Rosenkranzgebet im Oktober

Der Oktober ist besonders dem Rosenkranz-Gebet gewidmet. Papst Leo lädt ein, jeden Tag den Rosenkranz für den Frieden zu beten – persönlich, in der Familie, in der Gemeinschaft. Am Samstag, dem 11. Oktober um 18.00 Uhr zum Jubiläumsjahr und Gedenken an den Jahrestag der Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils.

 
Lernen Sie das Rosenkranzgebet kennen zum Beispiel mit derApp: HALLOW 

"Wenn Du den Rosenkranz betest, betest Du nie allein, Maria betet immer mit dir".
 
Mitte und Ziel des Rosenkranzgebetes ist Jesus Christus:
Im Beten treten wir ein in das Geheimnis seiner Menschwerdung, ihm zu begegnen, dem Sohn Gottes, der aus Maria empfangen und geboren wurde. Mit den Worten des Engels und dem Herzen Gottes selbst sprechen wir: „Gegrüßet seist du, Maria …“
So führt uns jedes Ave tiefer hinein in die Liebe des Vaters, der sich in Christus offenbart, und in die Hingabe Mariens, die uns zu ihm hinführt.
 
 
Mit Maria betrachten wir das Leben Jesu. Niemand hat Jesus so innig gekannt wie sie. Maria ist ihm auf allen wichtigen Stationen seines Lebens gefolgt – bis unter das Kreuz und in die Gemeinschaft der Jünger nach seiner Auferstehung und Himmelfahrt.
 
An Maria wird die Macht der Erlösung sichtbar: Sie wurde aufgenommen in die Herrlichkeit Gottes - Zeichen der Hoffnung für die Kirche und für alle Menschen.
 
Im Rosenkranz betrachten wir die Geheimnisse Jesu und unseres Glaubens. Die wiederholten Gebetssätze – besonders beim wechselseitigen Beten – schenken innere Ruhe, fördern Besinnung und lassen ein dialogisches Gebet entstehen, in dem Zuhören und Sprechen einander tragen. Die 59 Perlen des Rosenkranzes führen uns in einen Rhythmus und helfen, das Gebet Schritt für Schritt bewusst zu vollziehen.
 
Es gibt viele Anleitungen und Angebote zum (Mit-)beten des Rosenkranzes, z.B. mit Radio-Horeb oder mit Hilfe einer  Rosenkranz-App oder als Interaktion in sozialen Medien z.B. bei YouTube etc.
 
Rosenkranz
Die Gebetsschnur besteht aus 59 Perlen: 6 große und 5x10+3 kleine Perlen und einem Kreuz. 
 
Viele Christen kennen die Gebetspraxis im Mai und Oktober oder sogar täglich den Rosenkranz zu beten (auch nur ein Gegrüßet seist du Maria zu beten ist ein Anfang).
 
Der 7. Oktober ist der Gedenktag "Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz". Es wird besonderes am Wallfahrtsort, Kloster Maria Einsiedeln in der Schweiz begangen.
 
Mit Hilfe der Perlenschnur gelingt ein in der Regel wechselweises Beten, das Besinnung auf das Heilswirken Gottes in Jesus durch Maria in Freud und Leid, im Wirken der Kirche und auf die Ewigkeit hin schenkt.
 
Das Rosenkranzgebet ist uralt. In seiner Methode geht bis zu den Anfängen des Christentums und auch in die Gebetspraxis im Alten Testament zurück.
 
Die Perlenkette ist ein Hilfsmittel zur Wiederholung und Kontinuität. Die Betenden lassen die Perlen durch die Finger gleiten. Das erinnert auch an Gebetsschnüre die in anderen Religionen Anwendung finden.
 
Mit dem Name Rosen-Kranz kann man assoziieren, dass man Maria eine „geistige“ Rose übergibt in der Herzenshaltung des Dankes oder/und der Bitte für ihr Gebet für und mit uns.
 
Mit Gott sprechen wir Maria an und wollen mit ihr auf sein Wort an uns hören und sein Tun durch Jesus für uns betrachten.
 
Rosenkranz-Monat Oktober 
Der Missions-Monat Oktober ist besonders dem Rosenkranz-Gebet gewidmet. Es drückt die Mission / Sendung Gottes aus, auf und Menschen, auf Maria und jede und jeden von uns zuzugehen und uns seine Verheißungen zu überbringen.
 
Im wiederholten Gebet des „Gegrüßet seist du Maria“, sprechen die selben Worten, die Gott durch den Engel Gabriel an Maria gerichtet hat aus sowie die  Worte, die Elisabet, die Cousine zu Maria sagte. Und wir bitten Maria, auch für uns und mit uns zu beten.
 
Im Rosenkranzgebet vergegenwärtigen wir Gottes Sprechen zu Maria und ihr Hören, Nachdenken und Antworten.
 
Die wiederholende Gebetsform ist wie das Sprechen lernen für Kindern oder wie die wiederholte Liebeszusage von Verliebten.
 
Jesus sagt: "Wachet und betet" (Mt 26, 38) und der Apostel Paulus erinnert uns: "Betet ohne Unterlass!" (1 Thess 5,17).
 
Der Aufruf und eine große Vielfalt auf verschiedene Art und Weise mit Gott zu sprechen, das heißt mit Gott ihm zu kommunizieren begegnet uns an vielen Stellen in der Heiligen Schrift.
 
7 Mal am Tag sollen wir beten, ob kniend, oder liegend, stehend, gehend, an die Brust schlagend, uns verneigend, singend, schweigend, mit Instrumenten, als kurze Gebetsausrufe, in Liedern, mit freien Worten, in Zungensprachen, ob lyrisch oder anhand der Buchstaben des Alphabets, oder in abgezählten Wiederholungen und vielen anderen Formen mehr.
 
Von Christen in den Wüstengebieten Ägyptens, im 3. Jahrhundert, wird überliefert, dass sie für jedes verrichtete Gebet, besonders die 150 Psalmen (Gebete) der Bibel, einen Stein in einen Korb zu legten oder auf eine Schnur aufreihten. Auch Jesus betete täglich die Psalmen. Irgendwann tauchen Gebetsschnüre mit 150 Knoten auf und anstelle der 150 Psalmen wird vereinfachend das Vaterunser, das Gegrüßet-seist-du-Maria oder der Gebetsruf Jesus-erbarme-dich-meiner gesprochen.
 
Allmählich entwickelte sich das Rosenkranzgebet wie wir es heute kennen.
 
Johannes Paul II. fügte im Jahr 2002 zu den drei offiziellen Rosenkranzweisen (den freudenreichen, schmerzhaften und glorreichen Rosenkranz) den lichtreichen Rosenkranz hinzu: 1. Jesus, der von Johannes getauft worden ist; 2. Jesus, der sich bei der Hochzeit von Kana geoffenbart hat; 3. Jesus, der das Reich Gottes verkündet hat; 4. Jesus, der auf dem Berg verklärt worden ist und 5. Jesus, der uns die Eucharistie geschenkt hat.
 
Papst Franziskus 
"Wenn wir gemeinsam mit dem Herzen Marias, unserer Mutter, das Antlitz Christi betrachten, wird uns dies immer tiefer als geistliche Familie vereinen und uns helfen." Brief zum Rosenkranzgebet (Mai 2020)
 
Hl. Johannes-Paul II. 
"Das Rosenkranzgebet ist mein Lieblingsgebet! Ein herrliches Gebet! Wunderbar in seiner Natürlichkeit und in seiner Tiefe. Hier wiederholen wir vielmal die gleichen Worte, welche die Jungfrau Maria vom Erzengel und von ihrer Kusine, Elisabet hörte. Im Hintergrund vergegenwärtigt die Seele die Hauptereignisse (Geheimnisse) des Lebens Jesu. Das Gebet ist so einfach und so reich. Ich ermuntere euch alle es zu beten." Apostolischen Schreiben, Der Rosenkranz der Jungfrau Maria (2002)
 
Termine zum gemeinsamen Gebet (Gottesdienst) in den Gemeinden
In der Gottesdienstordnung und im Pfarrblatt