Maria del , Carmen Viel Ferrando, 5. November

Maria del Carmen Viel Ferrando (1893-1936)
 
„Die Heiligkeit beginnt dort, wo Menschen ihren Glauben im Alltag leben und sich für andere einsetzen.“
 
María del Carmen Viel Ferrando war eine missionarische und glaubensstarke Persönlichkeit. Ihr Leben war geprägt von der Eucharistie, der Sorge um arme Menschen und dem Engagement für junge Frauen. 
 
Märtyrerin - Laienapostelin (Ehrenamtliche)
 
Namen
María del Carmen Viel Ferrando (auch Maria Carmela Viel Ferrando)
 
Gedenktag
5. November
 
Lebensdaten
Geboren: 27. November 1893 in Sueca bei Valencia (Spanien);
Gestorben in der Nacht vom 4. auf den 5. November 1936 in El Saler bei Valencia (Spanien).
 
Lebensgeschichte
María del Carmen Viel Ferrando wuchs in Sueca in der spanischen Provinz Valencia auf. Sie besuchte eine Schule der Vinzentinerinnen (Töchter der christlichen Liebe), wo sie eine tiefe religiöse Prägung erhielt. Schon früh entwickelte sie eine besondere Liebe zur Eucharistie. Ihre Erstkommunion empfing sie 1904 in der Pfarrkirche San Pedro Apóstol.
Zunächst erlernte sie das Schneiderhandwerk. Obwohl sie zeitweise daran dachte, Ordensfrau zu werden, erkannte sie ihre Berufung darin, als engagierte Christin mitten in der Welt zu leben. Sie gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Katholischen Aktion (vergleichbar in Deutschland mit ehrenamtlichen Diensten) in ihrer Heimatgemeinde und engagierte sich intensiv in der Katechese und in der sozialen Arbeit der Pfarrei.
Besonders am Herzen lagen ihr arme Kinder und junge Arbeiterinnen. Sie unterstützte Familien in schwierigen Lebenssituationen, half bei der Gründung einer katholischen Schule für Mädchen aus armen Verhältnissen und setzte sich für bessere Bildungs- und Arbeitsmöglichkeiten junger Frauen ein.
Um ihre soziale Arbeit fachlich zu vertiefen, beschäftigte sie sich mit Soziologie. Sie wirkte an der Gründung einer gewerkschaftlichen Organisation für Beschäftigte im Schneiderhandwerk mit und setzte sich für die soziale und religiöse Bildung der Arbeiterjugend ein.
Ein besonderes Anliegen war ihr die Gründung einer Niederlassung der Don-Bosco-Schwestern (Salesianerinnen) in Sueca. 1931 konnte sie deren Arbeit in ihrer Heimatstadt mit auf den Weg bringen. Sie wollte jungen Frauen eine gute Ausbildung und eine christliche Lebensperspektive ermöglichen.
Ihre persönliche Spiritualität war stark eucharistisch und marianisch geprägt. Sie besuchte regelmäßig die heilige Messe, empfing häufig die Kommunion, betete täglich den Rosenkranz und engagierte sich in der Vinzenzgemeinschaft (caritativer Förderverein). 
Als 1936 der Spanische Bürgerkrieg und die damit verbundene religiöse Verfolgung der katholischen Kirche begann, setzte sie ihre kirchliche und soziale Arbeit zunächst fort. Sie unterstützte auch Priester und Ordensleute, die bedroht wurden.
Am 2. November 1936 wurde sie selbst in Valencia verhaftet. Eine Frau, der sie zuvor geholfen hatte, soll sie denunziert haben. Wegen ihres offen gelebten katholischen Glaubens und ihres Apostolats wurde sie verfolgt.
In der Nacht vom 4. auf den 5. November 1936 wurde María del Carmen in El Saler bei Valencia von von revolutionären, linken, antiklerikalen Kräften auf republikanischem Regierungsgebiet erschossen. Sie war erst 42 Jahre alt.
 
Verehrung
María del Carmen Viel Ferrando gehört zu den 233 Märtyrern der religiösen Verfolgung in Spanien während des Spanischen Bürgerkriegs.
Am 11. März 2001 wurde sie von Papst Johannes Paul II. in Rom seliggesprochen.
 
Ihr liturgischer Gedenktag ist der 5. November.
 
Sie wird besonders als Märtyrerin, engagierte Laienapostelin und Zeugin eines Glaubens verehrt, der sich in sozialer Verantwortung und konkreter Nächstenliebe ausdrückt.
 
Geistlicher Impuls
María del Carmen ist ein bemerkenswertes Beispiel für die Berufung zur Heiligkeit mitten im Alltag. Sie war eine Frau, die ihren Glauben in der Pfarrei, in der sozialen Arbeit, in der Bildung und in der Sorge um junge Menschen verwirklichte.
Ihre Lebensgeschichte erinnert daran, dass christliches Engagement nicht bei der Frömmigkeit stehen bleibt. Aus der Liebe zur Eucharistie erwächst die Liebe zum Menschen.
 
Ein Satz, der ihr Leben zusammenfasst:
Wer Christus in der Eucharistie begegnet, kann an der Not der Menschen nicht gleichgültig vorbeigehen.
 
Quellen
www2.bistum-augsburg.de, Wikipedia, heiligenlexikon.de  u. a. 
 
Website