Herzlichen Dank allen Beterinnen und Betern, die die Stunden der Ewigen Anbetung in unseren Gemeinden der Seelsorgeeinheit Oberes Schlüchtal mitgetragen haben.
Euer treues Gebet vor dem Herrn ist ein wunderbarer Lobpreis und ein kostbarer Dienst von jeder und jedem für unsere Gemeinden, die ganze Kirche und Welt.
Vergelt’s Gott für die Zeit für Gott und Gemeinschaft im Glauben!
Gestaltung
Die Ewige Anbetung beginnt in der Regel mit der Hl. Messe um 19.00 Uhr. Die Gebetsstunden im Anschluss werden von Gruppen oder einzelnen Personen individuell gestaltet: in Stille, meditative Musik, Gebeten, Rosenkranz, Anbetungs- und Lobpreislieder, Orgelmusik, Lesungen von biblischen und geistlichen Texten, Litaneien ….
Musik- und andere Audioimpulse können auch über Handy abgespielt werden (in Birkendorf steht WLAN zu Verfügung da kein Mobilfunkempfang).
Die Anbetung endetet mit dem Segensgebet (Gotteslob Nr. 682,1,2,3,4). Wenn ein Priester oder Diakon anwesend ist durch den Segensgestus mit der Monstranz - danach wird das Allerheiligste in den Tabernakel zurückgestellt und das Te Deum (Großer Gott wir loben dich) gesungen.
Die Tage der Ewigen Anbetung 2025
- Untermettingen: Mi. 10.09.
Nach der Hl. Messe Aussetzung und jeweils ca. eine halbe Stunde Anbetung:
1. Senioren (Elfriede, Ilse)
2. Silke
3. Gemeindeteam (Waltraud)
4. Kirchenchor (Luzia, Silvia) - Riedern am Wald: Do. 11.09.
- Grafenhausen: Fr. 12.09. (Beginn 18 Uhr)
- Obermettingen: Di. 16.09.
- Ühlingen: Mi. 17.09.
- Birkendorf: Do. 18.09.
Der Ursprung der Ewigen Anbetung in der Erzdiözese Freiburg
Im Jahr 1855 - in schwerer Zeit der Kirchenverfolgung - hat Erzbischof Hermann von Vicari die Ewige Anbetung eingeführt.
Bis heute beginnt diese am 6. Januar im Münster von Freiburg und wird dann Tag für Tag, vormittags oder nachmittags, nach einem festen Plan von einer jeweils anderen Pfarrei für einige Stunden, je nach Größe der Gemeinde fortgeführt. In der Nacht erfolgt die Anbetung in den Klöstern.
Die Termine für die Tage der Ewigen Anbetung liegen für Birkendorf, Grafenhausen, Riedern am Wald, Ühlingen, Untermttingen und die Nachbargemeinden in der 1. September-Hälfte.
Bei der jährlichen Festlegung der Termine heute, orientieren wir uns an der vorgegebenen Gottesdienstordnung für die Werktagmessen.
In Ühlingen wird seit vielen Jahren monatlich eine eucharistische Anbetungsstunde von Mesner Dieter Boll gestaltet. In der Regel am 1. oder 2. Mittwoch im Monat (Gottesdienstordnung)
Eucharistische Anbetung?
Eucharistische Anbetung nennen wir die Anbetung des wirklich mit Leib und Blut gegenwärtigen HERRN in der Gestalt des Brotes, in der konsekrierten Hostie, sichtbar ausgestellt in einer Monstranz (kostbares Austellungsgefäß).
Aus dem Leben des heiligen Pfarrers von Ars wird berichtet, wie er täglich in der Kirche einen einfachen Bauern beobachtetet mit dem Blick auf den Tabernakel gerichtet. Auf die Frage, was er denn die ganze Zeit über tue, erwiderte der Bauer: „Ich schaue IHN an, und ER schaut mich an.“
Aussagen von Papst Franziskus
(Predigt am Hochfest Epiphanie 2020)
(Predigt am Hochfest Epiphanie 2020)
"Ohne die Anbetung kann man Gott nicht erkennen."
„Theologie und pastorale Effizienz nützen wenig oder nichts, wenn man nicht die Knie beugt.“
„Anbeten bedeutet, Jesus ohne eine Wunschliste in der Hand zu begegnen, allein mit dem Wunsch, bei ihm zu bleiben.“
„Anbetung ist eine Geste der Liebe, die das Leben verändert.“
„Bin ich ein Christ, der anbetet?“
„Durch die Anbetung werden auch wir wie die Sterndeuter den Sinn unseres Lebensweges entdecken. Und wie die Sterndeuter werden wir dann von sehr großer Freude erfüllt.“
Die Predigt im Wortlaut: Hier Klicken...
Impulse für die Pastoral
Seelsorgeamt Freiburg: Hier Klicken...
Betrachtung , anbetungsgebet vor dem sakramental
gegenwärtigen Christus (Benedikt XVI. -14.9.2008 Lourdes)
gegenwärtigen Christus (Benedikt XVI. -14.9.2008 Lourdes)
„Herr, nimm uns alle in Deine Liebe hinein“
***
Herr Jesus, Du bist hier zugegen!
Und wir sind vor dir zugegen!
Wir betrachten dich. - Wir beten dich an. -
Wir lieben dich und streben danach, dich mehr zu lieben.
Wir betrachten dich, der du im Laufe des Letzten Abendmahles
***
Herr Jesus, Du bist hier zugegen!
Und wir sind vor dir zugegen!
Wir betrachten dich. - Wir beten dich an. -
Wir lieben dich und streben danach, dich mehr zu lieben.
Wir betrachten dich, der du im Laufe des Letzten Abendmahles
deinen Leib und dein Blut den Jüngern gegeben hast, um bei ihnen zu sein
„alle Tage bis zum Ende der Welt“ (Mt 28,20).
Wir beten dich an, der du am Anfang und am Ende unseres Glaubens steht.
Wir beten dich an, der du am Anfang und am Ende unseres Glaubens steht.
Du, ohne dich wir an diesem Abend nicht hier wären.
Du, ohne dich wir überhaupt nicht existierten.
Du, ohne den nichts wäre, nichts, absolut nichts!
Du, ohne den nichts wäre, nichts, absolut nichts!
Du, durch den „alles geschaffen ist“ (Joh 1,3).
Du, in dem wir geschaffen worden sind – für die Ewigkeit;
Du, der uns deinen Leib und dein Blut gegeben hast,
Du bist hier, an diesem Abend, vor uns, unseren Blicken dargeboten
in der Gestalt der Hostie, der Gestalt des Brotes.
Wir lieben dich – und streben danach, dich mehr zu lieben –
Dich, der hier vor uns ist, unseren Blicken in der Monstranz dargeboten,
vielleicht auch unseren Fragen, unserer Liebe.
Sei es, dass wir gesund sind oder an ein Bett der Schmerzen gefesselt sind,
Wir lieben dich – und streben danach, dich mehr zu lieben –
Dich, der hier vor uns ist, unseren Blicken in der Monstranz dargeboten,
vielleicht auch unseren Fragen, unserer Liebe.
Sei es, dass wir gesund sind oder an ein Bett der Schmerzen gefesselt sind,
sei es, dass wir in der Freude wandeln oder uns in einer seelischen Wüste befinden (vgl.
Num 21,5),
Num 21,5),
Herr, nimm uns alle in Deine Liebe hinein:
in die unendliche Liebe, die ewig die Liebe des Vaters für den Sohn
und des Sohnes für den Vater ist,
jene des Vaters und des Sohnes für den Geist
wie auch jene des Geistes für den Vater und für den Sohn.
Die Heilige Hostie, die vor unseren Augen ausgesetzt ist,
spricht von deiner unendlichen Kraft der Liebe, die sich glorreich am Kreuz offenbarte.
spricht von deiner unendlichen Kraft der Liebe, die sich glorreich am Kreuz offenbarte.
Die Heilige Hostie erzählt uns von deinem unglaublichen Herabbeugen,
der du dich arm gemacht hast, um uns durch dich reich zu machen.
Du, der bereit war, alles zu verlieren, um uns für seinen Vater zu gewinnen.
Die Heilige Hostie ist das lebendige und wirkmächtige Sakrament
deiner ewigen Gegenwart als Retter der Menschen für deine Kirche.
Wir wollen bereit sein uns Ihm zur Verfügung zu stellen, –
Ihm, der uns alles gegeben hat und der gekommen ist, nicht um die Welt zu richten,
Wir wollen bereit sein uns Ihm zur Verfügung zu stellen, –
Ihm, der uns alles gegeben hat und der gekommen ist, nicht um die Welt zu richten,
sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde (vgl. Joh 3,17)!
Seien wir bereit, in unserem Leben die aktive Präsenz von Ihm zu erkennen,
der hier unseren Blicken ausgesetzt gegenwärtig ist!
Seien wir bereit, Ihm unser eigenes Leben darzubringen!
Maria, die selige Jungfrau, Maria, die Unbefleckte Empfängnis,
war vor zweitausend Jahren bereit, alles zu geben, ihren Leib zur Verfügung zu stellen,
um den Leib des Schöpfers aufzunehmen. Alles ist von Christus gekommen, auch Maria;
alles ist mit Hilfe von Maria gekommen, auch Christus.
Maria, die selige Jungfrau, ist heute Abend bei uns vor dem Leib ihres Sohnes,
Heilige Jungfrau, hilf uns zu betrachten, hilf uns anzubeten, hilf uns zu lieben,
Den immer mehr zu lieben, der uns so sehr geliebt hat, auf dass wir ewig mit Ihm leben.
Eine gewaltige Schar von Zeugen ist neben uns unsichtbar zugegen,
ganz nahe mit uns vor dieser Monstranz;
die Schar aller Männer und Frauen, welche die wirkliche Gegenwart Dessen betrachtet,
verehrt und angebetet haben, der sich uns bis zum letzten Blutstropfen geschenkt hat;
die Schar aller Männer und Frauen, die Stunden in der Anbetung des Allerheiligsten Altarsakraments verbracht haben.
Heute Abend sehen wir sie nicht, aber wir hören sie zueinander und zu uns sagen:
„Komm, lass dich vom Meister rufen! Er ist hier und ruft dich! (vgl. Joh 11,28).
Er will dein Leben, um es mit dem seinen zu vereinigen.
Lass dich von Ihm ergreifen!
Schau nicht mehr auf deine Wunden, schau auf seine.
Schau nicht mehr auf das, was dich noch von Ihm und von den anderen trennt;
betrachte den unendlichen Abstand, den Er überwunden hat, als Er dein Fleisch annahm,
als Er auf das Kreuz gestiegen ist, das ihm die Menschen bereitet haben,
und als Er sich in den Tod hat schicken lassen, um uns seine Liebe zu zeigen.
In seine Wunden nimmt Er dich auf; in seinen Wunden birgt Er dich.
Weise Seine Liebe nicht ab!“
Weise Seine Liebe nicht ab!“
Die gewaltige Schar der Zeugen, die sich von seiner Liebe hat ergreifen lassen,
ist die Schar der Heiligen im Himmel, die nicht aufhören, für uns Fürbitte zu leisten.
Sie waren Sünder, und das wussten sie auch, aber sie waren bereit,
die Wunden ihres Herrn zu betrachten, um dort den Ruhm des Kreuzes
die Wunden ihres Herrn zu betrachten, um dort den Ruhm des Kreuzes
und den Sieg des Lebens über den Tod zu finden.
Der heilige Pierre-Julien sagt: „Die heilige Eucharistie ist der vergangene,
der gegenwärtige und der zukünftige Jesus Christus.
Der vergangene Jesus Christus steht in der historischen Wahrheit des Letzten Abendmahls,
der gegenwärtige und der zukünftige Jesus Christus.
Der vergangene Jesus Christus steht in der historischen Wahrheit des Letzten Abendmahls,
in die uns jede Feier der heiligen Messe hineinführt.
Jesus Christus ist gegenwärtig, weil Er uns sagt:
„Nehmet und esset alle davon, das ist mein Leib, das ist mein Blut“.
Der Ausdruck „Das ist“ steht im Präsens, hier und jetzt.
Der Ausdruck „Das ist“ steht im Präsens, hier und jetzt.
Reale Präsenz, Gegenwart, die unsere armen Lippen, unsere armen Herzen
und unsere armen Gedanken übersteigt.
Gegenwart, die unseren Blicken geschenkt ist.
Die Eucharistie ist ebenso der zukünftige Jesus Christus, Jesus Christus, der kommen wird.
Wenn wir die heilige Hostie betrachten, seinen verherrlichten Leib, der verklärt und auferstanden ist,
dann betrachten wir das, was wir in der Ewigkeit schauen werden.
Darin werden wir die ganze Welt erkennen können, die in jedem Augenblick von ihrem Schöpfer getragen wird.
Jedes Mal, wenn wir Ihn essen, aber auch jedes Mal, wenn wir Ihn betrachten,
verkünden wir Ihn, bis Er kommt in Herrlichkeit.
Genau deshalb empfangen wir Ihn mit unendlicher Ehrfurcht.
Einige unter uns können Ihn nicht oder noch nicht im Sakrament empfangen,
Einige unter uns können Ihn nicht oder noch nicht im Sakrament empfangen,
aber sie können Ihn in Glaube und Liebe betrachten
und den Wunsch zum Ausdruck bringen, sich mit Ihm zu vereinen.
Das ist ein Wunsch, der in den Augen Gottes einen großen Wert hat.
Sie erwarten mit größerer Innigkeit seine Wiederkunft;
sie erwarten Jesus Christus, der kommen soll.
Mit Pierre-Julien rufen wir das Zeugnis vieler Heiliger an,
die für die Eucharistie größte Liebe hegten.
Nikolaus Kabasilas ruft aus und sagt uns heute abend:
„Bleibt aber Christus in uns, was fehlt uns dann noch? Welches Gut könnte uns da noch entgehen?
Und wenn wir in Christus bleiben, was gibt es da noch anderes zu begehren?
Er wohnt in uns und ist das Haus.
Wie selig sind wir, dass wir für einen solchen Bewohner zur Wohnung geworden sind!“
Charles de Foucauld hat jeden Tag stundenlang angebetet.
Er hat uns ein Gebet, das aus dem Innersten seines Herzens strömt,
ein Gebet, das an den Vater gerichtet ist hinterlassen,
ein Gebet das wir in voller Wahrheit mit Jesus zu unserem Gebet vor der heiligen Hostie machen können:
„»Mein Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist.«
„»Mein Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist.«
Das ist das letzte Gebet unseres Meisters, unseres Liebsten …
Möge es unseres sein, und nicht nur das Gebet unseres letzten Augenblicks,
Möge es unseres sein, und nicht nur das Gebet unseres letzten Augenblicks,
sondern das Gebet aller unserer Augenblicke:
Mein Vater, ich lege mich in deine Hände; mein Vater, ich vertraue mich dir an.
Mein Vater, ich lege mich in deine Hände; mein Vater, ich vertraue mich dir an.
Mein Vater, ich überlasse mich dir; mein Vater, mach mit mir, was dir gefällt;
was du auch mit mir tun magst, ich danke dir; danke für alles.
Zu allem bin ich bereit, alles nehme ich an, für alles danke ich dir.
Wenn nur dein Wille sich an mir erfüllt, mein Gott, und an allen deinen Geschöpfen,
an allen deinen Kindern, an allen, die dein Herz liebt, so ersehne ich weiter nichts, mein Gott.
In deine Hände lege ich meine Seele. Ich gebe sie dir, mein Gott, mit der ganzen Liebe meines Herzens,
weil ich dich liebe und weil diese Liebe mich treibt, mich dir hinzugeben,
mich in deine Hände zu legen, ohne Maß, mit einem grenzenlosen Vertrauen.
mich in deine Hände zu legen, ohne Maß, mit einem grenzenlosen Vertrauen.
Denn du bist mein Vater“
Geliebte Brüder und Schwestern, ihr Mitbetenden an diesem Abend,
Ihr alle, die Ihr vor Euren Augen die unendliche Erniedrigung des Sohnes Gottes
und die unendliche Herrlichkeit der Auferstehung seht,
verharrt in Stille und betet Euren Herrn an, unseren Meister und Herrn Jesus Christus.
Verharrt in Stille, dann sprecht und sagt der Welt:
Wir können nicht mehr verschweigen, was wir wissen.
Geht und verkündet der ganzen Welt die Wundertaten Gottes,
Geht und verkündet der ganzen Welt die Wundertaten Gottes,
der in jedem Augenblick unseres Lebens zugegen ist, an jedem Ort der Erde.
Gott segne und beschütze uns, Er führe uns auf dem Weg zum ewigen Leben,
Er, der das Leben ist, in alle Ewigkeit. Amen.
