Petrus und Paulus, 29. Juni

Petrus (gestorben 64) und Paulus (gestorben 67) 

 
“Seid jedem bereit, Rede und Antwort zu geben, über die Hoffnung, die euch erfüllt.“ (1. Pet 3,15)
 
Es gibt nicht mehr Sklaven und Freie  denn ihr seid alle einer in Christus Jesus.“ (Gal 3,28)

Katholizität und Einheit gehören zusammen. Predigt von Benedikt XVI. 29. Juni 2005

Namensdeutung
Petrus = der Fels (griech.-lat.),
Paulus= der Geringe, der Kleine (lat.)

Gedenktag
29. Juni

Lebensdaten Simon Petrus
geboren: um das Jahr 1 in BeitTseida, 8 km nordöstlich von Kafarnaum am See von Galiläa (Israel) aus dem Stamm Naphtali; gestorben: 64-67 in Rom, hatte eine Frau (der Legende nach auch eine Tochter Petronilla) ein Haus und ein Fischerboot in Kafarnaum am See von Galliläa. Er wurde von seinem Bruder Andreas zu Jesus geführt, der ihn mit dem Namen Kephas, Petrus, das heißt der Fels bezeichnete (Joh 1,42) und ihn in seine Nachfolge und engstes Vertrauen zog. Petrus war Zeuge aller besonderen Ereignisse im Leben Jesu und trat mit unbestrittener Autorität als Sprecher der zwölf Apostel, der Jünger und ersten Gemeinde in Jerusalem auf. Als Petrus Jesus als den Messias, den Sohn des lebendigen Gottes bezeichnete, übertrug Jesus ihm die Leitung seiner Kirche im Bild der Schlüsselübergabe (Mt 16,16–19) und mit der Aufforderung seine Schafe zu weiden und seine Brüder zu stärken (Joh 21,15–17 und Lk 22,32).
 
Petrus was auf mehreren Missionsreisen unterwegs und gelangte im Jahr 43 nach Rom. Er wurde unter Kaiser Nero mit dem Kopf nach unten gekreuzigt. Über seinem Grab erhebt sich der heute der Petersdom.
 
Lebensdaten Paulus
Geboren: in Tarsus in Kilikien 30 km nordöstlich von Mersin (Richtung Adana  in der heutigen Türkei); gestorben: 67 in Rom. 
Paulus (der Kleine) der eigentlich auf hebräisch Saulus hieß und auch das römische Bürgerrecht besaß, war ein Pharisäer der bei dem berühmten Gesetzeslehrer Gamaliel in Jerusalem studierte. Er war auch griechisch sprechend und nach jüdischer Sitte auch ein Handwerker und gelernter Zeltmacher.
Im Neuen Testament tritt er zum ersten Mal auf bei der Steinigung von Stephanus (Apg 7,58) durch fanatische Juden auf. Er wütete gegen die Christen als eine jüdische Sekte die die Anhänger des „Neuen Weges“ bezeichnet wurden und ließ sich als Verfolger bevollmächtigen.
Jesus erschien ihm vor Damaskus als der Auferstandene worauf er sich leidenschaftlich zu Christus dem gekreuzigten und auferstanden HERRN bekehrte und die Taufe empfing. Drei Jahre später unternahm er im Auftrag der Apostel eine erste Missionsreise, der weitere folgten, besonders in seine Heimat, der heutigen Türkei und bis nach Griechenland, Athen unter nichtisraelitische Völker (Heiden).
 
Als Gefangener für den das Todesurteil aus religiösen Gründen gefordert wurde, kam er im Jahr 61 nach Rom vor das kaiserliche Gericht. Dort wurde er nach mehrjährigen Aufenthalt mit dem Schwert enthauptet (römische Bürger durften nicht gekreuzigt werden). Sein Grab befindet sich in der Basilika Sankt Paul vor den Mauern.
 
Die Briefe von Paulus, der als Apostel bezeichnet wird, gehören zu den ältesten Teilen des Neuen Testaments und prägen mit ihrer Theologie den Glauben der Kirche an Jesus als den Christus/Messias bis heute.
 
Verehrung
Der gemeinsame Gedenktag mit Petrus ist zum ersten Mal für das Jahr 258 bezeugt.
Priester- und Bischofsweihen finden oft um den 29. Juni herum statt und verweisen so auf die beiden Apostel als Fundament und Leitung der Kirche. 
 
Darstellung
Paulus mit Buch/Evangelium und Schwert,
Petrus mit Schlüssel und umgekehrtem Kreuz, mit Hahn
 
Katholizität und Einheit gehören zusammen“ Predigt von Benedikt XVI. 29. Juni 2005

Quellen
vgl. 2.bistum-augsburg.de; wikipedia; heiligenlexikon.de; katholisch.de; vaticannews.va; praedica.de; orthopedia.de und andere
 
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