Cornelius und Cyprian, 16. September
Bischof von Rom (Papst) von 251 bis 253 und anerkannter Glaubenszeuge.

Cornelius (+253); Mosaik in der Kirche Santa Maria in Trastevere in Rom, 12. Jh.
Namen
Kornelius
Gedenktag
16. September
Lebensdaten
Geboren: in Rom
Gestorben: im Juni 253 in Centrum Cellae, heute Civitavecchia in Italien.
Gestorben: im Juni 253 in Centrum Cellae, heute Civitavecchia in Italien.
Zeitgenossen
• Cäcilia von Rom († um 230) – römische Jungfrau und Märtyrin; eine der frühesten und bekanntesten römischen Märtyrerinnen.
• Agatha von Catania († um 250/251) – sizilianische Jungfrau und Märtyrin; sie erlitt ihr Martyrium während der Verfolgung unter Kaiser Decius.
• Agatha von Catania († um 250/251) – sizilianische Jungfrau und Märtyrin; sie erlitt ihr Martyrium während der Verfolgung unter Kaiser Decius.
• Fabian († 250) – Vorgänger des Kornelius als Papst, Märtyrer der Decischen Verfolgung.
• Cyprian (um 210–258) – Bischof von Karthago; Kornelius’ wichtigster kirchlicher Verbündeter.
• Cyprian (um 210–258) – Bischof von Karthago; Kornelius’ wichtigster kirchlicher Verbündeter.
Lebensgeschichte
Cornelius, war ein Sohn des Castinus aus der vornehmen römischen Familie der Cornelii und Priester in Rom.
Nachdem der römische Bischof Fabianus den Märtyrertod erlitten hatte, dauerte es 14 Monate lang, bis nach Abklingen der Verfolgungen unter Kaiser Decius Cornelius im März 251 zum Bischof von Rom gewählt wurde. Er errang die Mehrheit gegen eine starke Minderheit des römischen Klerus um den Priester Novatian, den Kopf der Novatianer, der in der langen Vakanz großen Einfluss erlangt hatte.
Novatian warf Cornelius vor, er habe in den Verfolgungen unter Kaiser Decius Beamte bestochen und so eine Bescheinigung erhalten, dass er gemäß dem Erlass des Kaisers den römischen Göttern geopfert habe; deshalb habe Cornelius kein Recht, Bischof zu sein.
Zum endgültigen Bruch mit Novatian führte die Frage, wie mit den Christen umgegangen werden solle, die unter dem staatlichen Druck unter Kaiser Decius aus Angst ihren Glauben verleugnet hatten. Novatian bestritt die Möglichkeit einer "zweiten Buße" für Todsünden, Cornelius stellte sich entschieden auf die Seite der Nachsichtigen und Vergebungsbereiten und wurde darin von Bischof Cyprian von Karthago unterstützt. Die Minderheit des römischen Klerus wählte Novatian nun zum (zweiten) Gegenpapst der Kirchengeschichte.
Auf der römischen Synode von 251 wurden die von Novatian gegen Cornelius erhobenen Beschuldigung zurückgewiesen; Cornelius exkommunizierte Novatian mit Unterstützung von Cyprian und Dionysius von Alexandria.
Mit Hilfe der Luzina, einer heiligmäßigen Frau, soll Cornelius die Reliquien der Apostel Petrus und Paulus von den Katakomben an einen passenderen Ort übertragen haben. Luzina bestattete die Reliquien des heiligen Paulus auf ihrem Landgut an der Straße nach Ostia, nahe bei der Stelle, bei der er enthauptet worden war. Die Reliquien von Petrus setzte Kornelius nicht weit von der Stätte entfernt, wo er gekreuzigt worden war, bei. Als dies den Kaisern (Trebonianus Gallus und Volusianus) hinterbracht wurde, sowie auch, daß unter dem Einfluß des Papstes viele Einwohner Roms Christen wurden, wurde Cornelius nach Centumcellae - dem heutigen Civitavecchia einer wichtigen Hafenstadt Roms verbannt, wo er an den Haftbedingungen bei Bauarbeiten starb. Cyprian, Bischof von Karthago, soll ihm mit einem Brief getröstet haben.
Cornelius verfasste Briefe an die Kirchen in Alexandria, Antiochia - das heutige Antakya - und Karthago; was als Indiz für die Vorrangstellung von Rom gewertet wird. Erhalten ist ein Teil eines Briefs an Cyprian von Karthago, in dem die Gliederung des römischen Klerus geschildert wird: demnach gab es 46 Priester, sieben Diakone, sieben Subdiakone, 42 Akolythen, 52 Lektoren, dazu Exorzisten und Ostiarier sowie 1500 Witwen und Arme; daraus wird auf etwa 30.000 Gemeindeglieder geschlossen.
Verehrung
Im 4. Jahrhundert wurden Cornelius' Gebeine nach Rom überführt, seitdem wird er am 14. September verehrt - am selben Tag wie sein Freund Cyprian. In Rom gab es schon um 450 eine Cornelius geweihte Kirche. Nördlich der Alpen verbreitete sich die Verehrung im 9. Jahrhundert. In der Kirche St. Kornelius der früheren Reichsabtei - seit der Säkularisation 1802 Pfarrkirche - in Kornelimünster - dem heutigen Stadtteil von Aachen -, wird die Kopfreliquie und ein Armreliquiar bewahrt.
Cornelius' Attribut ist ein Horn - eigentlich eine Klaue eines Adlers, welche dieser aus Dankbarkeit für die Heilung durch das Gebet des Cornelius zu dessen Füßen niedergelegt habe; diese Klaue wurde von Cornelius als Trinkgeschirr gebraucht. Tatsächlich ist das Horn eines der Attribute von Cornelius, abgeleitet von seinem Namen: das Lateinische "cornu" steht für "Horn".
Darstellung
Quellen
vgl. Wikipedia und andere