Als Nachfolger des am 19. Dezember verstorbenen Anastasius I. (Heiliger) wurde Innozenz I. am 21. Dezember 402 zum Bischof von Rom gewählt. Nach seinem Zeitgenossen Hieronymus (Heiliger) soll er dessen Sohn gewesen sein, andere sahen ihn als Nachkomme eines Innozenz von Albano. In die Zeit seines Pontifikats fiel die Belagerung und Plünderung Roms durch die Westgoten unter Alarich im Jahr 410. Hier versuchte Innozenz vergeblich zwischen dem schwachen weströmischen Kaiser Honorius (395–423), der sich in das als uneinnehmbar geltende Ravenna zurückgezogen hatte, und den Westgoten zu vermitteln. Von Papst Innozenz I. sind mehrere Briefe überliefert, z. B. an die Bischöfe Victricius von Rouen, Exuperius von Toulouse und Decentius von Gubbio, aus denen ersichtlich wird, dass er einen Ausbau der römischen Vormachtstellung innerhalb der Gesamtkirche anstrebte. Weiter beanspruchte er für den Inhaber des »Stuhles Petri« die oberste Lehrentscheidung für alle wichtigen Fragen. Papst Innozenz I. starb am 12. März 417 und hatte Zosimus zum Nachfolger (bis 26. Dezember 418; Heiliger).
Darstellung: in päpstlichen Gewändern
Attribute: Tiara, Kreuzstab (mit drei Querbalken), Engel, der ihm eine Krone bringt (Symbol für seine Tugendhaftigkeit)

Quelle: Herder-Verlag