Paulinus von Trier, 31. August
Bischof von Trier; unerschütterlicher Verteidiger des Glaubens an die wahre Gottheit und Menschheit Jesu.

Paulinus von Trier (300-358)
Paulinus von Trier
Gedenktag
Gedenktag
31. August
Lebensdaten
Geboren: um 300 in Aquitanien (Südwestfrankreich);
Gestorben: um 358 in Phrygien (heutige Westtürkei) im Alter von 58 Jahren.
Gestorben: um 358 in Phrygien (heutige Westtürkei) im Alter von 58 Jahren.
Zeitgenossen
• Athanasius von Alexandria (ca. 296–373) – großer Verteidiger des Konzils von Nizäum (Jesus ist wahrer Mensch und wahrer Gott);
• Hilarius von Poitiers (ca. 315–367) – Kirchenlehrer gegen den Arianismus (Leugnung der Gottheit Jesu);
• Helena (ca. 248–328) – Mutter Konstantins und Förderin des Christentums;
• Makrina die Ältere (ca. 270–340) – prägende christliche Glaubensgestalt.
Lebensgeschichte
Paulinus von Trier stammte wie der heilige Maximin - aus Südfrankreich, wahrscheinlich aus der Senatorenfamilie Ponti in Bordeaux.
Als Maximin, der Bruder des Bischofs von Poitiers, in die kaiserliche Residenzstadt Trier zog, um dort das Bischofsamt anzutreten, begleitete er ihn. Von Maximin empfing er auch die Priesterweihe. In Trier lernte Paulinus Athanasiuskennen, der im Zuge der christologischen Auseinandersetzungen mit dem Arianismus zweimal von Alexandrien (Ägypten) dorthin ins Exil verbannt wurde.
In den christologischen Auseinandersetzungen des 4. Jahrhunderts stand Paulinus auf der Seite des Bischofs Athanasius gegen die Arianer. Er bezeugte vor Kaiser und Synoden den Glauben an Jesus als wahrer Gott und wahrer Mensch. Dafür wurde er mehrfach an verschiedenen Orte verbannt die nicht bekannt bis auf die letzte Station in Anatolien, heute Türkei.
346 folgte Paulinus dem verstorbenen Maximin ins Bischofsamt nach. Als Kaiser Constantius II. im Jahr 353 eine Provinzialsynode nach Arles einberief, um den rechtgläubigen Athanasius zu verurteilen und als Bischof von Alexandrien abzusetzen – Athanasius hatte die Kirchenpolitik des Kaisers kritisiert und war somit als Anhänger des Usurpators Magnentius verdächtig –, verweigerte einzig Paulinus seine Unterschrift unter ein vorbereitetes Dokument und ging sehenden Auges in die Verbannung, die der Kaiser für diesen Fall angedroht hatte.
Paulinus wurde sofort nach Phrygien verbannt. Ihm half es nicht, dass zwei Jahre später etliche Bischöfe auf dem ebenfalls kaiserlich einberufenen Konzil von Mailand seinem Beispiel folgten und ihre Unterschrift verweigerten. Er starb 358 nach insgesamt fünfjährigem Exil vor dem Benadigungsedikt Kaiser Julians in Phrygien - im anatolischen Hochland.
Verehrung
Nachdem 381 das Erste Konzil von Konstantinopel die arianische Kontroverse um die wahre Gottheit und wahre Menschheit Jesu Christi endgültig überwunden hatte, wurde Paulinus rehabilitiert, seine Gebeine geborgen und von seinem Dritten Nachfolger Felix an einem 31. August vor 399 feierlich in Trier bestattet. Über seinem Grab, in dem der Originalsarg aus Zedernholz noch teilweise erhalten ist, erhebt sich die Kirche St. Paulin.
Quelle
Wikipedia und andere
Seite