Cyrill von Alexandrien, 27. Juni
Cyrill von Alexandrien (380-444) • Kirchenlehrer
Hymnus von Cyrill über Maria
Wir grüßen dich, Maria, Gottesgebärerin!
Ehrwürdiger Schatz des ganzen Universums, Stern, der nicht untergeht, Krone der Jungfräulichkeit, Zepter der Rechtgläubigkeit, unzerstörbarer Tempel, Wohnung des Unermesslichen, Mutter und Jungfrau, um derentwillen in den heiligen Evangelien seliggepriesen wird, der da kommt im Namen des Herrn kommt.
Ehrwürdiger Schatz des ganzen Universums, Stern, der nicht untergeht, Krone der Jungfräulichkeit, Zepter der Rechtgläubigkeit, unzerstörbarer Tempel, Wohnung des Unermesslichen, Mutter und Jungfrau, um derentwillen in den heiligen Evangelien seliggepriesen wird, der da kommt im Namen des Herrn kommt.
Wir grüßen dich! Du hast in deinem jungfräulichen Schoß den umfasst, den die Himmel nicht fassen können, durch dich wird die Heilige Dreifaltigkeit auf der ganzen Erde gepriesen und angebetet, durch dich frohlockt der Himmel, durch dich jubeln die Engel und Erzengel, durch dich werden die Dämonen in die Flucht geschlagen, durch dich ist der Versucher vom Himmel gefallen und werden die gefallenen Menschen in den Himmel erhoben.
Durch dich, heilige Gottesgebärerin, ist die ganze Welt, zur Erkenntnis der Wahrheit gelangt, durch dich wird denen, die glauben, mit dem Öl der Freude die heilige Taufe gewährt, durch dich sind auf der ganzen Erde die Kirchen begründet worden, durch dich werden die heidnischen Völker zur Bekehrung gebracht.
Durch dich hat das Licht des einzigen Sohnes des Vaters denen geleuchtet, die im Finsternis saßen und im Schatten des Todes.
Wer könnte Maria so loben, wie es ihr gebührt? Sie ist sowohl Mutter als auch Jungfrau. Was für ein Wunder! Wer hat je sagen hören, dass der Erbauer daran gehindert werden kann, in dem Tempel zu wohnen, den er selber errichtet hat? Wer würde es wagen, den zu tadeln, der seiner Magd den Titel Mutter verliehen hat?
Es freut sich also alle Welt. Es möge uns vergönnt sein, die unteilbare Dreieinigkeit zu verehren und ihr Ehrerbietung zu erweisen, indem wir das Lob Mariens, der immerwährenden Jungfrau, also der heiligen Kirche, singen, und auch das Lob ihres Sohnes und das Lob ihres makellosen Gemahls.
Namensbedeutung
Cyrill = der Herrliche (griech.)
Gedenktag
27. Juni
Lebensdaten
Geboren: um 375 in Theodosiou (heute al-Mahalla al-Kubra) im Nildelta; gestorben: 27. Juni 444 in Alexandria (Ägypten)
Zeitgenossen
• Melania die Jüngere (383–439) Reiche Mutter in Rom, Witwe, Ordensgründerin
• Pulcheria (399–453) Kaiserin von Ostrom
• Augustinus von Hippo (354–430) Bischof, Theologe
• Proklos von Konstantinopel (390–446) Bischof
• Pulcheria (399–453) Kaiserin von Ostrom
• Augustinus von Hippo (354–430) Bischof, Theologe
• Proklos von Konstantinopel (390–446) Bischof
Lebensgeschichte
Cyrill entstammte einer vornehmen Familie und wurde in der Obhut seines Onkels Theophilus erzogen. Theophilus war Patriarch von Alexandrien in Ägypten.
Dieser Bischofssitz gehörte neben Rom, Konstantinopel, Jerusalem und Antiochia zu den fünf großen Patriarchaten der frühen Kirche.
412 wurde Cyrill Nachfolger seines Onkels auf dem Bischofsstuhl von Alexandria. Er war theologisch hochgebildet und durchdrungen von einer tiefen Frömmigkeit. Vor seiner Erwählung zum Bischof lebte er als Einsiedler.
Eines seiner großen Verdienste war es, die Verehrung Marias als Gottesmutter zu fördern. Leidenschaftlich verteidigte er Maria als Theotokos (Gottesgebärerin) und zeigte, dass Maria Jesus als wahren Gott und wahren Menschen geboren hat. Die Bezeichnung Mariens als „Theotokos“ wurde auf dem Konzil von Ephesus (431), das unter seiner Leitung als Vertreter von Papst Coelestin I. stattfand offiziell bestätigt.
Cyrills rechtgläubige Theologie, die sich in seinem umfangreichen Werk niederschlägt, ist auch der Grund dafür, dass die Kirche ihn seit jeher als Heiligen und Kirchenlehrer verehrt.
Verehrung
Cyrill wird als „Hüter der Genauigkeit“ und „Siegel der Väter“ verehrt. 1882 ernannte ihn Papst Leo XIII. zusammen mit Cyrill von Jerusalem zum Kirchenlehrer auch der westlichen Kirche.
Darstellung
Bischof mit Taube auf der Schulter oder zu Füßen der Muttergottes
Quellen
vgl. 2.bistum-augsburg.de; wikipedia; heiligenlexikon.de; katholisch.de; vaticannews.va; praedica.de; orthopedia.de und andere
