Elischa, 14. Juni
Nachfolger des Propheten Elia - gilt als größter Wundertäter im Alten Testament.
Prophet
Namensdeutung
Gott hilft (hebr.)
Namensvarianten
Elischa, Elisa, Elisäus
Gedenktag
14. Juni
Leben
Elischa wirkte von 892 bis 832 v. Chr. im Nordreich Israel. Sein Wirken wird im Alten Testament im 2. Buch der Könige geschildert. Er stammte aus der Gegend südlich des Sees Genezareth und war der Sohn des Saphat. Der Prophet Elia machte ihn auf Anweisung des HERRN zu seinem Nachfolger und warf ihm seinen Prophetenmantel über.
Bedeutung
Der Prophet Elia der am Ende seines Wirkens für das Volk Gottes nur „schwarz“ sieht, weil offensichtlich alle im Volk Israel von Gott abgefallen sind (vgl. 1. Kön 19,10 ff) wird von Gott eines besseren belehrt. 7000 sind es, „die sich nicht vor Baal (Heidnischer Gottheit/Götze) gebeugt haben“. Einer dieser 7000 ist Elischa, der Sohn Saphats. Ihn soll Elia zum Propheten salben. Gott kündigte damit Elia das Ende seines Prophetendienstes an, weil er „vor Gott gegen Israel“ (Röm 11,2) aufgetreten war. Elischa aber, der nach Elias Himmelfahrt am Fluss Jordan steht und dessen herabgefallenen Mantel in seinen Händen hält sagt: „Wo ist der Herr, der Gott Elias?“ – Auch wir fragen uns heute: Wo sind Paulus, Petrus und Johannes? Oder: Wo sind unsere „Alten“? Wo ist der Gott dieser Glaubenszeugen der Vergangenheit?
Gott ist immer da. Er ist derselbe. Er ist auch unser Gott! Wir können in der Kraft desselben Geistes gehen, der in vergangenen Generationen mächtig gewirkt hat. „Der Geist Elias ruht auf Elischa!“, bemerken die Prophetensöhne.
Gott beruft zu allen Zeiten treue Menschen für seinen Dienst. Manchmal erkennen wir das nicht, weil wir in unserem Pessimismus nur uns selbst sehen – wie Elia. Doch Gott hat jede und jedem von uns im Auge und will uns gebrauchen aber wir merken es (noch) nicht.
Die Aufgabe der Propheten ist es, die Liebe Gottes in allen Zeiten immer wieder sichtbar zu machen, Unrecht anzuzeigen und sich für die Gerechtigkeit einzusetzen. In Jesus erfüllt sich die Sendung aller Propheten und Prophetinnen.
Tagesgebet
Gott, du Beschützer und Erlöser der Menschen. Du hast dich durch die Berufung von Propheten auf wunderbare Weise geoffenbart und deinem Propheten Elischa den Geist des Elija geschenkt. Vermehre in uns die Gaben des Heiligen Geistes, damit wir von prophetischer Kraft erfüllt werden und deine Gegenwart überall bezeugen. Darauf bitten wir durch Jesus Christus deinen Sohn unseren Herrn. Amen.
Lesung
2 Kön 5,7a.8-15a.17b
oder
2 Kön 2,11-15b
2 Kön 5,7a.8-15a.17b
oder
2 Kön 2,11-15b
Evangelium
Lk 4,24-27
Lk 4,24-27
Fürbitten
Einst hat Gott durch die Propheten gesprochen, heute ist er uns nahe in seinem menschgewordenen Wort. Zu ihm wollen wir vertrauensvoll beten:
Einst hat Gott durch die Propheten gesprochen, heute ist er uns nahe in seinem menschgewordenen Wort. Zu ihm wollen wir vertrauensvoll beten:
- Herr Jesus Christus, König der Propheten, du hast Elischa mit dem Geist der Propheten erfüllt. Lass uns im Geist der Propheten immer für Recht und Gerechtigkeit eintreten.
- Du ewiges Wort des Vaters, in dir hat der Vater uns alles gesagt, was er uns zu sagen hat. Schenke den Predigern und Lehrern Kraft und Mut, dich zu bekennen.
- Brot der Engel und Menschen, du hast durch den Propheten Elischa den Hunger des Volkes gestillt. Gib uns offene Arme und Herzen, um Hunger und Elend in der Welt zu bekämpfen.
- Herr der Lebenden und Toten, nimm unsere verstorbenen Schwestern und Brüder auf in deinen ewigen Frieden.
Zum Nachdenken
Spirituelle Menschen haben Einsicht in das Tun und Lassen der Menschen, selbst wenn sie nicht anwesend sind, davon haben wir ein Beispiel im 2. Buch der Könige. Als Gehasi, der Diener Elischas ihm das von dem Syrer Naaman empfangene Geld verbergen wollte, sagte Elischa zu Gehasi: War mein Herz vielleicht nicht anwesend, als Naaman aus seinem Wagen stieg und dir entgegenlief? (2 Kön 5,26) Das ereignet sich geistlich, da er ihn mit dem Geist sieht, wie wenn es in seiner Gegenwart geschähe.
Spirituelle Menschen haben Einsicht in das Tun und Lassen der Menschen, selbst wenn sie nicht anwesend sind, davon haben wir ein Beispiel im 2. Buch der Könige. Als Gehasi, der Diener Elischas ihm das von dem Syrer Naaman empfangene Geld verbergen wollte, sagte Elischa zu Gehasi: War mein Herz vielleicht nicht anwesend, als Naaman aus seinem Wagen stieg und dir entgegenlief? (2 Kön 5,26) Das ereignet sich geistlich, da er ihn mit dem Geist sieht, wie wenn es in seiner Gegenwart geschähe.
Dasselbe wird im selben Buch bestätigt, wo man auch berichtet wird, dass Elischa im Wissen um alles, was der König von Syrien mit seinen Fürsten im Geheimen besprach, es dem König von Israel sagte und deren Pläne somit ohne Wirkung waren, und zwar so sehr, dass der König der Syrer zu seinem Volk sagte, als er sah, dass alles bekannt war: Warum sagt ihr mir nicht, wer von euch mein Verräter beim König von Israel ist? Und dann sagte ihm einer seiner Diener: Es ist nicht so, mein Herr und König, sondern der Prophet Elischa, der in Israel ist, macht dem König von Israel all die Worte kund, die du im Geheimen sprichst (2 Kön 6,11-12).
(Hl. Johannes vom Kreuz)
Leben
Quellen:
vgl. www2.bistum-augsburg.de; wikipedia; heiligenlexikon.de; katholisch.de; vaticannews.va; praedica.de; und andere
