Josef, Patron der Arbeiter, 1. Mai
Der 1. Mai, der Tag der Arbeit ist seit 1955 auch der Gedenktag des Heiligen Josef als Patron der Arbeiter.

Josef der Arbeiter; Gemälde von Pietro Annigoni, 1964, Kirche San Lorenzo in Florenz
Bildbetrachtung
Eine Baustelle aus Innensicht. Die Fluchtlinien von Dachbrettern und Balken der Baustelle laufen als Diagonalen einem Lichtpunkt im durchbrochenen Goldhintergrund zu oder entspringen aus diesem. Das Licht leuchtet am hellsten im blonden Haar, auf dem Gesicht und der rechten Hand des Jesus Knaben. Ein Holzbalken und Lichtstrahlen bilden ein Kreuz, unter dem Josef steht. Er hält schützend seine Hand über den Knaben. Im Original sind drei Nägel sichtbar, die Jesus in seiner linken Hand festhält. Sein rotes Gewand korrespondiert mit den blutroten Wolken die seinen Kreuzestod, als Werk der erlösenden Liebe des Sohnes Gottes andeuten.
Eine Baustelle aus Innensicht. Die Fluchtlinien von Dachbrettern und Balken der Baustelle laufen als Diagonalen einem Lichtpunkt im durchbrochenen Goldhintergrund zu oder entspringen aus diesem. Das Licht leuchtet am hellsten im blonden Haar, auf dem Gesicht und der rechten Hand des Jesus Knaben. Ein Holzbalken und Lichtstrahlen bilden ein Kreuz, unter dem Josef steht. Er hält schützend seine Hand über den Knaben. Im Original sind drei Nägel sichtbar, die Jesus in seiner linken Hand festhält. Sein rotes Gewand korrespondiert mit den blutroten Wolken die seinen Kreuzestod, als Werk der erlösenden Liebe des Sohnes Gottes andeuten.
Joseph, groß und stämmig, trägt ein dunkelblaues Gewand, das mit dem Blau des Himmels korrespondiert und seine Gerechtigkeit, seinen Glauben und sein Vertrauen anzeigen. Es scheint als studiert der junge Jesus einen Bauplan, der auf dem Werktisch liegt. Weiß er um den Bauplan des göttlichen Meisters, seines Vaters im Himmel? Weiß er, dass drei Nägel seine Hände und Füße durchbohren werden, zum Heil der Welt? Der rötliche Fleck auf dem Holzbrett zu seinen Füßen scheint schon das Blut das er vergießen wird vorauszusagen.
Von Josef lernte Jesus den Umgang mit Holz. Einmal wird es zum Kreuzesholz zusammengefügt werden, mit dem das Bauwerk des Reiches Gottes durch den Sohn des Zimmermanns errichtet werden wird. Bei Josef begann Jesus das Arbeiten zu lernen um einmal das zerfallene Haus Israel durch das Kreuzesholz wieder aufzubauen. Das goldene Licht in Kreuzesform, zeigt, dass es die Kraft des Kreuzes im Lichte der Auferstehung sein wird, die die Welt neu aufbauen wird. Christus, der in diese Welt kam und seine göttliche Majestät als Sohn des Zimmermanns verbarg, ist die Grundlage der Würde aller Arbeitenden die an der Aufbahrung des neuen Himmels und der neuen Erde teilhaben. (Inspiriert von Gedanken von Jennifer Healy die Kunstgeschichte an der Franciscan University unterrichtet)
Biblischer Hintergrund
Josef, der Bräutigam der Jungfrau und Gottesmutter Maria war nach biblischer Überlieferung von Beruf Zimmermann beziehungsweise Bauhandwerker.
Josef, der Bräutigam der Jungfrau und Gottesmutter Maria war nach biblischer Überlieferung von Beruf Zimmermann beziehungsweise Bauhandwerker.
Josef wird als Schutzpatron der Arbeiter, besonders der Zimmerleute verehrt. Durch dieses Gedenken soll der Wert und die Würde der menschlichen Arbeit anerkannt und das gesellschaftliche Leben wie die Gesetzgebung für die Anliegen der Arbeitenden inspiriert werden.
Historischer Hintergrund
Der 1. Mai wurde von Papst Pius XII. zusätzlich zum liturgischen Gedenktag des Heiligen Josef, dem 19. März, als Gedenktag „Josef der Arbeiter" eingeführt um die Arbeitenden zu würdigen.
Den 1. Mai als bürgerlichen Gedenktag für die Anerkennung der Rechte und Würde der Arbeiter gibt es seit 1890. Der Gründungskongress der Arbeiterbewegung der Zweiten Internationalen hatte 1889 den 1. Mai als Gedenktag zur Erinnerung an die Opfer der Arbeiterdemonstration auf dem Haymarket Riots Platz in Chicago (USA) am 1. Mai 1886 mit einem Generalstreik ausgerufen, mit dem unter anderem für die Einführung des Achtstundentags - statt 12 Stunden - gekämpft wurde. Der Streik eskalierte auf dem „Haymarket" in Chicago. Es kam zu gewalttätigen Auseinandersetzungen bei denen Demonstranten und Polizisten ums Leben kamen.
Die Kindheitsgeschichten im Matthäus- und Lukasevangelium berichten von Josef. Beide Evangelien zeigen Joseph an der Stelle des Vaters im Leben Jesu. Lukas nennt ihn mehrmals den Vater Jesu. Jesus arbeitete mit Josef zusammen und lernte von ihm das Zimmermannshandwerk.
Im Apostolischen Schreiben Redemptoris custos - Zum Beschützer des Erlösers berufen, schreibt Papst Johannes Paul (1989) über den Heiligen Josef, dass die Arbeit Ausdruck der Liebe ist:
In unserer Zeit hat die Kirche, mit dem auf den 1. Mai festgesetzten liturgischen Gedenktag Josef der Arbeiter unterstrichen, dass die menschliche Arbeit und im besonderen die manuelle Arbeit im Evangelium besonderen Nachdruck findet. Zusammen mit dem Menschsein des Gottessohnes ist die [Arbeit] in das Geheimnis der Menschwerdung aufgenommen, so wie sie auch in besonderer Weise erlöst wurde. An seiner Werkbank, an welcher er sein Handwerk zusammen mit Jesus ausübte, brachte Josef die menschliche Arbeit in die Nähe des Geheimnisses der Erlösung. (RC 20)
Die Wichtigkeit der Arbeit im Leben des Menschen erfordert, daß man ihre Inhalte kennt und sich aneignet, »um allen Menschen zu helfen, durch die Arbeit Gott, dem Schöpfer und Erlöser, näherzukommen, an seinem Heilsplan für Mensch und Welt mitzuwirken und in ihrem Leben die Freundschaft mit Christus zu vertiefen und durch den Glauben lebendig teilzunehmen an seiner dreifachen Sendung als Priester, Prophet und König«. (RC 23)
Papst Franziskus schreibt im Apostolischen Schreiben Patris corde - Mit väterlichem Herzen (2020) über den Heiligen Josef unter dem Abschnitt "Vater und Arbeiter" (PC 6): Ein Aspekt, der den heiligen Josef auszeichnet ... ist sein Bezug zur Arbeit. Der heilige Josef war ein Zimmermann, der ehrlich arbeitete, um den Lebensunterhalt seiner Familie zu sichern. Von ihm lernte Jesus, welch ein Wert, welch eine Würde und welch eine Freude es bedeutet, das Brot zu essen, das die Frucht eigener Arbeit ist.
In dieser unserer Zeit, ... ist es notwendig, die Bedeutung einer Arbeit, die Würde verleiht, wieder ganz neu verstehen zu lernen. Die Arbeit wird zur Teilnahme am Erlösungswerk selbst, sie wird zu einer Gelegenheit, das Kommen des Reiches Gottes zu beschleunigen, die eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten weiterzuentwickeln und sie in den Dienst der Gesellschaft und der Gemeinschaft zu stellen; die Arbeit wird nicht nur zu einer Gelegenheit der eigenen Verwirklichung, sondern vor allem auch für den ursprünglichen Kern der Gesellschaft, die Familie. ...
Wie können wir über die Menschenwürde sprechen, ohne uns dafür einzusetzen, dass alle und jeder Einzelne eine Chance auf einen würdigen Lebensunterhalt haben? Der Mensch, der arbeitet, egal welcher Aufgabe er nachgeht, arbeitet mit Gott selbst zusammen und wird ein wenig zu einem Schöpfer der Welt, die uns umgibt. Die Krise unserer Zeit, die eine wirtschaftliche, soziale, kulturelle und geistliche Krise ist, mag allen ein Aufruf sein, den Wert, die Bedeutung und die Notwendigkeit der Arbeit wieder neu zu entdecken, um eine neue „Normalität“ zu begründen, in der niemand ausgeschlossen ist.
Die Arbeit des heiligen Josef erinnert uns daran, dass der menschgewordene Gott selbst die Arbeit nicht verschmähte.
"Sei gegrüßt,
du Beschützer des Erlösers
und Bräutigam der Jungfrau Maria.
Dir hat Gott seinen Sohn anvertraut,
auf dich setzte Maria ihr Vertrauen,
bei dir ist Christus zum Mann herangewachsen.
und Bräutigam der Jungfrau Maria.
Dir hat Gott seinen Sohn anvertraut,
auf dich setzte Maria ihr Vertrauen,
bei dir ist Christus zum Mann herangewachsen.
O heiliger Josef,
erweise dich auch uns als Vater,
und führe uns auf unserem Lebensweg.
Erwirke uns Gnade, Barmherzigkeit und Mut,
und beschütze uns vor allem Bösen.
und führe uns auf unserem Lebensweg.
Erwirke uns Gnade, Barmherzigkeit und Mut,
und beschütze uns vor allem Bösen.
Amen.“ (Franziskus)
„Heiliger Josef,
verehrungswürdiger Vater,
der du das Unmögliche möglich machen kannst,
komm mir in meiner Not und Bedrängnis zu Hilfe.
Gewähre in den ernsten und schwierigen Anliegen, die ich dir anvertraue, deinen Schutz, sodass alles ein glückliches Ende nimmt.
Mein geliebter Vater,
ich setze mein ganzes Vertrauen in dich.
Niemand soll sagen können, er habe dich vergeblich angerufen,
und da du bei Jesus und Maria alles erwirken kannst,
lass mich erfahren,
dass deine Güte ebenso groß ist wie deine Macht.
Amen.« (tägliches Gebet von Franziskus)
Gebet um den Frieden
(aus Polen)
Gott unserer Väter,
groß und barmherzig!
Herr des Lebens und des Friedens, Vater aller Menschen.
Wir nehmen heute zu Dir unsere Zuflucht
und erbitten Deine Hilfe auf die Fürsprache des heiligen Josef,
des fürsorglichen Beschützers Jesu.
Du selbst hast ihn als Bräutigam der Gottesmutter zum Haupt der Heiligen Familie erwählt. Auch uns sei er die Stütze in unserem Leben, in unserer Familie, in unserer Gemeinde, in unserem Volk und in allen Völker und in deiner ganzen Kirche.
Wir vertrauen Dir unsere Ängste und Zweifel an, alles, was unsere Gegenwart ausmacht. Unsere Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft liegt in Deiner Hand. Jeder und jeder Einzelne von uns, liegt in Deinen Händen.
Wir vertrauen Dir unsere Ängste und Zweifel an, alles, was unsere Gegenwart ausmacht. Unsere Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft liegt in Deiner Hand. Jeder und jeder Einzelne von uns, liegt in Deinen Händen.
Gib uns den Mut, immer wieder zu glauben, dass wir in Deiner Hand sind. Denn dein Wille ist Frieden und nicht Angst. Unsere Sorge vor der Zukunft macht mir Angst, ein schreckliches Gefühl, so zerstörerisch wie ein Krieg.
Heiliger Josef,
Gott hat dich zum Herrn seines Hauses und zum Verwalter seines gesamten Besitzes gemacht.
Wir rufen dich heute an in der Bedrohung durch die Mächte des Bösen, der Geister der Hölle. Möge der Hl. Erzengel Michael uns helfen, unsere Seelen vor dem Verderben zu retten. Wir fürchten den Krieg, der Tod und Zerstörung bringt. Jeder Krieg wird im Herzen des Menschen geboren, wenn wir die Beziehungen untereinander nicht pflegen, sondern uns gegenseitig mit übler Nachrede und Verleumdung umbringen, wenn wir uns von Gottes Geboten und seiner Weisheit entfernen.
Erbitte du, unser Schutzpatron, uns den Frieden, der in unseren Herzen beginnt. Mögen unsere Herzen von Gottes Liebe und Güte erfüllt sein, dann werden wir leben.
Einziger und allmächtiger Gott,
verurteile die Kriege und beseitige den Stolz der Gewalttätigen. Du hast deinen Sohn Jesus Christus gesandt, um den Frieden zu bringen und die Menschen aller Nationen und Generationen in einer Familie zu vereinen.
Heiliger Josef, heiliger Schutzpatron, wir erflehen deine Fürsprache,
Heiliger Josef, heiliger Schutzpatron, wir erflehen deine Fürsprache,
und bitten auch den Fürst der Engel, den heiligen Erzengel Michael und rufen mit den Worten des heiligen Johannes Paul II.:
Nie wieder Krieg – er ist ein böses Abenteuer, von dem es keine Rückkehr gibt, es soll keinen Krieg mehr geben – keine Ansammlung von Waffen und Rüstungsindustrie.
Banne den Krieg in der Ukraine, im Gazastreifen und an jedem Ort auf dieser Erde, der alle deine Geschöpfe in der Luft, zu Wasser und auf der Erde bedroht.
Mit Maria, der seligsten Jungfrau und Gottesmutter, die auch unsere Mutter ist, bitten wir dich, zu den Herzen derjenigen zu sprechen, die für das Schicksal der Völker verantwortlich sind.
Zerstöre den Teufelskreis der Vergeltung und der Rache, und gewähre durch den Heiligen Geist neue Lösungen für den Frieden, die großzügig und edel sind, die im Dialog und im geduldigen Warten entstehen – fruchtbarer als jeder gewaltsame Akt und jeder Krieg.
Heilige Josef, unser Vater und Schutzpatron unserer Familien, unserer Gemeinden, unserer Völker und aller Nationen und der Kirche, erflehe unserer Zeit und unseren Herzen den Frieden.
Amen
Banne den Krieg in der Ukraine, im Gazastreifen und an jedem Ort auf dieser Erde, der alle deine Geschöpfe in der Luft, zu Wasser und auf der Erde bedroht.
Mit Maria, der seligsten Jungfrau und Gottesmutter, die auch unsere Mutter ist, bitten wir dich, zu den Herzen derjenigen zu sprechen, die für das Schicksal der Völker verantwortlich sind.
Zerstöre den Teufelskreis der Vergeltung und der Rache, und gewähre durch den Heiligen Geist neue Lösungen für den Frieden, die großzügig und edel sind, die im Dialog und im geduldigen Warten entstehen – fruchtbarer als jeder gewaltsame Akt und jeder Krieg.
Heilige Josef, unser Vater und Schutzpatron unserer Familien, unserer Gemeinden, unserer Völker und aller Nationen und der Kirche, erflehe unserer Zeit und unseren Herzen den Frieden.
Amen



