie gründete gemeinsam mit ihrem Sohn Charibert das Kloster Prüm in der Eifel.
• Walburga (710–779) Angelsächsische Missionarin und Äbtissin in Deutschland.
• Walburga (710–779) Angelsächsische Missionarin und Äbtissin in Deutschland.
• Lioba (710–782) Missionarin und Äbtissin; Mitarbeiterin des heiligen Bonifatius.
Lebensgeschichte
Pirmin war vermutlich gallorömischer Herkunft; die ihm oft zugeschriebene irische Abstammung rührt von seiner Zugehörigkeit zur irofränkischen Mönchsbewegung. Er wird auch als Flüchtling aus dem südfranzösischen oder spanischen Westgotenreich beschrieben.
724 ist er Wander- bzw. Klosterbischof in Brabant und wird mit einem Schutzbrief des fränkischen Hausmeiers Karl Martell nach Alemannien entsandt, wo er mit 40 Mönchen eine Schenkung bezieht und das Kloster auf der Insel Reichenau im Bodensee gründet. Bereits drei Jahre später verlässt Pirmin wieder das Bodenseegebiet – angeblich hätte das alemannische Herzogshaus die allzu große Ausdehnung des karolingischen Machtbereichs beargwöhnt – und zieht ins südliche Elsass nach Murbach, wo er auf Einladung des Etichonen-Grafen Eberhard ein Kloster gründet und es einer Mischung aus der iroschottischen Kolumban-Regel und der Benedikt-Rregel unterstellt.
724 ist er Wander- bzw. Klosterbischof in Brabant und wird mit einem Schutzbrief des fränkischen Hausmeiers Karl Martell nach Alemannien entsandt, wo er mit 40 Mönchen eine Schenkung bezieht und das Kloster auf der Insel Reichenau im Bodensee gründet. Bereits drei Jahre später verlässt Pirmin wieder das Bodenseegebiet – angeblich hätte das alemannische Herzogshaus die allzu große Ausdehnung des karolingischen Machtbereichs beargwöhnt – und zieht ins südliche Elsass nach Murbach, wo er auf Einladung des Etichonen-Grafen Eberhard ein Kloster gründet und es einer Mischung aus der iroschottischen Kolumban-Regel und der Benedikt-Rregel unterstellt.
Pirmin lebte das Klosterleben als Pilgerweise in seiner Zeit und ließ sich jeweils von den jeweiligen Grundherren und Bischöfen die Selbständigkeit und Freiheit von weltlicher und kirchlicher Obrigkeit verbriefen. Die Leitung hatte er selbst als Klosterbischof inne. Auch seine Nachfolger als Äbte der Reichenau und von Murbach wurden Bischöfe – allerdings Diözesanbischöfe.
Eine letzte Gründung Pirmins erfolgte 741 auf Einladung des Widonen-Grafen Warnharius im südwestpfälzischen Hornbach. Weitere Gründungs- und Reformtätigkeiten wie im badischen Gengenbach und in Schuttern im Schwarzwald wurden ihm erst nach seinem Tod zugeschrieben, sind aber wegen seiner zahlreichen Neuaufbrüche denkbar. Immerhin wurden auch von der bedeutenden Reichenau aus Mönche ins bayerische Niederaltaich entsandt.
Von Pirmin ist ein Werk mit dem Titel „Scarapsus“ erhalten, ein Lehrbüchlein mit biblisch-kirchlichen Vorschriften und Ansichten der Kirchenväter für Mönche, Weltkleriker und Laien. Darin wird seine Verbundenheit mit den altgallischen, irisch-fränkischen und angelsächsischen Missionsgedanken deutlich.
Verehrung
Pirmin wurde in Hornbach bei Pirmasens begraben, wohin bald eine Wallfahrt führte. Ein Festformular zu seinem Todestag am 3. November ist bereits Anfang des 9. Jahrhunderts auf der Reichenau bezeugt. Nach der Auflösung des Klosters Hornbach durch die Reformation wurden seine Gebeine nach Innsbruck überführt, wo sie in der Jesuitenkirche ruhen. Besondere Verehrung genießt der „Apostel der Pfalz“ im Bistum Speyer.
Die Stadt Pirmasens hat ihren Namen von ihm.
Darstellung
als Bischof, mit Schlangen, mit Kirchenmodell
Quellen
www2.bistum-augsburg.de, Wikipedia, heiligenlexikon.de und andere.