Gregorio Barbarigo, 18. Juni
Reformbischof im Geiste des Konzils von Trient.
Leben
Gregor Barbarigo ist einer der großen Reformbischöfe im Geiste des Konzils von Trient (1545-1563).
Gregor Barbarigo ist einer der großen Reformbischöfe im Geiste des Konzils von Trient (1545-1563).
Gregorio wurde am 16. September 1625 als erstes von vier Kindern in Venedig geboren. Sein Vater, Gianfrancesco Barbarigo wurde von den Venezianern der “heilige Kavalier” genannt. Im Alter von sechs Jahren verlor Gregor seine Mutter, ein Opfer der Pest.
Schon als Kind hatte Gregor eine innige Liebe zum allerheiligsten Altarsakrament. Mit 16 Jahren begann er in Padua das Studium der Philosophie, Mathematik, Geschichte, der Rechte und der griechischen Sprache. 1644 wurde er Begleiter des Gesandten der venezianischen Republik Alvise Contarini zum Kongress von Münster, den Friedensverhandlungen zur Beendigung des Dreißigjährigen Krieges. In Münster lernte Barbarigo Bischof Fabio Chigi kennen, den päpstlichen Gesandten für den Kongress und späteren Papst Alexander VII. (1655-1667)
Chigi wurde sein Seelenführer und empfahl ihm die Lektüre des Buches “Philothea” von Franz von Sales und verwies ihn auf das Beispiel des Heiligen Karl Borrmäus. 1655 wurde er zum Priester geweiht und bald darauf nach Rom als Referendar ans oberste Gericht, die Signatur, berufen.
Besondere Nächstenliebe zeigte Barbarigo, als die Pest in Rom ausbrach und der Papst ihm den Bezirk Trastevere anvertraute, damit er dort der Bevölkerung helfe.
1657 wurde er zum Bischof von Bergamo ernannt. Im Geist des Konzils von Trient erneuerte er die Diözese, förderte die Teilnahme an den Ignatianischen Exerzitien und gründete ein Priesterseminar nach den Richtlinien des Konzils und dem Vorbild des Mailänder Seminars.
Von den Gläubigen wurde er “der neue Karl Borromeo” genannt. 1660 berief er eine Diözesansynode ein. Alexander VII. erhob ihn 1660 zum Kardinal und 1664 zum Bischof von Padua. Auch hier führte Barbarigo die Erneuerung durch. Vor allem legte er Wert auf die Katechese.
Ein Leitwort war: “Man muß die Bekehrung anderer zur Reife bringen durch das eigene Gebet und Selbstverzicht.” Er wirkte als Berater von Innozenz XI. und weihte 1677 den Seligen Niels Stensen (1638-1686), der als Apostolischen Vikar für die skandinavische Mission ernannte wurde zum Bischof.
Gregorio Barbarigo starb am 13. Juni 1697.
Zeitgenossen
• Johannes Eudes (1601–1680)
• Margareta Maria Alacoque (1647–1690)
Verehrung
Papst Clemens XIII. sprach Barbarigo 1761 selig und Papst Johannes XXIII. 1960 heilig.
Quellen
vgl. 2.bistum-augsburg.de; wikipedia; heiligenlexikon.de; katholisch.de; vaticannews.va; praedica.de; orthopedia.de und andere
