Gabriel, Michael, Raphael


Heilige Schutzengel mein,
lass mich dir empfohlen sein.
Tag und Nacht, ich bitte dich,
beschütz, regier' und leite mich.
Hilf mir leben recht und fromm,
damit ich zu dir in den Himmel komm. Amen
 
„Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde“ (Genesis 1,1).
 
Gott ist der Schöpfer der sichtbaren und der unsichtbaren Welt 
(Erde und Himmel), der sichtbaren, körperlichen Dinge, besonders die Menschen, die fähig sind ihren Schöpfer zu erkennen und in Freiheit zu lieben und zu ehren, in jedem Geschöpf auch den unsichtbaren geistigen Wesen den Engeln.
 
Die Engel sind rein geistige, körperlose, unsichtbare und unsterbliche Geschöpfe. Sie sind mit Verstand und Willen begabt 
und mit ihrem ganzen Sein auf Gott ausgerichtet. Sie schauen Gott von Angesicht zu Angesicht, verherrlichen ihn und dienen ihm. Sie sind seine Boten bei der Erfüllung seines Heilswillen für jeden Menschen (Schutzengel) und der ganzen Schöpfung. (Katechismus-Kompendium)
 
Ich [Gott] sende einen Engel vor dir her, der dich behüte auf dem Wege und dich bringe an den Ort, den ich bestimmt habe. Achte auf ihn und gehorche seiner Stimme.“ (Ex 23,20)
 
Am Ende des Monats September feiert die Kirche das Fest der Erzengel, Gabriel, Michael und Raphael (29.9.) uns das der Schutzengel am 2. Oktober 

Alle Namen der Engel enden mit dem Wort »El«, was »Gott« bedeutet. Gott ist in ihre Namen das heißt in ihr Wesen eingeschrieben. Ihr Wesen ist das Dasein vor Gott und für Ihn.

MICHAEL
Namensbedeutung
Wer ist wie Gott? (hebr.)

Namensvarianten
Miguel, Mike, Michel, Mitchell, Mischa, Maik, Mikka, weibl.: Michaela, Michelle

Gedenktag
29. September

Schrift und Tradition
Michael begegnet im alttestamentlichen Buch Daniel als Engelsfürst, der dem Gottesvolk Israel in besonderer Weise zur Seite steht.
1886 ordnete Papst Leo XIII. die Anrufung Michaels als Schutz vor Satan nach der Messe an.
 
Darstellung
mit Flammenschwert und Waage, oder den Teufel bzw. einen Drachen bezwingend
 
Patron
der Kirche, von Deutschland, der Soldaten,
 
GABRIEL
Namensbedeutung
Gott ist meine Stärke (hebr.)

Namensvarianten
Gavril, Gábor, Cebrail, Gabe, Gavin, weibl.: Gabriele, Gabrielle, Gabriela, Gabi

Schrift , Tradition
Der Engel Gabriel erscheint dem Propheten Daniel im gleichnamigen alttestamentlichen Buch in Gestalt eines Mannes, deutet Daniel seine Visionen und offenbart ihm den Plan Gottes. 
Die jüdische Tradition identifiziert ihn als göttliche Stimme beim Befehl zum Bau der Arche Noah, bei der Rettung Isaaks vor seiner Opferung durch Abraham und bei der angekündigten Zerstörung Jerusalems im Buch Ezechiel. 
Im Lukasevangelium tritt er als Bote Gottes auf und kündigt Zacharias die Geburt Johannes’ des Täufers an sowie Maria die Geburt Jesu.
 
Verehrung
Die berühmteste Gabrielskirche ist das griechisch-orthodoxe Gotteshaus in Nazareth (das Gegenstück zur katholischen Verkündigungsbasilika), das über dem Brunnen gebaut wurde, in dem der Überlieferung nach Maria Wasser geschöpft hat.
Besondere Verehrung genießt Gabriel beim dreimal täglichen Angelusgebet „Der Engel des Herrn“.
1951 erhob Papst Pius XII. Gabriel zum himmlischen Patron aller Telekommunikationsberufe.
Gabriel wird im Islam als Vermittler der koranischen Offenbarung an Mohammed verehrt. 

Darstellung
bei der Verkündigung, mit Lilienszepter, Trompete oder Schriftrolle
 
Patron
von Portugal, der Telekommunikationsberufe, der Boten, Botschafter, Diplomaten,
 
RAPHAEL
Namensbedeutung
Gott hat geheilt (hebr.)

Namensvarianten
Rafael, Raffaele, Raffaello, Rafał, Rapolas, weibl.: Raphaela, Rafaele

Gedenktag
29. September

Schrift und Tradition
Der Engel Raphael ist eine der Hauptpersonen im biblischen Buch Tobit. Er wird nach Ninive gesandt, um Tobits Blindheit zu heilen und die von einem Dämon bedrängte Sarah mit dessen Sohn Tobias zu vermählen. Als unerkannter Reisebegleiter beschützt Raphael Tobias, zeigt ihm, wie er aus der Galle eines Fischs das Heilmittel für den Vater gewinnt, fesselt den Dämon und verheiratet Tobias mit Sarah. 
 
Verehrung
Raphael, der Engel der Heilung, ist auch Inbegriff des Schutzengels und Patron der Seeleute. 
 
Darstellung
mit Tobias, Fisch und Arznei in einer Dose, sowie einem Hund als Begleiter
 
Patron
der Reisenden, der Auswanderer, der Blinden, der Apotheker und der Pfleger,
 
Engel
(gr. angelos, lat. angelus; Bote und Botschaft) sind Geschöpfe welche Verstand und freien Willen, aber keinen Leib haben. Gott hat die Engel erschaffen, dass sie ihn anbeten, ihn lieben, ihm dienen, und die Menschen auf ihrem Weg zu Gott beschützen. 
 
Sie bringen Gott zu uns Menschen, sie öffnen den Himmel und öffnen so die Erde für Gott. Gerade weil sie bei Gott sind, können sie auch uns Menschen sehr nahe sein.
 
"Gott ist in der Tat jedem von uns näher als wir es uns selbst sind. Die Engel sprechen zu uns Menschen von dem, was unser wahres Sein ausmacht, von dem, was in unserem Leben so oft zugedeckt und begraben ist. Sie rufen uns auf, wieder zu uns zu kommen, indem sie uns von Gott her berühren. In diesem Sinn sollten auch wir Menschen  füreinander Engel werden – Engel, die uns von den falschen Wegen abbringen und uns immer von neuem auf Gott ausrichten." Benedikt XVI., 29. September 2007
 
Katechese über die Engel
von Dr. Nina Heerman (02.10. 2019) YouTube
 
Der Monat September wird als Monat der Schöpfung oder Schöpfungszeit begangen. Seit 2015 gilt der 1. September als Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung auch in der Intention der Verantwortung der zu einem nachhaltigen Lebensstil.
 
 
 
 
 
Samen des Friedens und der Hoffnung“: Das ist das Thema des Gebetstages für die Bewahrung der Schöpfung 2025.
 
Am 10. Jahrestag der Einführung dieses Tages im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Enzyklika Laudato si’ befinden wir uns mitten im Jubeljahr, als „Pilger der Hoffnung“. Gerade in diesem Kontext gelangt das Thema zu seiner vollen Bedeutung.
 
Durch die poetischen Schöpfungsberichte der Heiligen Schrift - am bekanntesten ist das Lied von den sechs Tagen - erkennen wir den Wert, die Ordnung, Dynamik und Schönheit aller Geschöpfe, ihre Hinordnung auf das Lob Gottes und zur Hilfe für uns Menschen. Alle Dinge verdanken ihr Dasein Gott, von dem sie ihre eigene Güte und Vollkommenheit, ihre eigenen Gesetze und ihren Platz in der Welt empfangen. Der Mensch ist der Höhepunkt der sichtbaren Schöpfung, nach Gottes Bild und Ähnlichkeit erschaffen.
 
Unter den Geschöpfen gibt es eine gottgewollte gegenseitige Beziehung, Einheit und Solidarität. Denn wir alle haben den gleichen Schöpfer, werden von ihm geliebt und sind auf seine Herrlichkeit hingeordnet. Die in die Schöpfung eingeschriebenen Gesetze und Beziehungen - Ökologie - sollen wir achten. Sie sind ein Grundsatz der Weisheit Gottes und eine Grundlage der Sittlichkeit.