Antonius von Padua, 13. Juni
Lehrer der Brüder und Schwestern des Heiligen Franz von Assisi
„Dem Bruder Antonius, meinem Aufseher [über meine Brüder], wünsche ich, Bruder Franziskus, Heil. Es gefällt mir, dass du den Brüdern die heilige Theologie vorträgst, wenn du nur nicht durch dieses Studium den Geist des Gebetes und der Hingabe auslöschst, wie es in der Regel steht. (Franz von Assisi in einem Brief an Antonius)
Lieder
Berührt und bewegt (Reinhard Horn, Kinderlied)
Kenn’ ein Kappellchen, Heiliger Antonius (Heino, 1989)
Biographie
Leben des Heiligen Antonius in 8 Bildern
Leben des Heiligen Antonius in 8 Bildern
1195 geboren in Lissabon (Portugal) als Fernando Martins de Bulhões, in einer adligen Familie. Eine Überlieferung gibt als Datum den 15. August an. Mit 17 Jahren tritt er den Augustiner-Chorherren bei, im Kloster São Vicente das außerhalb der Stadtmauern lag. Er erfährt eine gründliche theologischen Ausbildung und kennt die ganze Bibel auswendig.
1220 hört er vom Martyrium von fünf Franziskanern, die in Marokko von Muslimen enthauptet und deren Leichnam nach Lissabon gebracht worden waren. Dies bewegt ihn so sehr, dass er sich den Anhängern von Franz von Assisi anschließt und den Ordensnamen Antonius annimmt.
Er bricht zur Verkündigung des Glaubens nach Marokko auf, erkrankt aber schwer. Bei der Rückkehr 1221 wird das Schiff durch einen Sturm nach Sizilien abgetrieben. Von da macht er sich auf den Weg nach Assisi um Franziskus kennen zu lernen.
Im September 1222 predigt er in Rimini bei einer Priesterweihe; sein Talent als Prediger wird entdeckt, den Glauben mit einfachen Worten zu erklären; Franziskus bestimmt ihn seine Mitbrüder in Bologna zu unterrichten.
1227 bis 1230 wird er Oberer der Franziskaner-Brüder in Norditalien.
1231 setzt er sich für die Armen und gegen die Missstände in der Stadt Padua ein; gleichsam als sein großes geistliches Testament.
Nach Ostern, im selben Jahre zieht er sich in den Ort Camposampiero der in der Nähe von Padua liegt zurück, um auszuruhen. Bei diesem Aufenthalt erscheint ihm Jesus als Kind.
Am Freitag, den 13. Juni 1231 wird er von einer plötzlichen Übelkeit ergriffen. Er wird auf einem Ochsenkarren nach Padua gebracht, wo er zu sterben wünscht. Im Vorort Arcella sagt er: „Ich sehe meinen Herrn“ und stirbt. Er ist 36 Jahre alt.
Verehrung
Sein Leichnam wird in der kleinen Kirche Sancta Maria Mater Domini begraben. Die Verehrung und unzählige Wunder die auf seine Fürsprache hin von vielen bezeugt werden, veranlasst Papst Gregor IX., zur Heiligsprechung nur elf Monate nach seinem Tod, am 30. Mai 1232.
1263 wird sein Leichnam in die ihm zu Ehren errichtete Basilika in Padua übertragen. Bei der Untersuchung der sterblichen Überreste wurde bemerkt, dass die Zunge unverwest blieb.
1946 erklärt Papst Pius XII. Antonius zum Kirchenlehrer und verleiht ihm den Titel ‚doctor evangelicus'.
Aussprüche
„Alles, was dir in den Geboten Gottes schwer erscheint, wird leicht und voll Wonne, wenn du die Liebe hast.“
„Wie das Segel ein Schiff treibt, so treibt dich das Mitleid hin zu der Not deines Bruders.“
„Wie das Segel ein Schiff treibt, so treibt dich das Mitleid hin zu der Not deines Bruders.“
Gebete des Heiligen
Sehet das Kreuz des Herrn!
Fliehet ihr feindlichen Mächte!
Gesiegt hat der Löwe vom Stamme Juda, Davids Sohn! Halleluja!
Maria, du unsere Herrscherin
und unsere Hoffnung,
Stern des Meeres, leuchte auf uns herab,
die wir von Stürmen bedroht sind, und führe uns in den sicheren Hafen.
In unserer letzten Stunde stehe uns schützend bei, auf dass wir ohne Furcht aus dieser Welt scheiden und in die ewige Freude eingehen können.
Dies alles gewähre uns Jesus Christus,
die Frucht deines Leibes, ihm sei Ehre und Ruhm in allen Zeiten. Amen.
Wir bitten dich, du unsere Herrscherin,
mach’, dass unsere Herzen, erfüllt von göttlicher Gnade,
eine himmlische Weisheit ausstrahlen.
Stärke uns mit deiner Kraft und hilf’ uns in unserem Tugendstreben.
Gieße die Gaben deiner Barmherzigkeit über uns aus,
damit wir Vergebung unserer Sünden erlangen.
Dies alles gewähre uns Jesus Christus, dein Sohn,
den du mit der Verkündigung des Engels 9 Monate
in deinem Leib getragen hast:
Ihm sei Ehre und Ruhm in alle Zeiten. Amen
Fischpredigt
Sie wird in der von Achim von Arnim und Clemens Brentano zusammengestellten Volksliedersammlung Des Knaben Wunderhorn wiedergeben: "Des Antonius von Padua Fischpredigt":
Antonius zur Predig [sic!]
Die Kirche findt ledig [leer]
Er geht zu den Flüssen
und predigt den Fischen […]
Die Kirche findt ledig [leer]
Er geht zu den Flüssen
und predigt den Fischen […]
Doch die Krebs gehn zurücke [ändern sich nicht],
Die Stockfisch bleiben dicke,
Die Karpfen weiter viel fressen,
Die Predig sie vergessen.
Die Predig hat gfallen,
Sie bleiben so wie sie waren alle [ohne sich zu ändern].
Die Stockfisch bleiben dicke,
Die Karpfen weiter viel fressen,
Die Predig sie vergessen.
Die Predig hat gfallen,
Sie bleiben so wie sie waren alle [ohne sich zu ändern].
Zeitgenossen
Franz von Assisi (1181-1226)
Dominikus (um 1170–1221)
Elisabeth von Thüringen (1207–1231)
Klara von Assisi (1193/1194–1253)
Hedwig von Schlesien (1174–1243)
Lutgard von Tongern (1182–1246)
Dominikus (um 1170–1221)
Elisabeth von Thüringen (1207–1231)
Klara von Assisi (1193/1194–1253)
Hedwig von Schlesien (1174–1243)
Lutgard von Tongern (1182–1246)
Quellen
vgl. www2.bistum-augsburg.de; wikipedia; heiligenlexikon.de; katholisch.de; vaticannews.va; praedica.de; und andere
