Benno, 16. Juni
Bischof von Dresden-Meißen
Leben und Legende
Kurzvideo (3 Minuten)
Benno stammte aus einer sächsischen Grafenfamilie. 1010 in der Nähe von Hildesheim geboren wurde er im Alter von fünf Jahren zur Erziehung in das Benediktiner-Kloster St. Michael übergeben. Urkundlich bezeugt ist Benno als Hofkaplan König Heinrichs IV. und Stifts-Kanoniker in Goslar. Der König berief ihn im Jahr 1066 zum zehnten Bischof von Meißen. Hier wirkte er 40 Jahre lang.
Er predigte den christlichen Glauben beim slawischen Volk der Sorben.
Im Krieg des Königs gegen die Sachsen und auch im schweren Streit zwischen Heinrich IV. und Papst Gregor VII. um die Bestellung von Bischöfen bemühte er sich um Frieden. Zeitweilig musste er ins Exil gehen. Daran knüpft sich die Legende mit dem Domschlüssel im Bauch eines Fisches: Beim Verlassen seiner Bischofsstadt warf er den Domschlüssel in die Elbe, um dem vom König ernannten Gegenbischof den Zugang zum Dom zu verwehren. Als Benno aus dem Exil zurückkehren konnte, fand sich der Schlüssel im Bauch eines Fisches, den man aus der Elbe gefischt hatte und zum Essen auftischte. Fisch und Schlüssel sind seither die Attribute des Heiligen.
Zeitgenossen
Bedeutende Zeitgenossen waren Papst Gregor VII. (um 1020–1085), Bruno von Köln (um 1030–1101), Mathilde von Canossa (1046–1115) oder Ida von Löwen (um 1040–1113).
