Ursula Ledóchowska, 29. Mai
Eine Frau die mitwirkte an der Freiheit Polens und der Völker Osteuropas.
Lebensdaten
geboren am 17. April 1865 in Loosdorf, Niederösterreich, gestorben am 29. Mai 1939 in Rom
Lebensgeschichte
Julia Maria Gräfin Ledóchowska war die Schwester der seligen Maria Teresia Ledóchowska, der Gründerin der Missionsschwestern vom heiligen Petrus Claver.
Ihr Bruder Wladimir wurde Ordensgeneral der Jesuiten, ihr Onkel war Erzbischof von Gnesen und Posen und wurde später Kurienkardinal in Rom.
Die ging in St. Pölten bei den Englischen Fräulein zur Schule und trat 1886, nach der Rückkehr der Familie nach Polen, mit dem Namen Ursula in den Ursulinenorden in Krakau ein.
1904 wurde sie dort Oberin. Drei Jahre später gründete sie in St. Petersburg ein Internat für polnische Studentinnen, aus dem ein Ursulinenkloster wurde, und ein weiteres Kloster im finnischen Sortavala.
1904 wurde sie dort Oberin. Drei Jahre später gründete sie in St. Petersburg ein Internat für polnische Studentinnen, aus dem ein Ursulinenkloster wurde, und ein weiteres Kloster im finnischen Sortavala.
In Finnland pflegte sie Kontakte zur lutherischen Kirche, übersetzte den Katechismus ins Finnische und eröffnete eine Ambulanz für arme Fischer.
Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde sie als Polin aus Russland ausgewiesen, und gründete in Schweden eine Mädchenschule und ein Waisenhaus für Kinder polnischer Emigranten, ein Hilfskomitee für Kriegsopfer und hielt unzählige Vorträge in ganz Nordeuropa, um für die polnische Unabhängigkeit zu werben.
Bei Kriegsende hatte sie sich von den aristokratischen Krakauer Ursulinen entfremdet und gründete 1920 in Pniewy bei Posen eine selbstständige Ordensgemeinschaft, die Ursulinen vom Herzen Jesu in der Todesangst, kurz Graue Ursulinen genannt, die sich der Erziehung und Armenfürsorge widmen.
Als sie 1939 auf einer Reise nach Rom starb, zählte der Orden bereits 100 Angehörige in 35 Klöstern. Heute sind es über 1000 in 95 Niederlassungen.
Verehrung
1983 wurde sie von Papst Johannes Paul II. selig- und 2003 heiliggesprochen.
Ihr Leichnam wurde 1989 ins Mutterhaus des Ordens nach Pniewy überführt.
In Deutschland ist die Gemeinschaft mit zwei Häusern in München und in Königstein im Taunus vertreten. Ihr Leichnam wurde 1989 ins Mutterhaus des Ordens nach Pniewy überführt.
Eine Schwester von Ursula (Julia) Ledóchowska ist die selige Maria Theresia Ledóchowska, mehr bekannt als „Mutter Schwarzafrikas“, Gründerin der Missionsschwestern vom hl. Petrus Claver, eine bedeutende Kämpferin gegen die Sklaverei und für die Rechte der Frauen.
Ursula wurde 1983 von Papst Johannes Paul II. in Posen, in der polnischen Heimat ihrer Familie selig- und 2003 in Rom heiliggesprochen.
Quellen
vgl. www2.bistum-augsburg.de; wikipedia; heiligenlexikon.de; katholisch.de; vaticannews.va; praedica.de; und andere
