Franz Ch’oe Kyŏng-hwan, 12. September

Koreanischer Katechet, Familienvater und Märtyrer.
 

Franz Ch’oe Kyŏng-hwan (1805–1839)
 
Namen
Franz Ch’oe Kyŏng-hwan
 
Lebensdaten
Geboren: 1804/1805 in Taraekkol bei Hongju in Korea;
Gestorben: 12. September 1839 im Gefängnis zu Seoul zu Tode gefoltert.
 
Gedenktag
12. September, Sterbetag;
20. September liturgischer Gedenktag
 
Kontext
Die katholische Kirche in Korea entstand zunächst ohne ausländische Missionare: Koreanische Gelehrte kamen Ende des 18. Jahrhunderts mit christlichen Schriften aus China in Berührung und begannen, selbst Gemeinden zu bilden.
Das machte die Situation außergewöhnlich. Die junge Kirche wurde von Laien getragen, bevor regelmäßig Priester ins Land kamen. Franz Ch’oe Kyŏng-hwan war ein besonders eindrucksvolles Beispiel dafür.
Die Joseon-Regierung sah den Katholizismus nicht lediglich als eine andere Religion. Er widersprach mehreren Grundpfeilern der konfuzianischen Gesellschaft – insbesondere dem Ahnenkult, den familiären Pflichten und der hierarchischen Gesellschaftsordnung. Deshalb kam es zu mehreren Verfolgungswellen, besonders 1801, 1839, 1846 und 1866.
1839, im Todesjahr von Franz Ch’oe Kyŏng-hwans, herrschte König Heonjong. Die eigentliche politische Macht lag allerdings zu einem erheblichen Teil bei mächtigen Adels- und Verwandtschaftscliquen am Hof, insbesondere bei den Andong Kims. 
Als die Katholiken in Korea in den 1880er Jahren die Freiheit erhielten, den Glauben zu praktizieren, waren über 10.000 koreanische Katholiken und des Glaubens willen umgebracht worden worden.
 
Lebensgeschichte 
Franz Choe Kyong-hwan war der Enkel von Choe Han-il, der sich 1787 als erstes Mitglied seines Familienclans hatte taufen lassen. Aber die Region blieb lange Zeit ohne Priester, deshalb verließ Franz seine Heimat, um sich in einem Dorf auf dem Berg Suri nahe Gwacheon niederzulassen, wo er seinen Glauben leben konnte. Er rodete einen Teil des Hügels, pflanzte Tabak an und half Katholiken, dort neue Häuser zu bauen. 1839 wurde Franziskus zum Katecheten ernannt. Im selben Jahr begann die Verfolgung der Christen in Korea; er reiste zu Gefangenen und half bei der Beerdigung von Märtyrern. Am 31. Juli 1839 drang die Polizei in sein Haus ein, verhaftete Franziskus, seine Familie und mehrere Dutzend Katholiken aus dem Dorf und brachte alle nach Seoul. Dort wurde Franziskus wie die anderen verhört und gefoltert. Seine Frau Maria verleugnete unter der Folter ihren Glauben, als sie aber vom Tod ihres Mannes hörte, bereute sie dies jedoch und wurde kurz darauf ebenfalls gemartert.
Der älteste Sohn von Francis und Maria, Thomas Choe Yangeop, wurde der zweite in Korea geborene Priester und diente den ländlichen koreanischen Gemeinden.
 
Verehrung
 
Quellen
Wikipedia; www2.bistum-augsburg.de und andere Seiten.