Albert Chmielowski, 17. Juni
Der Bruder Gottes. Man muss so gut sein wie das Brot, das für alle auf dem Tisch liegt.
„Wer die Nächstenliebe lebt, muss selbst ein großzügiges Geschenk werden. Diene deinem Nächsten, so wie er ist, indem du dich selbst gibst, wie ein gutes Brot.“
Chmielowski inspirierte Johannes Paul II. dazu, sich statt der Schauspieler- und Schriftstellerei, der geistlichen Berufung zuzuwenden.
Namen
Adam Hilarius Chmielowski
Lebensdaten
Geboren am 20. August 1845 in Igołomia bei Krakau (Polen); gestorben am 25. Dezember 1916 in Krakau; Maler und polnischer Ordensgründer.
Lebensgeschichte
Adam Hilarius Albert Chmielowski wurde als Sohn adeliger Eltern in der Nähe von Krakau geboren. Im Alter von elf Jahren wurde er Waise und zusammen mit seinen drei Geschwistern von Verwandten erzogen. 1863 nahm er am Aufstand der Polen gegen das zaristische Russland teil. Er geriet in Gefangenschaft; wegen einer schweren Verwundung und Amputation eines Bein wurde er nicht hingerichtet.
Der missglückte Widerstand der Polen gegen die Unterdrücker zwang Adam zu fliehen. In Gent in Belgien begann er ein Ingenieurstudium. Aber er entdeckte seine Vorliebe zur Kunst und studierte in Paris und in der damaligen Akademie der Bildenden Künste in München. 1874 kehrte er als Künstler nach Polen zurück. Er widmete sich vorwiegend religiöser Motive. 1880 trat er dem Jesuitenorden bei, den er aber aus gesundheitlichen Gründen verlassen musste.
Immer mehr wandte er sich den Armen zu und wohnte sogar mit ihnen in einer öffentlichen Schlafstätte. 1887 schloss er sich mit dem Ordensnamen Albert dem Dritten Orden der Franziskaner an und arbeitete an dessen Verbreitung in Polen und im damaligen polnisch-russischen Gebiet der heutigen Ukraine; 1888 legte er die Ordensgelübde ab.
In Krakau kümmerte Bruder Albert sich um Obdachlose und Bettler, initiierte Notquartiere, Werkstätten, Suppenküchen, Kindergärten und Häuser für Kinder und jugendliche Obdachlose. 1888 gründete er die Kongregationen der Brüder und 1891 der Schwestern der Diener der Armen im Dritten Orden des Heiligen Franziskus, die Albertiner und1897 zusammen mit Bernhardina Maria Jabłońska den weiblichen Zweig. Am 25. Dezember 1916 starb Chmielowski in Krakau.
Verehrung
Albert Chmielowski wurde von Papst Johannes Paul II., - auf dessen Berufung er entscheidenden Einfluss hatte - am 22. Juni 1983 selig- und am 12. November 1989 heiliggesprochen.
Johannes Paul II sagte (12.11.1989):
Bruder Albert ist eine Persönlichkeit, die in der Geschichte Krakaus und des polnischen Volkes wie in der Geschichte der Erlösung tiefe Spuren hinterlassen hat. Man muss "seine Seele geben." Das scheint der rote Faden im Leben von Adam Chmielowski seit seiner Jugend zu sein. Als 17-jähriger Landwirtschaftsschüler beteiligte er sich am Kampf für die Befreiung seiner Heimat vom fremden Joch - und erlitt dabei die Verstümmelung eines Beins. Er suchte den Sinn seiner Berufung in der künstlerischen Tätigkeit und hinterließ Werke, die noch heute durch ihre besondere Ausdruckskraft beeindrucken. Als er sich immer intensiver der Malerei widmete, ließ Christus ihn den Ruf zu einer anderen Berufung spüren und lud ihn ein, immer weiter zu suchen: "Lernt von mir ... der ich sanftmütig und von Herzen demütig bin … Lerne".
Bruder Albert ist eine Persönlichkeit, die in der Geschichte Krakaus und des polnischen Volkes wie in der Geschichte der Erlösung tiefe Spuren hinterlassen hat. Man muss "seine Seele geben." Das scheint der rote Faden im Leben von Adam Chmielowski seit seiner Jugend zu sein. Als 17-jähriger Landwirtschaftsschüler beteiligte er sich am Kampf für die Befreiung seiner Heimat vom fremden Joch - und erlitt dabei die Verstümmelung eines Beins. Er suchte den Sinn seiner Berufung in der künstlerischen Tätigkeit und hinterließ Werke, die noch heute durch ihre besondere Ausdruckskraft beeindrucken. Als er sich immer intensiver der Malerei widmete, ließ Christus ihn den Ruf zu einer anderen Berufung spüren und lud ihn ein, immer weiter zu suchen: "Lernt von mir ... der ich sanftmütig und von Herzen demütig bin … Lerne".
Adam Chmielowski war ein Jünger, der für jeden Ruf seines Meisters und Herrn bereit war ... der messianischen Befreiung, die das beinhaltet, was wir heute die "Option für die Armen" zu nennen gewohnt sind: Das „Brot mit den Hungrigen zu teilen, die Elenden und Obdachlosen aufzunehmen, die Nackten zu bekleiden, ohne sich von den Armen abzuwenden." (Jes 58,6)
Genau das hat Bruder Albert getan. In diesem unermüdlichen, heldenhaften Dienst für die Besitzlosen fand er schließlich seinen Weg. Er hat Christus gefunden. Er nahm sein Joch und seine Last auf sich, und er war nicht nur "einer, der Nächstenliebe übt", sondern er wurde der Bruder derer, denen er diente. Ihr Bruder. Der 'graue Bruder', wie er genannt wurde. Andere folgten ihm: die 'Grauen Brüder' und die 'Grauen Schwestern'“.
An andere Stelle sagte Johannes Paul II: „Die Gestalt des Bruders Albert ist unserer Zeit sehr nah. Heute wird über die ‚Zivilisation der Liebe‘ und über die Notwendigkeit der ‚vorrangigen Option für die Armen‘ viel gesagt und geschrieben. Der heilige Bruder Albert schrieb keine gelehrten Vorträge zu diesem Thema. Er zeigte einfach nur, wie man die Barmherzigkeit tun kann. Er zeigte, dass jeder, der die Barmherzigkeit wirklich tun will, ‚ein selbstloses Geschenk‘ für die anderen sein soll.“
Johannes Paul II. hat als Karol Wojtyła Adam Chmielowski ein Theaterstück mit dem Titel: Bruder unseres Gottes gewidmet. Er sagte: "Gerne denke ich an die spirituelle Faszination, die die Gestalt des heiligen Bruder Albert – mit bürgerlichem Namen Adam Chmielowski – in der Geschichte meiner Berufung ausübte. Er war kein Priester. Bruder Albert war ein überaus talentierter und gebildeter Maler. An einem gewissen Punkt in seinem Leben gab er seine künstlerische Tätigkeit auf, denn er hatte erkannt, daß Gott ihn zu weit Wichtigerem berufen hatte. Er kam nach Krakau, um arm unter den Armen zu leben, sich aufzuopfern und den Enterbten zu dienen. Er war mir eine besondere spirituelle Stütze und ein Vorbild, als ich nach meiner radikalen Entscheidung für die Berufung zum Priesteramt von der Literatur und dem Theater Abstand nahm. Eine meiner größten Freuden war es, ihn später heiligzusprechen und ihm zuvor das dramatische Werk: »Bruder unseres Herrn« zu widmen." (Johannes Paul II. 1.4.2004)
Zeitgenossinnen und Zeitgenossen
Albert Chmielowski (1845–1916):
• Maria Katharina Kasper (1820–1898)
• Luigi Orione (1872–1940)
• Luigi Orione (1872–1940)
Quellen
vgl. deutsche-biographie.de; 2.bistum-augsburg.de; wikipedia; heiligenlexikon.de; katholisch.de; vaticannews.va; praedica.de; orthopedia.de und andere
