Paul Chong Hasang, 20. September

Paul Chong Hasang (1795-1839)

Name
Paul Chŏng Ha-sang
 
Gedenktag
20. September

Lebensdaten
Geboren: 1795 in Majae in der Provinz Gyeonggi-do im Nordwesten Koreas;
Gestorben: 22. September 1839 in Small West Gate, Seoul. 

Zeitgenossen
• Vinzenz Pallotti (1795–1850) – italienischer Priester; setzte stark auf die apostolische Verantwortung aller Getauften, nicht nur des Klerus. 
• Peter Chanel (1803–1841) – Missionar und Märtyrer auf Futuna; steht für die zeitgleiche Ausbreitung des Christentums im pazifischen Raum, Ozeanien.
• Barbara Han A-gwi (1792–1839) – koreanische Märtyrin und engagierte Christin.
• Lucia Kim Nusia (1818–1839) – junge koreanische Märtyrin.
• Augustinus Yu Chin-gil (1791–1839) – koreanischer Laienapostel und Märtyrer.
• Laurentius Imbert (1796–1839) – Bischof und apostolischer Vikar in Korea.
 
Lebensgeschichte
Paul Chŏng Ha-sang gehörte zu den wichtigsten Organisatoren der jungen koreanischen Kirche. Er bemühte sich wiederholt darum, Priester und Bischöfe nach Korea zu bringen, und wurde 1839 mit seiner Familie hingerichtet. 

Hasang war Katechet und bat in einem Brief den Papst darum, weitere Priester ins Land zu schicken. Im Winter 1836/37 half er drei französischen Missionaren, heimlich über die Berge ins Land einzureisen. Sie arbeiteten in aller Heimlichkeit, standen um 2:30 Uhr auf, um zu wechselnden Zeiten unter extrem ärmlichen Bedingungen die Messe zu feiern. Die Zahl der Katholiken wuchs jedoch so stark, dass es nicht länger möglich war, die Aktivitäten geheim zu halten. Man vermutet, dass es zu jener Zeit etwa 9000 Christen im Land gab. Die drei französischen Missionare ließen sich am 6. September 1839 gefangen nehmen, um ein Massaker und die Apostasie(Glaubensabfall) vieler zu verhindern. Sie wurden am 21. September hingerichtet. Am Tag darauf wurden auch Paul Chong und sein Freund Augustin Yu Chin-gil, der offizielle Dolmetscher des Königs, gehängt. Auch Hasangs Eltern, sein Bruder und seine Schwester erlitten den Märtyrertod.

Bemerkenswert: Paul steht für eine Kirche, in der Laien lange vor einer regulären kirchlichen Hierarchie das Evangelium weitergaben. Das macht den koreanischen Märtyrertag auch kirchengeschichtlich besonders interessant. 
 
Verehrung 
Papst Franziskus sagte: Die getauften Laien haben [in Korea] den Glauben weitergegeben, es gab keine Priester, weil sie keine hatten: Sie kamen später, daher wurde die Erstevangelisierung von Laien vorgenommen. Wären wir zu so etwas in der Lage? … Vor etwa 200 Jahren war Korea Schauplatz einer sehr schlimmen Verfolgung: Die Christen wurden verfolgt und vernichtet. An Jesus Christus zu glauben bedeutete im damaligen Korea, bereit zu sein, Zeugnis abzulegen bis zum Tod.“ „Und der Christ ist seinem Wesen nach jemand, der Jesus verkündigt und von ihm Zeugnis gibt… Der heilige Paul Chong und die anderen koreanischen Gläubigen haben gezeigt, dass das in Zeiten der Verfolgung gegebene Zeugnis des Evangeliums viele Früchte für den Glauben tragen kann“ (9.9.2023)
 
Heute sind knapp 30% aller Südkoreaner Christen, 8% davon Katholiken.
 
2027 wird der Weltjugendtag in Südkorea in Seoul stattfinden. 
 
Quellen
2.bistum-augsburg.de; wikipedia; heiligenlexikon.de; katholische.de; vatican.va und andere