Otto von Bamberg, 30. Juni

Bischof und Glaubensbote in Pommern. 
 

Otto von Bamberg (1061-1139); Gemälde im Kloster Michelberg bei Auerbach, Oberpfalz.

„Alles zur Ehre Gottes und zum Heil des Nächsten!“
 
Otto lebte ein einfaches Leben und untersagte allen Luxus. Feine Speisen ließ er an die Armen verteilen und aß selbst nur karge Kost. Alte und zerrissene Gewänder und Schuhe ließ er flicken, anstatt neue einzufordern. Als einige meinten, solche Armut schicke sich nicht für einen Bischof, antwortete er:
Der Besitz des Bischofs besteht aus den Gaben der Gläubigen. Es ist ihm nicht erlaubt, denselben in Eitelkeit zu vergeuden.
 
Auch Apostel-Glaubensbote der Pommern 

Namensdeutung
der Erbe (althochdeutsch)

Gedenktag
30. Juni; in Polen am 1. Juli; in Bamberg am 30. September 

Lebensdaten
Geboren: um 1061 bei Heidenheim in Baden-Württemberg; gestorben; 30. Juni 1139 in Bamberg. 
 
Lebensgeschichte
Otto war ein schwäbischer Edelfreier und über seine Mutter mit den Staufern verwandt. Nach seiner Ausbildung im Kloster Hirsau oder in Eichstätt begleitete er als Kaplan die Schwester des Kaisers Heinrich IV. an den Hof des Polenherzogs Władysław-Hermann. Heinrich IV. Machte ihn zu seinem Kanzler und übertrug ihm den Bau des Speyrer Doms.
1102 ernannte ihn der Kaiser zum Bischof von Bamberg. Er errichtete über 30 Klöster, Stifte und Spitäler zwischen Kärnten und Sachsen und ließ Burgen bauen.
Der Bevölkerung half er aus eigener Tasche, wenn sie in Not geraten war.
 
Bischof Otto spielte als Reichsfürst im Investiturstreit - wer einem Bischof einsetzen kann - zwischen Papst und Kaiser eine maßgebliche Rolle und hatte entscheidenden Anteil am Wormser Konkordat von 1122, das die Bischofseinsetzung regelte.
 
Otto reiste auf Bitten des polnischen Herzogs Bolesław III. Schiefmund nach Pommern und half durch Schaffung der Kirchenorganisation und nicht zuletzt durch sein sensibles Vorgehen, das Land zu christianisieren, weswegen er auch als „Apostel der Pommern“ verehrt wird.
 
Mit etwa 80 Jahren starb Bischof Otto am 30. Juni 1139 in Bamberg.
 
Verehrung
Otto wurde in der Benediktinerabtei Michelsberg bestattet und 1189 heiliggesprochen. 
 
Darstellung
Bischof, mit Löwe oder Kirchenmodell
 
Patron
des Erzbistums Bamberg, Mitpatron des Erzbistums Berlin, des Bistums Stettin-Kammin
 
Quellen
vgl. 2.bistum-augsburg.de; wikipedia; heiligenlexikon.de; katholisch.de; vaticannews.va; praedica.de; orthopedia.de und andere
 
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