Paul vom Kreuz, 19. Oktober

Paul vom Kreuz (1694–1775)
 
Priester - Ordensgründer der Passionisten

Name
Paolo Francesco Danei

Gedenktag
19. Oktober

Lebensdaten
Geboren: 3. Januar 1694 in Ovada  (Alessandria) in Piemont, Norditalien; 
Gestorben: 18. Oktober 1775 in Rom mit 81 Jahren. 
 
Zeitgenossen 
• Alfons Maria von Liguori (1696–1787), Moraltheologe und Gründer der Redemptoristen;
• Benedikt Joseph Labre (1748–1783), Pilger und Heiliger der radikalen Armut.
 
Lebensgeschichte
Paul wächst in einer christlichen Kaufmannsfamilie auf. Er erhält etwas Schulbildung in der Obhut eines Priesters und zeigte als Jugendlicher  Interesse am Gebet und am kirchlichen Leben, der Betrachtung des Leidens Jesu. Mit 21 Jahren 1715 schließt er sich dem Kreuzzugsheer der Republik Venedig gegen die Türken an. Doch erkennt er bald, dass ihn Gott auf einen ganz anderen Weg ruft.  1718 verzichtet er auf eine reiche Erbschaft und die Möglichkeit zu einer Heirat. Er zieht es vor, sein geistliches Leben zu vertiefen und seine Berufung zu klären. 1720 hatte er in Castellazona die Eingebung, die künftige Missionsgemeinschaft der Passionisten zu gründen, und bereits klare Vorstellungen vom Ordensgewand samt dem Leidensemblem Christi, mit dem er sich im selben Jahr vom Bischof von Alessandria bekleiden ließ. Er zog sich als Einsiedler in eine Kirchenzelle zurück und verfasste den Grundstock einer Ordensregel, die der Bischof auch guthieß. Der Versuch aber, die Anerkennung auch in Rom zu erhalten, scheiterte daran, dass ihn Papst Innozenz XIII. gar nicht erst empfing.
Paolo zog sich in eine Einsiedelei auf dem Monte Argentario an der toskanischen Mittelmeerküste zurück, wo sein Bruder Giambattista zu ihm stieß. 1722 lud sie der Bischof von Gaeta ein, sich am Heiligtum der Madonna della Catena niederzulassen, von wo sie auf Einladung des Bischofs von Foggia nach Troja umzogen. Der dortige Bischof Emilio Cavalieri half bei der Verbesserung der Ordensregel und vermittelte eine Audienz bei Papst Benedikt XIII., der den Gebrüdern Danei die Aufnahme von Ordensmitgliedern erlaubte und sie beide 1727 im Petersdom zu Priestern weihte. 1741 als Ordensgemeinschaft anerkannt, wählten die Passionisten ihren Gründer, der bei Ablegung seiner Gelübde den Ordensnamen Paul vom Kreuz angenommen hatte, gegen seinen Willen zum Ordensgeneral und verlegten den Sitz des Ordens nach Rom ins Kloster SS. Giovanni e Paolo. 1771 entstand der weibliche Ordenszweig. Über 200 Briefe sind von Paul vom Kreuz überliefert, dazu zahlreiche geistliche Schriften sowie seine Ordensregeln.
 
Verehrung
Pauls Gebeine ruhen in einer Kapelle der Basilika dei Santi Giovanni e Paolo in Rom. 1867 heiliggesprochen, gilt er als der größte Mystiker des 18. Jahrhunderts.
Darstellung: im Ordensgewand mit Buch, Kreuz, Rosenkranz, Totenkopf oder Leidenswerkzeugen
 
Quellen
 www2.Bistum-Augsburg.de, Wikipedia, heiligenlexikon.de, VaticanNews und andere. 
 
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